Kain und Abel

 

Guten Abend, wie geht es Ihnen? Ich danke Gott für diese über unsere Erwartungen hinaus wundervolle Konferenz. Wie auch Pastor Woo bereits gesagt hat: Ich bedanke mich ganz herzlich bei jenen, die bei den Vorbereitungen geholfen haben. Ich danke auch allen Zuhörern, die bis jetzt auf ihren Plätzen ausharrten, um mir zuzuhören. Ich preise und lobe Gott dafür, da©¬ Er auch dieses Mal vielen Menschen die Gnade der Wiedergeburt schenkte.

Ich möchte nun zum letzten Mal während dieser Konferenz predigen. La©¬t uns im Alten Testament 1. Mose 4,1-7 aufschlagen. Ich will vorlesen.

„Und Adam erkannte sein Weib Eva, und sie ward schwanger und gebar den Kain und sprach: Ich habe einen Mann gewonnen mit Hilfe des Herrn. Danach gebar sie Abel, seinen Bruder. Und Abel wurde ein Schäfer, Kain aber wurde ein Ackermann. Es begab sich aber nach etlicher Zeit, da©¬ Kain dem Herrn Opfer brachte von den Früchten des Feldes. Und auch Abel brachte von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Und der Herr sah gnädig an Abel und sein Opfer, aber Kain und sein Opfer sah er nicht gnädig an. Da ergrimmte Kain sehr und senkte finster seinen Blick. Da sprach der Herr zu Kain: „Warum ergrimmst du? Und warum senkst du deinen Blick? Ist¡¯s nicht also? Wenn du fromm bist, so kannst du frei den Blick erheben. Bist du aber nicht fromm, so lauert die Sünde vor der Tür, und nach dir hat sie Verlangen; du aber herrsche über sie.¡°

 

Heute Abend ist der letzte Abend unserer Konferenz. Ich wei©¬ gar nicht, wie ich anfangen soll, da es so viele Dinge gibt, die ich noch erwähnen möchte. Ich werde morgen früh mit dem Auto auf dem Weg nach Seoul sein, aber mein Herz wird noch einige Zeit an diesem Ort zurückbleiben. Letzte Nacht ging ich in die dritte Etage dieses Gebäudes, um mit Brüdern und Schwestern zu sprechen, die während dieser Konferenz wiedergeboren wurden. Es war unbeschreiblich, wie es mir warm ums Herz wurde, als sie ihre Zeugnisse ablegten. Sie erzählten mir, da©¬ sie unter ihren Sünden sehr gelitten haben, obwohl sie seit geraumer Zeit in die Kirche gingen. In dieser Konferenz wurden sie wiedergeboren. Ich hörte die Zeugnisse von nur vier Menschen in dieser Nacht. Ich glaube aber, da©¬ diese vier nicht die einzigen waren, die ein solches Zeugnis hätten ablegen können. Und ich glaube, da©¬ Gott auch Sie durch diese Konferenz von den Sünden in Ihren Herzen befreit, denn Er liebt Sie. Amen.

 

Heute Abend möchte ich Ihnen berichten, wie mein Vater zum Glauben an Jesus kam. Meine Mutter starb am 14. August 1950, kurz nach Ausbruch des Koreakrieges. Mein Vater liebte seine fünf Kinder sehr. Er war noch sehr jung zu dieser Zeit und hätte wieder heiraten können. Aber er entschied sich, nicht wieder zu heiraten und seine Kinder alleine aufzuziehen. Er wollte uns das Schicksal eines seiner Freunde ersparen, der unter seiner Stiefmutter ein hartes Leben hatte. Wir Geschwister wuchsen alle heran und heirateten.

Ich diente in einer kleinen Kirche. Mein Vater wohnte auf dem Lande, und wenn er uns besuchen kam, brachte er Reis und Geld zu unserer Unterstützung mit. Meine Frau und ich sahen mit Schmerz, da©¬ mein Vater nie zuhören wollte, wann immer ich auch versuchte, über den Glauben an Jesus, die Bu©¬e und das Königreich im Himmel zu sprechen. Wir lie©¬en keine Gelegenheit aus, ihm das Evangelium zu verkünden. Er aber sagte jedesmal: „Bedrängt mich nicht so, ich will ja an Ihn glauben. Wie kann ich Ihn zurückweisen, wenn ihr doch an Ihn glaubt. Ich werde mich nach diesem Herbst damit beschäftigen.¡° Er hatte eine Menge Freunde in seinem Heimatdorf und liebte es, anl䩬lich von Hochzeits- oder Geburtstagsfeiern mit seinen Freunden zusammenzusitzen und zu trinken. Er sagte, wenn er den Glauben an Jesus annähme, könne er ja nicht mehr mit seinem Freund trinken, der diesen Herbst seinen 60. Geburtstag feiere, und das sei doch unhöflich. Aus diesem Grund wolle er erst nach diesem Herbst an Jesus glauben. Wir konnten ihn also nicht weiter bedrängen und wollten uns gedulden. Der Herbst verging, und der Winter nahm Einzug.

