Ich möchte wirklich die Sündenvergebung bekommen.

ich in die Kirche ging, wurde mein Konflikt wegen der Sünde täglich größer, weil ich den Zustand, in dem ich täglich sündigte, nicht verlassen konnte. „Kann ich wirklich ins Himmelreich kommen?“ „Bin ich wirklich gerettet?“ Wenn ich mir diese Frage stellte, war ich in meinem Herzen nie sicher. Damals war ich gewiss, dass der Herr bald kommen wird. Deshalb war mein Herz sehr schwer, als ich die Tatsache erkannte: „Wenn heute der Herr kommt, muss ich ins höllische Feuer gebracht werden.“ Um die Sünde abzuwaschen, tat ich häufig Buße, aber weil sie nach wie vor in meinem Herzen blieb, schämte ich mich.
Einmal habe ich in einer Evangelisation mit dem Hauptprediger wegen meines Glaubenslebens ernsthaft eine Gemeinschaft gehabt: „Pastor, ich bin ein Sünder, was soll ich machen?“ Als ich ihn so fragte, antwortete er unmittelbar: „Tun Sie Buße!“
„Pastor, ich habe mit dem Herzen Buße getan und bekannt. Trotzdem habe ich immer noch den Konflikt wegen der Sünde in meinem Herzen.“
„Dann müssen Sie die Frucht der Bußfertigkeit tragen.“
„Pastor, wie kann ich die Frucht der Bußfertigkeit tragen?“
„Gehen Sie zu jedem, den Sie belogen haben und bekennen, und geben Sie zurück was Sie gestohlen haben und bitten Sie um Verzeihung wegen ihrer Fehler!“
Als ich das hörte, flossen in meinem Herzen solche Gedanken:
„Ach, das geht bei mir nicht! Ich habe schon viele Leute unzählige Male belogen. Wie kann ich zu allen gehen und um Verzeihung bitten? Das geht wirklich nicht. Ich habe viele Dinge durch Betrug an mich gebracht. Ich kann diese Leute nicht alle wieder treffen. Ich werde in die Hölle gehen. Ich gehöre nicht zu dem auserwählten Volk.“ Ich sah keine Möglichkeit mehr, deshalb dachte ich ein paar Mal: „Wenn ich sowieso in die Hölle komme, kann ich dann nicht einfach in die Welt gehen und Alkohol trinken und nach Herzenslust sündigen?“ Aber das konnte ich aus Furcht nicht tun. Ich hatte keine Möglichkeit und keinen Weg, aber viele Sünden. Ich gab mir viel Mühe, davon befreit zu werden, aber ich kannte die Methode nicht, wie die Sünde weggewaschen wird. In so einer Situation fing ich an, in der Kirche zu dienen. Die kleine Landkirche, in die ich ging, brauchte immer Arbeitskräfte. Wenn ich Zeit hatte, wusch ich die Lappen und wischte den Boden der Kapelle. Damals war die Elektrizitätsversorgung noch nicht gut, daher wurde der Strom oft abgestellt, und deshalb zündeten wir die Lampe an, und ich reinigte sie vom Ruß und putzte die Fenster und beseitigte die Spinnweben an der Decke und ordnete die Blumenanlage ... Solche Arbeiten machte ich öfters mit ganzem Herzen.
Eines Tages lief das Plumpsklo der Kirche über, aber es gab niemanden, der es ausschöpfte. Ich hatte so etwas noch nie gemacht, aber mit dem Gedanken „Wenn ich diese Arbeit mache, werde ich von Gott Segen bekommen“, schöpfte ich im kalten Winter frühmorgens nach der ersten Bibelstunde, als niemand mehr da war, heimlich die menschlichen Ausscheidungen heraus und brachte sie weg. Nachdem ich das gemacht hatte, wurde mein Herz ein bisschen leichter und fröhlicher. Aber es kehrte bald wieder zum Ausgangspunkt zurück, weil ich wegen meiner guten Taten zwar für kurze Zeit froh wurden, aber das Problem des Herzens nicht gelöst war.
Eines Tages wurde auf die Kirche ein eiserner Glockenturm gebaut, aber weil man das Eisen nicht vorher gestrichen hatte, musste man ihn jetzt da oben streichen. Doch es gab niemanden, der auf den hohen Glockenturm klettern und ihn streichen wollte. Da meldete ich mich bereitwillig für die Arbeit, weil ich so vage Gedanken hatte: „Falls ich dabei hinunterfallen und sterben würde, würde Gott mich vielleicht besser ansehen, weil ich ja gestorben wäre, während ich für ihn gearbeitet habe.“ Wegen dieser Gedanken kletterte ich hoch auf den Glockenturm. Mit einer Hand hielt ich mich fest, mit der anderen nahm ich den Pinsel und strich den ganzen Tag, wobei ich mich total vollspritzte. Als ich von oben nach unten schaute, sah der Zementboden sehr hart aus. Ich dachte mehrmals: „Könnte ich in den Himmel gehen, wenn ich von hier runterspringen und sterben würde? Wäre es nicht besser, wenn ich, während ich für Gott arbeite, sterben würde, als dann, wenn ich gerade etwas Böses tue? Soll ich die Hand loslassen und sterben?“
Obwohl ich so der Kirche diente, gab es immer noch keinen Frieden in meinen Herzen und keine Gewissheit über die Sündenvergebung. Ich weinte und tat Buße, aber trotz allem sank ich nach wie vor tiefer und tiefer in die Sünde. Als ich das sah, konnte ich nur noch seufzen und klagen. Eines Tages dachte ich: „Ich gehe nicht mehr in die Kirche. Es nützt ja bei mir gar nichts. Wenn ich sowieso in die Hölle komme, brauche ich auch nicht mehr in die Kirche zu gehen“, und ich besuchte zum Schluss noch einmal unseren Pastor.
