|
Josua sprach vor seinem
Tod zum Hause Josef, zu Ephraim und Manasse, als er ihr Erbe verteilte:
„Du bist ein großes Volk, und weil du so stark bist, sollst
du nicht nur ein Los haben, sondern das Gebirge soll dein sein, wo der
Wald ist; dort kannst du roden und er soll dein sein, so weit er reicht;
dann wirst du die Kanaaniter vertreiben, obwohl sie eiserne Wagen haben,
denn du wirst mächtiger sein als sie“ (Josua 17, 17–18).
Nach dem Tod Josuas befragten die Israeliten den Herrn und sprachen: „Wer
soll unter uns zuerst hinaufziehen, Krieg zu führen gegen die Kanaaniter?“
Der Herr antwortete: „Juda soll hinaufziehen. Siehe, ich habe das
Land in seine Hand gegeben.“
Gemäß der Verheißung Gottes war der Herr mit Juda, so
dass es das Gebirge einnahm; es konnte aber die Bewohner der Ebene nicht
vertreiben, weil sie eiserne Wagen hatten (Richter 1, 19). Die Israeliten
konnten das Volk der Ebene wegen der eisernen Wagen nicht vertreiben,
obwohl der Herr durch Josua versprochen hatte, dass die Israeliten die
Kanaaniter vertreiben würden, wenngleich sie eiserne Wagen haben
und mächtig sind.
Als David König geworden war, schlug er die Philister, unterwarf
sie und nahm den Dienstzaum aus ihrer Hand. Und er schlug auch die Moabiter,
besiegte Hadad-Eser, den König von Zoba, und schlug 1800 Edomiter.
David setzte in ganz Edom Statthalter ein, und ganz Edom wurde ihm untertan.
Der Herr half ihm, wo er auch hinzog (2. Samuel 8, 1- 4).
Die Kriege in der Zeit der Richter und die von David in 2. Samuel waren
Kriege, die von Gott geführt wurden. Überall wo David hinzog,
siegte er durch die Kraft Gottes, aber die Israeliten in Richter waren
nicht so. Sie hätten in ihren Kriegen ebenfalls leicht siegen können,
und manchmal haben sie im Vertrauen auf Gott auch gesiegt, aber als sie
gegen die Kanaaniter kämpfen mussten, waren sie nicht mutig, weil
in ihren Augen die eisernen Wagen des Feindes mächtiger waren als
Gott.
Es ist natürlich eine große Bürde, gegen Feinde zu kämpfen.
Deshalb muss man auf den Herrn vertrauen. Die eisernen Wagen waren für
die Israeliten eine schwere Last, deshalb ließen sie die Kanaaniter
der Ebene einfach so. Immer wenn sie dieses Volk sahen, fühlten sie
sich beladen. Diese Last hat sie allmählich geschwächt.
Dieser Krieg war Gottes Krieg und nicht der Krieg der Israeliten, aber
sie hatten vergessen, dass Gott bei ihnen war. Sie hatten eine große
Bürde, weil sie dachten, dass sie selber kämpfen müssten.
Wenn man geschwächt ist, möchte man weitere Kriege vermeiden
und wird dadurch noch schwächer.
Wir haben eine Last: „Wir müssen evangelisieren...“,
aber wir tun nichts. Eine Seele zu gewinnen ist nicht dasselbe wie in
ein Kaufhaus zu gehen und etwas einzukaufen, sondern es ist wie ein Kampf
um ein Landstück. Gegen Satan zu kämpfen, um eine Seele, die
von ihm gefangen ist, zu retten, ist nicht leicht, weil er sie uns nicht
einfach übergeben wird.
In Apostelgeschichte 13 wurden Paulus und Barnabas von der Gemeinde in
Antiochia entsandt und machten eine Missionsreise. Zuerst kamen sie nach
Zypern. Als sie die ganze Insel bis nach Paphos durchzogen haben, verkündigten
sie das Wort Gottes. Der Statthalter Sergius Paulus begehrte das Wort
Gottes zu hören, da widerstand ihnen der Zauberer Barjesus und versuchte,
den Statthalter vom Glauben abzuhalten.
Paulus, voll heiligen Geistes, schimpfte: „Du Sohn des Teufels,
voll aller List und Bosheit, du Feind aller Gerechtigkeit, hörst
du nicht auf, krumm zu machen die geraden Wege des Herrn?“ Da bedeckten
den Zauberer Nebel und Dunkelheit, und er brauchte jemanden, der ihn führte.
Als der Statthalter das sah, nahm er das Wort Gottes an und wurde gerettet.
Um eine Seele zu gewinnen, muss man keinen speziellen Glauben haben. Wenn
man das feste Herz hat: „Ich muss unbedingt diese Seele gewinnen“,
wird man nicht vor einer Verfolgung oder vor Schwierigkeiten aufgeben.
Wenn man dagegen kein festes Herz hat, die Seele unbedingt zu gewinnen,
wird man bei Verfolgung schnell aufgeben: „Ach, es geht nicht!“
Paulus aber war fest entschlossen, eine Seele zu gewinnen und die Feinde
zu besiegen. Wenn man diese Entschlossenheit nicht hat, fließt das
Herz nach dem verkehrten Sinn.
Ein Geistlicher ist kein guter Redner, sondern jemand, der sich jederzeit
verleugnet und den Glauben hat: „Gott wird mich benutzen!“
und das Evangelium verkündet. Er erlebt die Werke Gottes.
[
Inhalt ] |