„Vater, nun glaube doch an Jesus!¡°

„Im kommenden Frühjahr.¡°

„Warum, Vater?¡°

„Der Sohn eines Freundes wird kommendes Frühjahr heiraten. Dieser Freund ist mein Busenfreund. Nach der Hochzeit will ich mein Versprechen einlösen.¡°

 

10 Jahre verstrichen so, in denen er sehr alt wurde, ohne da©¬ er sein Wort hielt. Er lebte bei meinem älteren Bruder, als dieser eine Geschäftsreise nach Japan antreten mu©¬te. Während der Abwesenheit meines Bruders wohnte mein Vater bei uns. Ausgerechnet während dieser Zeit litt mein Vater an einem Magengeschwür. Der Arzt, den wir konsultierten, stellte anhand der Symptome die Diagnose „Magenkrebs¡°. Es war gar nicht nötig, eine Gewebeprobe zu entnehmen. Für eine Operation war es schon zu spät. Wir mu©¬ten also damit rechnen, da©¬ mein Vater nicht mehr lange leben würde. Ich dachte: „Wie soll ich den Leuten Glauben an Jesus vermitteln, wenn ich als Pastor nicht einmal meinem Vater ins Himmelreich verhelfen kann?¡°

Es war nun Eile geboten. Eines Tages, nachdem ich mein Gebet beendet hatte, ging ich also zu ihm: „Vater, glaube doch endlich an Jesus!¡°

Mein Vater erwiderte: „Ich will, mein Sohn. Keine Sorge. Ich will.¡° Das waren die gleichen Worte, die er schon seit Jahren immer sagte. Aber an diesem Tag lie©¬ ich mich nicht damit abspeisen: „Vater, du sollst nicht immer so etwas sagen. Unser Leben ist vergeblich...¡° Als ich weitersprechen wollte, wurde mein Vater sehr ärgerlich: „Du, achte auf deine Manieren, wenn du mit deinem alten Vater sprichst.¡°

Ich hatte meinen Vater in meinem ganzen Leben niemals so ärgerlich gesehen. Es ist schon sonderbar: Jedes Mal, wenn jemand auf dem Weg zum wahren Glauben ist, spüren wir die Arbeit Satans, der dies verhindern will. Keiner ist davon ausgenommen. Während dieser Konferenz traf ich eine Menge Leute, die sagten, sie seien ohne Grund auf mich böse gewesen. Sie wu©¬ten, da©¬ das, was ich sagte, wahr ist, aber sie fühlten sich irritiert. Ich wei©¬ nicht warum. Es sieht danach aus, da©¬ Satan mit aller Macht gegen die Evangelisierung kämpft. Doch trotz Satans Gegenwehr konnten schon viele Leute ihre eigene Meinung aufgeben und durch Gottes Wort wiedergeboren werden. Auf jeden Fall, ich mu©¬te meine Bemühungen wegen der gro©¬en Verärgerung meines Vaters aufgeben. An diesem Tag fühlte ich mich so hilflos und verzweifelt. Zu dieser Zeit waren einige andere Pastoren zur Bibelstunde in unserem Haus. Als sie mich in dieser Stimmung aus dem Zimmer meines Vaters heraustreten sahen, fragten sie mich: „Pastor Park, fühlen Sie sich nicht wohl? Quält Sie etwas?¡°

Ich antwortete: „Den Aussagen des Arztes zufolge hat mein Vater nicht mehr lange zu leben. Ich wollte, da©¬ er Jesus in sich empfängt. Aber er hat deswegen mit mir geschimpft. Ich hasse Satan dafür, da©¬ er das Herz meines Vaters verwirrt.¡° Die Pastoren fragten mich, ob sie etwas für mich tun könnten. Ich antwortete ihnen: „La©¬t uns beten.¡° Statt Bibelstunde zu halten, beteten wir den ganzen Nachmittag für meinen Vater.

Am darauffolgenden Tag, zur gleichen Zeit, rief mich mein Vater zu sich: „Komm herein zu mir. Ich habe ein unwohles Gefühl in meinem Magen. Ich habe Verstopfung. Hast du Medizin für mich?¡° Ich bat meine Frau, in der Apotheke ein Abführmittel zu holen. Noch bevor meine Frau losging, setzte sich mein Vater auf  und begann Blut zu spucken. Es war eine ganze Menge dunkelfarbenes Blut, das er spie. Wir waren fürchterlich erschrocken und nahmen an, da©¬ er nun im Sterben läge. Meine Frau weinte bitterlich. Mein Vater aber blieb ruhig und schlo©¬ seine Lippen. Ich denke, auch er sah seinen Tod nun kommen. Wir wischten das Blut auf und machten ihm ein frisches Bettlaken.

„Wie fühlst du dich, Vater?¡°

„Ich bin in Ordnung.¡°

„Liebling, hol bitte den Kassettenrekorder.¡° sagte ich zu meiner Frau.

„Vater, ich möchte nun alles, was du sagst, aufzeichnen, damit du auch meinem Bruder etwas mitteilen kannst, der ja zur Zeit in Japan ist.¡°

„Ist der Rekorder bereit?¡°

„Ja.¡°

„Bevor ich sterbe, habe ich euch noch etwas zu sagen.¡° Er sprach nun seinen Letzten Willen auf Band, etwa eine Stunde lang.

„Ich bedaure dieses und jenes. Ihr, meine Söhne, habt mich in folgender Beziehung enttäuscht...¡°, so fuhr er fort.

„Ich möchte nicht, da©¬ ihr Brüder euch nach meinem Tod um den  kleinen Besitz, den ich euch hinterlasse, streitet. Abschlie©¬end möchte ich euch noch bitten, mich neben eurer verstorbenen Mutter zu begraben. La©¬t bitte diesen Mann meinen Körper waschen und mir mein Totenhemd anziehen. Er wird es sicher nicht ablehnen, da er mir noch etwas schuldig ist.¡° Er sprach über viele Dinge, einschlie©¬lich seiner Beerdigung. Nach einer Stunde schlo©¬ er seinen Letzten Willen ab.