In meiner Erinnerung war es Samstagabend, und ich sagte voller Ernst zum Pastor: „Pastor, ich möchte wirklich die Sündenvergebung bekommen. Als ich in Seoul in die Schule ging, beging ich die und die Sünde und tat das und das Böse. Pastor, was soll ich nur tun, damit meine Sünde weggewaschen wird?“ Ich habe bis heute nicht vergessen, wie er antwortete:
„Herr Park, in der Jugend sind alle so. Ich lasse z. B. meine Töchter in Daegu in die Schule gehen, und ich weiß nicht, was sie dort alles machen. Ich kann nicht sagen, dass meine Töchter in der fremden Stadt die Sünde, die Herr Park begeht, nicht begehen. Darum, Herr Park, glauben Sie doch noch mehr an den Herrn! Wenn Sie von der Sünde befreit werden, werden Sie ein hervorragender Mensch.“
An diesem Abend, als ich das Haus des Pastors verließ, entschied ich mich im Herzen: „Es hat gar nichts genützt. Ich gehe nicht mehr in die Kirche.“ Dieser Pastor behandelte mich gut und war für mich. Aber als ich das Problem, dass ich wegen meiner Sünde im Herzen leiden musste, zu ihm brachte, konnte er mir kein bisschen helfen, von dieser Sünde befreit zu werden. Er sagte gar kein Wort über „das Blut Jesu Christi am Kreuz“ oder „die Erlösung“. Er gab sich Mühe, mich menschlich zu trösten und wollte mich weiter in der Kirche bleiben lassen. Er sagte kein einziges Wort Gottes, das mein Herz von der Sünde befreit, die Sünde meines Herzens weggewaschen hätte.
Ich war sehr enttäuscht. Diese Enttäuschung war anders als die Enttäuschung der Menschen heutzutage durch die Korruption in ihrer Kirche. Als ich in die Kirche ging, gab es noch nicht solche Korruption oder solches Fehlverhalten bei den Pastoren wie heute. Sie waren moralische Menschen, die ehrliche Herzen hatten. Sie waren Pastoren, die aufopfernd und arm lebten und den armen Leuten halfen und sich bemühten. Aber keiner von ihnen lehrte uns anhand der Bibel den Weg, wie unsere Sünde weggewaschen wird und wie wir wiedergeboren werden, damit wir mit Jesus Christus verbunden werden können. Und so wuchs ich in einer Kirche auf, die uns lehrte, einfach zu glauben, und wenn man Sünde hat, muss man Buße tun, und wenn man so glaubt, wird der Glaube wachsen.
Ich konnte von keinem der Pastoren Hilfe bekommen und versuchte deshalb aus eigener Kraft, mein Glaubensproblem zu lösen. Ich betete wieder und wieder zum Herrn. Dabei erkannte ich schließlich eine Tatsache: „Das Blut, das Jesus am Kreuz vergossen hat, hat er für uns vergossen.“

Aber einmal sagte ein Pastor, der als Hauptprediger in unsere Evangelisation kam: „Wenn man die Sündenvergebung bekommen hat, kann man sich nicht mehr an seine Sünden erinnern.“ Die Sünde, an die man sich noch erinnert, ist noch nicht vergeben - als ich das hörte, fiel ich wegen meiner Sünden wieder in Verzweiflung. „Jesus starb am Kreuz wegen meiner Sünden und hat meine Sünden vergeben, aber die Sünden sind immer noch in meiner Erinnerung. Sind meine Sünden dann vergeben oder nicht?“ Natürlich, weil ich die Bibel nicht genau kannte, war ich so verwirrt, aber wenn ich jetzt daran denke, war das wirklich Unsinn. Wie kann man sich an eine Sünde, die man offensichtlich begangen hat, nicht mehr erinnern, selbst wenn man die Sündenvergebung bekam? Es heißt, dass Jesus sich nicht mehr an unsere Sünde erinnert, aber nicht, dass wir uns nicht mehr an unsere Sünden erinnern. Doch ohne Verantwortungsgefühl sagte der Pastor das damals so, und ich glaubte einfach daran. Ich wusste zwar, dass Jesus für meine Sünde am Kreuz starb, aber weil ich mich an meine Sünden noch erinnern konnte, dachte ich, dass sie noch nicht vergeben waren, daher war ich immer noch nicht von meiner Qual befreit.
