Die
gefesselten indischen Elefanten

In Indien
gibt es erfahrene Elefanten-Dompteure. Sie bringen Elefanten dazu, gut
zu arbeiten, aber sie trainieren sie nur mit einer Fessel. Der Trainingsprozess
ist sehr interessant.
Sie fangen die Elefanten als Baby und binden ihre Beine mit einem dicken
Seil an einen festen Gegenstand. Die kleinen Elefanten werden sich angestrengt
bemühen, sich davon zu befreien, aber sie bekommen nur Schmerzen
und werden schließlich aufgeben. Dadurch ist die Erfahrung „Ich
kann von diesem Seil nicht befreit werden“ tief in ihnen eingraviert.
Wenn man sie weiter gebunden lässt, können sie sich nie davon
frei machen, selbst wenn sie ausgewachsen sind und genug Kraft hätten,
das Seil zu zerreißen.
In Johannesevangelium 5 gibt es eine ähnliche Geschichte: Um geheilt
zu werden, konzentrierten sich viele Kranke auf den Gedanken: „Ich
möchte als Erster ins Wasser hineinspringen, wenn es sich bewegt.“
Eines Tages kam Jesus dorthin. Aber keiner warf den Blick auf ihn, der
sie heilen konnte, außer einem einzigen Mann, der seit 38 Jahren
krank und nicht fähig war, ins Wasser zu gehen. Weil dieser Mann
nicht mehr auf den Teich schaute, konnte er Jesus annehmen und durch
seine Kraft von der Krankheit geheilt werden.
Die Menschen verweigern die Gerechtigkeit und die Kraft Jesu, weil sie,
genau wie die Elefanten von dem Seil, von dem Gedanken gefesselt sind:
„Ich selbst muss alles richtig machen.“ Deshalb führen
sie auch heute noch ein Leben als Sklaven.
Pastor
Ock Soo Park / Hanbat Zentral Gemeinde
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