Ich fragte ihn: „Vater, ich werde alles so tun, wie du mir aufgetragen hast. Aber was ist mit deiner Seele? Wo soll sie hingehen?¡°

„Ich möchte gerne in den Himmel kommen, aber ich wei©¬ nicht wie! Ich habe keine guten Taten begangen, mir keine Verdienste erworben. Es ist zu spät!¡°

 

In diesem Moment konnte ich Gott nicht genug dafür danken, da©¬ Er uns errettet ohne unsere Taten oder Verdienste, sondern nur durch Jesu Blut. Ich dankte Gott auch dafür, da©¬ ich Pastor geworden bin, der jedem genau den Weg erklären kann, der durch Sündenvergebung ins Himmelreich führt. Ich erzählte meinem Vater also, da©¬ wir in den Himmel kommen, ohne gute Werke vollbracht zu haben. Ich sagte ihm, nur Jesus allein kann uns ins himmlische Königreich bringen, da wir zu schwach sind und dies nicht aus eigener Kraft vermögen. Über zwei oder drei Stunden lang erzählte ich ihm, wie all unsere Sünden auf Jesus übertragen wurden, wie Sein am Kreuz vergossenes Blut unsere Sünden wegwusch und wie wir gerettet werden können.

 

Endlich öffnete er sein Herz. Pflegte er bisher zu sagen: „Ich habe gehört, dort soll es eine gute Medizin geben¡° oder „Hier gibt es einen guten Arzt¡° oder „Du solltest es so machen, wie ich es dir sage, ich wei©¬ es besser¡°, so schienen diese weltlichen Gedanken im Angesicht des Todes von ihm abzufallen.

Er ging nie in den Gottesdienst. Zwar besuchte er öfter die Kirche, die neben meinem Haus steht, aber nur um seinen Sohn zu sehen. An diesem Tag war nun alles anders. Er schob sein Mi©¬trauen und seine weltlichen Gedanken beiseite und hörte mir aufmerksam zu. Nach einer Weile veränderte sich sein Gesichtsausdruck.

„Ich glaube. Ich glaube an Ihn¡°, murmelte er. „Ich danke dir, Jesus. Danke, Jesus. Du hast am Kreuz alle meine Sünden auf deine Schultern geladen. Nun werde ich bald in dein Königreich kommen. Bitte, nimm mich auf!¡° Die Brüder und Schwestern aus meiner Gemeinde, die anwesend waren, bekamen beim Gebet meines Vaters Tränen in die Augen. Als seine Zeit näher zu kommen schien, fuhren wir im Krankenwagen zu unserem Heimatdorf. Am nächsten Tag fragte er mich: „Ich hatte einen friedlichen Schlaf letzte Nacht. Kannst du für mich beten und Lobgesänge anstimmen?¡° Er hatte sich total verändert.

Jedem, wenn er nur sein Herz öffnet und das Evangelium hört, können seine Sünden vergeben werden, und er kann wiedergeboren werden. Jedoch haben heutzutage die meisten Leute nicht die Chance, das richtige Evangelium zu hören. Das macht mich ganz traurig.

Es schien, als ginge es meinem Vater besser, so da©¬ ich wieder nach Hause fuhr. Meine Frau blieb bei meinem Vater, um für ihn zu sorgen. Ein paar Tage später rief sie mich an, ich solle sofort kommen. Ich sprang ins Auto und fuhr hin. Dort angekommen, mu©¬te ich feststellen, da©¬ wohl die letzten Stunden meines Vaters angebrochen waren. Er war umringt von vielen Leuten. Er bat seine Freunde, näher an sein Bett zu treten. Sie hielten seine Hand und weinten.

„Ich werde heute noch im Himmel sein, durch Jesus, an den mein zweiter Sohn glaubt. Ich werde dort Plätze für euch reservieren. Glaubt an Ihn, und wir werden uns wiedersehen.¡°

Dann richtete er das Wort an seine Neffen: „Hört mir zu, meine Neffen. Ich bin durstig, und das Sprechen fällt mir schwer. Aber ich möchte euch folgendes sagen, da ich euch sehr lieb habe. Ich war dabei, als euer Vater leidvoll starb. Euer Onkel ist nach langem Leiden gestorben. Wie wollt ihr sterben? Glaubt an Jesus, an welchen mein zweiter Sohn glaubt. Wenn ihr an Jesus glaubt, werdet ihr nicht ärmer, und wenn ihr nicht glaubt, werdet ihr nicht reicher. Denkt bitte nicht nur an Geld. Glaubt an Jesus.¡°

Nach diesen Worten schlief er ein. Am nächsten Morgen wachte er nicht mehr auf, er war in den Himmel gegangen. Beim Begräbnis betete ich, etwas abseits kniend, und weinte. Meine Tränen hatten zwei verschiedene Ursachen. Zum einen weinte ich, weil ich ein undankbarer Sohn war. Als meine Mutter vor langer Zeit starb, opferte mein Vater sich auf und zog uns fünf Kinder alleine auf. Ich fühlte mich sehr traurig, weil ich ihm immer gerne etwas Gutes getan hätte. Aber meine finanzielle Situation lie©¬ es nicht zu. Zum andern dankte ich Gott für die Rettung meines Vaters.

Meine Lieben, er war niemals in seinem Leben in die Kirche gegangen, noch hatte er in der Bibel gelesen. Nichtsdestotrotz wurde er total verändert, nachdem er das Evangelium empfangen hatte. Ich mu©¬te mich bei Gott so sehr dafür bedanken.