Ich wollte dieses Problem unbedingt lösen. Deshalb entschloss ich mich, in die Kirche zu gehen und zu beten. In unserer Kirche gab es Versammlungen am Sonntag, Mittwoch, Freitag und Samstag, Chorübungen und Versammlungen der Lehrer. Am Dienstag und Donnerstagabend war die Kirche leer. Deshalb ging ich an einem dieser Tage in die Kirche, machte das Licht aus und betete bis spät in die Nacht vor dem Herrn: „Gott, bitte vergib mir meine Sünden! Bitte sag mir nur ein Wort, dass meine Sünden vergeben sind, wenn sie wirklich vergeben sind!“ So betete ich innig. Während ich betete, dachte ich, dass ich vielleicht Gottes Stimme hören könnte und spitzte meine Ohren, aber ich konnte nichts hören außer einer Maus, die auf der Decke umherlief und Krach machte. Dann dachte ich immer: „Gott hat mich verworfen. Obwohl ich so inniglich bete und nach ihm suche, erhört er nicht das Gebet eines Menschen wie ich einer bin, weil ich viele Sünden begangen habe. Er hat mich verworfen!“
Ich sank mehr und mehr in die Enttäuschung. 1962, als ich 19 Jahre alt wurde, erreichte ich den Tiefstpunkt. Wenn ich jetzt daran denke, bekomme ich noch Kopfschmerzen. Damals waren die Schmerzen so groß, dass ich nie mehr darauf zurückblicken und daran denken möchte. Gott liebte mich und hat all meine Wege versperrt, damit er mich zur Rettung führen konnte. Ich konnte weder weiter lernen noch einen Job finden, und schließlich wollte ich in die Armee gehen und meldete mich dort an. Aber noch nicht einmal das konnte ich, weil ich bei der körperlichen Untersuchung durchfiel. Alles was ich machen wollte, scheiterte. Es sah am Anfang immer so aus, als ob es gelingen würde. Aber alles ist schief gegangen. Schließlich dachte ich: „Ich bin dumm und ein Krüppel.“ Ich mochte mich nicht, ja ich hasste mich. Es gab nichts, was ich gut machen konnte, aber ich versuchte vor den anderen Leuten, mich gut darzustellen, deshalb hasste ich mich. Ich hasste mich, der so gemein und schmutzig und böse ist. Ich habe die Zeit damit verbracht, mich zu hassen und nicht zu mögen. Wenn ich jetzt daran denke, weiß ich, dass dies Geburtsschmerzen waren, die zum Prozess meiner Rettung gehörten. Aber damals wusste ich das nicht und verbrachte Tag für Tag in Verzweiflung. Und dann eines Tages wartete auf mich die Gnade Gottes, an die ich gar nicht gedacht hatte.
Es war am Sonntag, dem 7. 10. 1962, frühmorgens. An diesem Tag ging ich wieder in die Kirche und fing an, Gott wie gewöhnlich im Gebet all meine Sünden zu bekennen: „Gott, ich beging gestern solche Sünde. Bitte vergib mir. Ich bin wirklich ein schmutziger Mensch. Erbarm dich meiner.“
Es war sehr selten, dass an der frühmorgendlichen Gebetsstunde jüngere Leute wie ich teilnahmen. Alle, die frühmorgens kamen, waren alte Leute. Aber weil ich wegen meiner Sünden nicht schlafen konnte, ging ich früher als andere in die Kirche und läutete die Kirchenglocken. Danach bekannte ich kniend meine Sünden, bis die anderen kamen. Wenn die Leute mein Gebet hören würden, in dem ich meine Sünden bekannte, wäre es für mich eine Schande, deshalb betete ich nur ein bisschen, und wenn es Zeit wurde, dass die Leute kamen, ging ich zum Haus des Pastors und benachrichtigte ihn: „Pastor! Es ist Zeit für die morgendliche Gebetsstunde.“ Damals gab es keinen Wecker. Es war für den Pastor sehr schwer, morgens früh aufzustehen, weil er immer sehr spät schlafen ging und sehr müde war; wenn ich ihn weckte, kam er in die Kirche. Wenn der Pastor und die Gemeindemitglieder nach Hause gegangen war, blieb ich allein. Das heißt, dass ich wieder Gelegenheit hatte, meine Sünden zu bekennen. Aber weil ich weiter so ein Leben führte (sündigen und bekennen, sündigen und bekennen), musste ich immer mit gesenktem Kopf vor Gott gehen. Ich war in einer Lage, in der ich vor Scham nicht mehr beten konnte. Aber weil ich keine andere Möglichkeit sah, musste ich weiter so beten.
An jenem Morgen fing ich wie gewöhnlich an, meine Sünde eine nach der anderen zu bekennen: „Gott, ich beging solche Sünde. Gott, ich tat so was Böses. Ich habe gelogen.“ Während ich so nacheinander meine Sünden bekannte, wurden seltsamerweise meine Sünden nach und nach in meiner Erinnerung noch viel mehr und größer. Ich erkannte, dass ich ein so großer Sünder bin, dass ich meine Sünden selbst nicht mehr ertragen konnte, und die Gewissensbisse wurden noch größer.



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