Ich denke sehr oft an meinen Vater: „Vater, ich werde bald zu dir kommen. Gott, ich danke dir, da©¬ du meinen Vater errettet hast.¡°

 

Warum wissen viele Leute nicht, da©¬ es so einfach ist, sich von seinen Sünden freizumachen? Hervorragende Pastoren, überragende religiöse Führer und berühmte Theologie-Doktoren haben ein gro©¬es Wissen. Sie dienen gut in der Gemeinde, helfen armen Leuten und predigen auch sehr gut. Trotzdem kennen sie den Kern des Evangeliums nicht. Sie wissen nur theoretisch, da©¬ Jesus mit Seinem Blut am Kreuz alle unsere Sünden weggewaschen hat. Deshalb gibt es viele Menschen, die noch nicht von den Sünden befreit sind. Es ist sehr schmerzlich für mich, das mit anzusehen. Deshalb bleibt mir nichts anderes übrig, als überall das Evangelium zu verkünden, obwohl ich ein einfacher Mann bin. Ich merke, auch hier in Pusan ist es nicht anders. Ich traf eine Menge Leute hier. Sie sind genauso wie in anderen Städten. Sie leiden immer noch und sind traurig, obwohl sie alles in ihren Kräften stehende versucht haben. Denn sie wissen nicht, wie sie von den Sünden befreit werden können, weil sie das wahre Evangelium nicht kennen.

Ich glaube, wir haben heute Abend auch einige Pastoren unter den Zuhörern. Ich möchte Sie Pastoren etwas fragen: Was predigen Sie von der Kanzel? Obwohl Ihre Predigt das Herz der Menschen bewegt, vermag sie aber nicht, diese Menschen von ihren Sünden zu befreien. Denn was Sie predigen, kann vor Gott nicht bestehen. Was wird mit den Seelen dieser Menschen geschehen, wenn Sie Gottes Wort nicht richtig verkünden? Wie können sie dann von ihren Sünden befreit werden? Wie wollen Sie sich vor Gott dafür verantworten? Heute Abend möchte ich, da©¬ Sie Pastoren mir aufmerksam zuhören: Sie sollen laut vom Blut Jesu Christi verkünden, dem Blut, das Er am Kreuz vergo©¬ und durch welches unsere Sünden weggewaschen wurden, so da©¬ unsere Herzen wei©¬ wie Schnee sind. Nicht nur theoretisch, sondern wirklich! Die Theologie, so wie Sie sie im Seminar gelernt haben, kann keine Seelen retten. Deshalb kann auch Ihre Predigt keine Seelen retten. Ihre Taten können die Leute nicht retten. Sie müssen ihnen das kostbare Blut Jesu Christi vergegenwärtigen, durch welches sie wiedergeboren werden können.

Die Pastoren und Theologiestudenten unter Ihnen sollten mir aufmerksam zuhören: Sie sind verantwortlich für Ihre Schafe! Sie sollten wissen, was Sie predigen. Vielleicht sind Sie, obwohl Sie Pastoren sind, noch nicht wiedergeboren. Dann sollten Sie all die dummen Gedanken an Ehre und Stolz über Bord werfen und noch heute Abend Gott um Ihre Wiedergeburt bitten: „Ich bin ein Sünder, denn  ich habe den Menschen nicht den wahren Weg zur Sündenvergebung gezeigt. Ich habe Sünde in mir, weil ich nur theoretisches Wissen vom Evangelium habe. Bitte rette mich.¡°

So sollten Sie kniend beten. So wie es Gottes mächtige Diener in der christlichen Geschichte immer taten. So wie Martin Luther oder John Wesley, zwei der bekanntesten Gottesdiener. Eines Tages stellten sie fest, da©¬ sie noch nicht von ihren Sünden befreit waren. In der Theorie wu©¬ten sie, da©¬ Jesus all unsere Sünden von uns nahm, ihre Herzen aber waren noch verschlossen. Deshalb waren beide sehr niedergeschlagen. Nachdem sie aber wiedergeboren waren, veränderten sich ihre Predigten, und sie predigten mit neuer Kraft. Sie wu©¬ten nun ganz genau, da©¬ der Heilige Geist in ihnen und ihren Predigten arbeitete.

Heute Nachmittag fuhr ich zur West-Pusan-Kirche, um dort an dem Einweihungsgottesdienst teilzunehmen. Wir fuhren mit sechs Autos. Ich fuhr im ersten, weil ich als einziger den Weg kannte. Ich führte die fünf anderen Fahrzeuge sicher zur Kirche. Warum führte ich? Weil ich schon mal dort gewesen bin. Genauso kann auch nur jemand, der bereits wiedergeboren ist, anderen die Richtung und den Weg zur Wiedergeburt zeigen.

Meine Lieben, unsere Mission ist so wichtig. Wenn Sie wiedergeboren sind, sollen Sie nicht religiös sein, sondern ein lebendiger Christ. An einem Tag im Jahre 1962 wurde ich nach langem Leid von meinen Sünden befreit. Von diesem Tage an verloren alle Dinge dieser Welt für mich an Bedeutung. Ich hatte nur einen Wunsch: „Wie kann ich dieses wertvolle Evangelium wenigstens einem Menschen verkünden?¡°

Überraschenderweise öffnete mir Gott aber Türen, durch die ich viele Menschen erreichen konnte. Viele, denen ich das Evangelium verkündete, nahmen es an. Ich sah ihre Veränderung, nachdem sie das Evangelium annahmen. Halleluja! Das ist ein Geschenk Gottes.

 

Jedesmal schweife ich ungefähr in der Mitte der Predigt vom Thema ab, greife es aber gegen Ende wieder auf. Also la©¬t uns zurückkehren zum vierten Kapitel im ersten Buch Mose. Dieses Kapitel erzählt von Kain und Abel, wie wir wissen. Ich bin sicher, Sie haben davon schon viel in Predigten gehört. Kain, der erste Sohn Adams, war kräftig und in allen Dingen sehr geschickt. Adam war darüber sehr glücklich und sprach: „Ich bekam durch den Herrn einen Sohn.¡° Nach der Geburt Abels war Adam jedoch sehr enttäuscht. Der Name Abel stammt von dem Wort Ebel, was soviel wie „Windhauch¡° bedeutet. Wenn Sie an einem kalten Morgen kräftig ausatmen, sehen Sie den wei©¬en Hauch. Er verschwindet innerhalb weniger Sekunden. Abels Name steht für Vergänglichkeit.

Im alten Korea wurde die Geburt eines Kindes erst nach hundert Tagen, einem Jahr oder gar mehreren Jahren gemeldet. Die Kindersterblichkeit war in jenen Tagen sehr hoch, deshalb wartete man mit der Eintragung ins Familienregister, bis die Kinder herangewachsen und kräftig genug waren. So kam es, da©¬ manche Kinder schon zehn Jahre alt waren, obwohl im Register erst ein Alter von sechs Jahren dokumentiert war. Ich kenne viele solcher Fälle aus meiner Jugend. Heutzutage kommt das nicht mehr vor, aber die älteren unter Ihnen können sich bestimmt daran erinnern und wissen, wovon ich rede.

Adam fragte sich nach Abels Geburt, ob sein Sohn kräftig genug sei zu überleben. Er nannte ihn einfach „Vergänglichkeit¡°, ohne ihm einen richtigen Namen geben zu wollen. Abel war auch später ein schwächlicher Mann - im Gegensatz zu Kain, der sehr kräftig war. Dies sind alles Vermutungen von mir, denn die Bibel sagt uns hierzu nichts Näheres. Kain pflügte mit seiner gro©¬en Kraft den Ackerboden und streute die Saat. Abel, klein und schmächtig, hütete nur ein paar Schafe und lag dabei auf einem sonnigen Plätzchen. Abends kehrte er mit den Schafen wieder heim.

So vergingen einige Jahre. Eines Tages brachte Kain dem Herrn ein Opfer aus den Früchten seines Ackers dar. Auch Abel brachte ein Opfer dar - von den Erstlingen seiner Schafherde und deren Fett. Gott nahm Abels Opfer an, aber Kains Opfer wies Er zurück. Beim Lesen dieses Kapitels dachte ich mir: „Gott, warum tust du das? Das ist nicht fair.¡°

Auch wenn Kains Opfer wirklich nicht in Ordnung gewesen wäre, hätte ich nicht so hart reagiert. Wenn ich Gott wäre, hätte ich zu Kain gesagt:

„Kain, komm zu mir her!¡°

„Herr, was habe ich falsch gemacht?¡°

„Du dummer Junge. Was soll das für ein Opfer sein? Ausnahmsweise werde ich es diesmal annehmen. Aber das nächste Mal mach¡¯ es bitte so, wie ich es verlange!¡°

In der Bibel lesen wir aber, da©¬ Gott nicht tolerant war. Gott wendete Sein Gesicht von Kain ab. Kain wurde darüber sehr ärgerlich.

Meine Lieben, die meisten meinen in ihrem Glauben an Gott, da©¬ Gottes Gedanken die gleichen sind wie die unseren. Aber in Jesaja 55,8 steht: „Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken.¡° Sprechen Sie mir nach: „Unsere Gedanken sind nicht Seine Gedanken.¡°

Wissen Sie, warum Gott 1. Mose 4 schreiben lie©¬? Er wollte uns damit folgendes lehren: „Ich habe bestimmte Regeln festgelegt. Wenn ihr  mich verehrt in der Art wie Abel es tat, werde ich euch und euer Opfer annehmen. Haltet ihr die Regeln aber nicht ein, so will ich weder euer Opfer noch euch selbst annehmen.¡°

Zahllose Menschen geben sich viel Mühe, Gott zu verehren. Die meisten von ihnen reden sich ein, Gott nehme ihre Opfer an, weil sie sich besonders bemüht haben. Ja, manche nimmt Er an, andere aber nicht. Aber was veranla©¬t Gott, nur bestimmte Opfer anzunehmen? Ganz einfach. Opfer in der Art Abels nimmt Er an, solche in der Art Kains aber nicht. Er wird auch Sie nicht annehmen, wenn Sie in der Art Kains opfern. Ich frage die Leute hin und wieder: „Warum nahm Gott Abels Opfer an und wies Kains Opfer zurück?¡° Die meisten antworten: „Abel opferte mit ganzem Herzen, Kain aber nicht.¡° Durch solche Fragen können wir jemandes Glauben erfahren.

Als Beispiel erzähle ich Ihnen jetzt einen Witz: Ich bat die Kinder von Ministern:

„La©¬ mich raten, was für ein Minister dein Vater ist?¡°

„Tuff, tuff, tuff, die Eisenbahn...¡°, sang eines der Kinder.

„Aha, dein Vater ist der Verkehrsminister.¡°

Ein anderes Kind sang: „Old McDonald hat ¡¯ne Farm...¡°

„Aha, dein Vater ist der Landwirtschaftsminister.¡°

Ein weiteres Kind sang: „A b c d e f g ...¡°

„Und dein Vater ist der Bildungsminister.¡°

Das war ein Beispiel, das uns zum Schmunzeln bringt. Es zeigt aber auch, da©¬ man an der Antwort auf eine Frage die Gedanken des Antwortgebers erkennen kann. Derjenige, der das Gefühl hat, seine Bemühungen, Gott zu dienen, sind immer mangelhaft, wird auf die Frage, warum Gott Abels Opfer annahm, antworten: „Weil Abels Bemühungen vollkommen waren, Kains aber nicht.¡°

Ein anderer, der schon viele Sünden begangen hat, wird antworten, da©¬ Abels Opfer angenommen wurde, weil Abel keine Sünde begangen hat, Kain dagegen viele.

Doch diese Antworten entspringen nur ihren eigenen Gedanken. Die Bibel sagt nichts dergleichen. Sie sagt weder, da©¬ Kain nicht mit ganzem Herzen opferte, noch da©¬ Abel sein Opfer mit ganzem Herzen darbrachte.

Meine Lieben, wir sollen nicht aus unseren eigenen Gedanken heraus die Bibel interpretieren! Wer, glauben Sie, kann die Bibel interpretieren? Pastor Park? Nein, mitnichten. Wir sollen die Bibel mit Hilfe der Bibel verstehen. Der Unterschied zwischen Kain und Abel ist nicht die Ehrlichkeit, das Bemühen, die Eifrigkeit. Die Bibel spricht von einem interessanten Unterschied ihrer Opfer. Sie sollen die Bibel nicht oberflächlich lesen. In Jesaja 34,16 steht:

„-Suchet nun im dem Buch des Herrn und lest! - Keines von ihnen wird fehlen. Denn sein Mund gebietet es, und sein Geist bringt sie zusammen.¡°

La©¬t uns nun 1. Mose 4,3-4 aufmerksam lesen. Der Vers sagt: ¡°Es begab sich aber nach etlicher Zeit, da©¬ Kain dem Herrn Opfer brachte von den Früchten des Feldes. Und auch Abel brachte von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Und der Herr sah gnädig an Abel und sein Opfer,¡°.

Welches Opfer brachte Abel dem Herrn dar? Von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett, nicht wahr? An dieser Stelle können wir einen wichtigen Unterschied feststellen: Kain brachte ein Opfer von den Früchten des Feldes. Auf  Abel übertragen, hätte Gott ganz allgemein schreiben müssen, Abel brachte ein Opfer von den Tieren dar, nicht wahr? Und umgekehrt, wenn bei Abel deutlich von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett die Rede ist, hätte Gott bei Kain nicht „Früchte des Feldes¡° sondern ganz konkret z. B. „Kohl oder Mohrrüben¡° schreiben müssen. Aber die Bibel spricht ganz bewu©¬t von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett und den Früchten des Feldes. Wir müssen dieser Tatsache unsere Aufmerksamkeit schenken.

Gott schuf den Menschen aus einer Hand voll Erde. Deshalb bezeichnet die Bibel alle Dinge, die mit dem Menschen zu tun haben, als Acker, Erde, Lehm usw. Prediger 12,6 sagt: „...der Eimer zerschellt an der Quelle...¡°. Der Eimer ist hier ein Gleichnis für unseren Körper. Weiter, 2. Kor 4,7 sagt: „Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gef䩬en,¡°. Auch hier steht das tönerne Gef䩬 für unseren Körper. Demnach sind die Früchte des Feldes alle Dinge aus Menschenhand, mit anderen Worten Dinge, die aus unserem Bemühen und unseren Gedanken entstanden. Gott akzeptiert aber solche Dinge nicht.

Aber warum nahm Er Abels Opfer an? Die Erstlinge der Herde, das bedeutet Jesus Christus, Gottes erster Sohn. Das Fett ist der Heilige Geist. Abel stand also vor Gott mit dem Vertrauen auf Jesus Christus und den Heiligen Geist. Wir können auf zwei Arten opfern: Mit unseren Bemühungen oder mit der Hilfe Jesu. Ganz egal wie gut oder schön das Opfer ist, Gott wird die aus Menschenhand stammenden Opfer zurückweisen.

Gott nahm Abel und auch sein Opfer an, weil Er all jenes annimmt, was von Jesus kommt. Aus diesem Grund konnte Er Kain und sein Opfer nicht annehmen. In 1. Mose 4, 4-5 steht: „Und auch Abel brachte von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Und der Herr sah gnädig an Abel und sein Opfer, aber Kain und sein Opfer sah er nicht gnädig an.¡° Das bedeutet, Gott konnte Kain wegen seines Opfers nicht annehmen, Abel aber nahm Er wegen seines Opfers an.

Das sind wirklich schockierende Worte für die heutige Glaubenswelt. Die meisten Menschen versuchen - in dem Glauben, da©¬ Gott so denkt wie sie - etwas Gutes für Gott zu tun. Aber Gott wird diese Dinge nicht annehmen, egal wie schön und wertvoll sie auch aussehen mögen. Es sei denn, sie kommen von Jesus Christus. Die Gläubigen sollen Gott im Geist und in der Wahrheit anbeten. Das geht nur, wenn Jesus in unserem Herzen ist. Um Jesus in unserem Herzen empfangen zu können, müssen wir wiedergeboren und von unseren Sünden befreit sein. Die Menschen handeln so, wie sie es für gut halten, denn sie verstehen die Bibel nicht. Sie denken, in der Gemeinde dienen, Zungenreden oder Prophezeiungen werden immer von Gott akzeptiert. Solche Dinge können von Gott sein, aber manchmal auch von Satan.

 

Kain opferte mit seinem ganzen Herzen. Trotzdem konnte der Herr die Früchte des Ackers nicht annehmen. Auf uns übertragen hei©¬t das: Gott kann uns und unsere Bemühungen auch nicht annehmen. Erst wenn wir von unseren Sünden befreit sind und Jesus in unserem Herzen haben, wird Gott uns akzeptieren - wegen Jesus Christus. Die religiösen Menschen sind häufig enttäuscht und entmutigt, weil ihre Bemühungen erfolglos sind, da sie dieses wertvolle Geheimnis nicht kennen.

Während der Zeit, in der ich das Evangelium in Gefängnissen verbreitete, stellte ich fest, da©¬ 70 % der Insassen regelm䩬ige Kirchgänger sind. Wie können Gläubige denn Kriminelle sein? Gott akzeptierte ihren Glauben nicht und konnte daher ihre Gebete nicht erhören. Er lie©¬ sie ihren eigenen Weg gehen.

Warum sind Sie häufig entmutigt? Der Herr kann Ihre Gebete, Gottesdienste und Opfer nicht akzeptieren. Au©¬er Sie sind von Ihren Sünden reingewaschen und haben Jesus Christus in sich. Auch wenn jemand voller Gefühl und mit ganzem Herzen am Gottesdienst teilnimmt: wenn er nicht wiedergeboren ist, wird Gott sagen, da©¬ Er diesen Gottesdienst nicht annehmen kann. Ich möchte nochmals betonen: Sie müssen wiedergeboren werden.

 

Wir brauchen Gottesdiener, die die Wahrheit über die Wiedergeburt verkünden. Pharao, der damalige ägyptische König, hatte einen Traum. Sein Traum war sehr wichtig, denn von seiner richtigen Deutung hing das Leben des ganzen Volkes ab. Aber keiner seiner Wahrsager oder weisen Männer konnte diesen Traum deuten. Sie waren perfekt in der Flutbekämpfung des Nils, in politischen Angelegenheiten und in militärischen Strategien. Aber trotz allen Wissens kannten sie nicht die Bedeutung dieses wichtigen Traumes. Genauso ergeht es heutzutage vielen Theologen. Sie wissen sehr gut Bescheid über die religiöse Theorie, auch darüber, wie man anderen Menschen helfen kann und wie man in der Gemeinde Dienst tut, aber sie können nicht sagen, wie wir wiedergeboren werden können und wie uns unsere Sünden vergeben werden. Deshalb leiden noch so viele Menschen unter ihren Sünden.

Meine Lieben, Sie müssen Ihre Augen öffnen. Ich möchte auch, da©¬ Sie Ihre Herzen weit öffnen, um Gottes Wort zu empfangen. Sie sollen offene Augen haben für  Gottes Willen und für Sein wertvolles Geheimnis. Dann werden Sie wiedergeboren und empfangen die Gnade, Gottes Kind zu sein. Der Herr wird Ihr Gebet erhören, wo immer Sie auch sind - im Badezimmer oder beim Spazierengehen. Mit der Wiedergeburt nimmt der Herr Ihr Leben an. Der Heilige Geist wird Ihr Leben leiten. Sind Sie aber nicht wiedergeboren, kann Gott nichts von Ihnen annehmen. Sie werden es sehen, wenn Sie in Sein Königreich gelangen: Viele Menschen werden betrogen, so da©¬ sie überzeugt sind, ihr Glaube sei richtig. Das wichtigste ist aber, das Evangelium zu empfangen, von den Sünden gereinigt zu werden und wiedergeboren zu werden. Dazu müssen Sie einem wahren Diener Gottes begegnen und bei ihm bleiben. Dann werden Sie kräftig im Glauben wachsen, ohne da©¬ Ihr Glaube wieder zerstört wird.

 

Die Erstlinge und ihr Fett, die Abel opferte, bedeutet Jesus Christus. Gott akzeptiert nur Seinen Sohn. Lassen Sie mich ein Beispiel für echte und falsche Versöhnung bringen: Angenommen, ich hätte Pastor Choe - weil ich der Stärkere von uns beiden wäre - geschlagen. Er fiele aufs Gesicht und verlöre einige Zähne. Die anderen Pastoren um uns herum würden daraufhin eingreifen.

„Meine Herren, vergessen Sie nicht, Sie sind Pastoren. Hören Sie auf!¡°

„Vertragen Sie sich doch.¡°

Ich würde darauf sagen: „Okay. La©¬t uns diesen Zwischenfall vergessen und Frieden schlie©¬en.¡° Ich reichte meine Hand zur Versöhnung. Ist das eine Versöhnung? Für mich ja, da ich der Stärkere bin. Aber für Pastor Choe? Auf  keinen Fall. Schlie©¬lich wurde er fürchterlich geschlagen.

„Sie haben mich geschlagen. Ich werde mich dafür revanchieren.¡°

„La©¬ es uns vergessen, Pastor Choe.¡°

Pastor Choe würde angesichts meiner Stärke nichts anders übrig bleiben als zu sagen: „Gut, ich werde es vergessen, Pastor Park.¡° Aber er kann mir nicht wirklich vergeben.

Wahre Versöhnung kommt aus dem Herzen und nicht vom Verstand. Echte Versöhnung geschieht nur, wenn unsere Herzen nicht mehr verhärtet sind. Auch wenn  ich mich bei Pastor Choe tausendmal entschuldige, hei©¬t das noch lange nicht, da©¬ er mir vergibt. Erst wenn er sein Herz öffnet und meine ehrliche Bitte um Vergebung annimmt, hat er sich mit mir versöhnt.

„Herr, vergib mir meine Sünden. Ich glaube, da©¬ du mir meine Sünden vergibst. Amen.¡° So kann man nicht von seinen Sünden gereinigt werden.

„Jesus, komm bitte in mein Herz. Ich öffne mein Herz, um dich zu empfangen.¡° Auch so wird man nicht von seinen Sünden befreit.

Zuerst mu©¬ das Problem zwischen uns und Gott gelöst werden. Dies ist der einzige Weg zur Versöhnung und zum Frieden mit Gott. Selbst wenn Ihr Verstand wei©¬, da©¬ Jesus für Ihre Sünden am Kreuz starb und somit Ihre Sünden von Ihnen genommen wurden, verbleibt eine Mauer zwischen Ihnen und Gott, solange Sie Ihre Herzen verschlossen haben. Sie haben in dieser Konferenz alles über die Sündenvergebung gehört. Aber Sie sollten genau prüfen, ob Sie jetzt wirklich ohne jeden Zweifel von Ihren Sünden befreit sind. Nur Zuhören reicht nicht aus.

 

La©¬t uns annehmen, ich sei Professor für Philosophie, Mathematik oder Germanistik, und Sie sind meine Studenten. Ich könnte Sie unterrichten, selbst wenn ich ein Mörder oder ein Räuber wäre. Sie würden vielleicht sagen: „Er ist ein fähiger Lehrer, obwohl er ein Verbrecher ist.¡° Und Sie würden mein Wissen annehmen. Nun bin ich aber kein Professor, sondern Prediger. Egal wie gut meine Predigt ist, sie wird ohne Leben sein, sobald Sie von mir denken, ich sei ein Bösewicht. Warum? Wissen ist Kopfsache, Glauben ist eine Angelegenheit des Herzens. Mit dem Gedanken, ich sei ein schlechter Mensch, ein Verbrecher, der auf der Stelle vom Blitz erschlagen werden sollte, könnten Sie akzeptieren, da©¬ A + B = C ist. Aber wenn Sie von einem Prediger wissen, da©¬ er ein Betrüger ist, können Sie ihm zwar zuhören, aber nicht seine Predigt in Ihr Herz aufnehmen. Wissen und Glauben sind zwei ganz verschiedene Sachen. Glaube mu©¬ aus Ihrem  Herzen kommen. Dies ist der Weg, wie uns vergeben werden kann und wir gerettet werden. Für den wahren Glauben müssen Sie wahren Dienern Gottes begegnen. Wir brauchen keine Pastoren, die über Moral, Ethik, Philosophie und Gesetze predigen. Wir brauchen Pastoren, die uns sagen können, wie wir von unseren Sünden reingewaschen werden können. Dann haben wir die richtige Verbindung zu Gott. Ich kenne wahre Diener Gottes. Ich wünsche Ihnen, da©¬ es bald viele wahre Diener Gottes in dieser Stadt geben wird. Ich wünsche von ganzem Herzen, da©¬ die Pastoren in allen Gemeinden das Evangelium der Vergebung richtig verkünden und da©¬ viele Seelen dadurch gerettet werden.

Meine Lieben, Gott wies Kains Opfer zurück. Der Herr sagt in Jesaja Kap. 1, Er wird uns nicht annehmen, bis wir durch Jesus wiedergeboren werden.

„Was soll mir die Menge eurer Opfer? spricht der Herr...Wenn ihr kommt, zu erscheinen vor mir - wer fordert denn von euch, da©¬ ihr meinen Vorhof zertretet? Bringt nicht mehr dar so vergebliche Speisopfer! Das Räucherwerk ist mir ein Greuel! ... denn eure Hände sind voll Blut.¡°

Er sagt, wir sollen opfern, beten, am Gottesdienst teilnehmen, nachdem wir von unseren Sünden gereinigt wurden, denn sonst sind unsere Hände noch voller Sünde und Blut. Wir sollen Gott dienen, wie es uns Sein Wort sagt. Wir sollen keine Opfer darbringen nach unseren Vorstellungen.

 

Früher oder später werden wir vor Jesus stehen. Einige von uns mit Freude, andere mit Angst. All denen, die durch diese Konferenz wiedergeboren wurden, möchte ich folgendes sagen:

Erstens: Die Vergebung Ihrer Sünden hat nichts damit zu tun, wie gut Sie Gottes Wort befolgen, wie oft Sie beten, das Evangelium verkünden oder spenden. Sündenvergebung hat nur etwas mit dem Blut Jesu Christi - vergossen am Kreuz - zu tun. Satan aber wei©¬, da©¬ wir nicht perfekt sind und Fehler machen. Er nutzt unsere schwachen Stellen, um uns zu verunsichern. Jedesmal, wenn wir eine Sünde begehen, sagt er: „Siehst du, und du hast gedacht, du wärst gerettet. Von wegen. Du bist nicht wiedergeboren.¡°

So versucht Satan Sie zu täuschen. Sie sollen dann sagen: „Geh weg von mir, Satan. Ich bin gerettet, nicht weil ich gut bin, sondern weil Jesus Christus Sein Blut am Kreuz vergossen hat.¡°

Jesus hat Sie gerettet, nicht weil Sie keine Sünden begangen haben. Er hat Sie gerettet, die Sie in tiefster Sünde gelebt haben. Mit anderen Worten: Ihre Erlösung ist unabhängig von Ihren Taten. La©¬t uns einen Vers in der Bibel aufschlagen: Epheser 3,12, und la©¬t uns gemeinsam lesen.

„durch den wir Freimut und Zugang haben in aller Zuversicht durch den Glauben an ihn.¡°

Steht da etwa: „In Jesus Christus und durch unsere guten Taten haben wir Freimut und Zugang in aller Zuversicht durch den Glauben an Ihn¡°? Nein, mitnichten. Der Zugang zu Gott hat nichts mit unseren Taten zu tun. Niemand kann vor Gott bestehen mit seinen Werken. Sie tun Gutes, manchmal. Aber noch öfter tun Sie Schlechtes. Deshalb gelangen Sie nicht zu Gott, solange Sie sich auf sich selbst verlassen. Der einzige Weg, durch den Sie Freimut und Zugang zu Gott haben, ist das Glauben an das Blut von Jesus Christus. „Lieber Gott, nimm mich an- nicht meinetwegen, sondern wegen Jesus.¡° Wir müssen uns vollkommen auf Jesus verlassen, denn Er ist perfekt - wir nicht.

 

Zweitens: Ich möchte auch, da©¬ Sie wissen, Sie werden nach Ihrer Sündenvergebung Kinder Gottes. Die Welt würdigt Gottes Kinder nicht, aber das mu©¬ Sie nicht entmutigen. Dazu möchte ich Ihnen eine Geschichte erzählen:

Vor langer Zeit lebte im Königreich Korea ein Premierminister. Dieser blieb lange kinderlos - trotz aller Bemühungen. Dann wurde ihm eine Tochter geboren. Er war sehr glücklich über seine Tochter. Sie war sehr niedlich, und mit der Zeit wuchs sie zu einer schönen und intelligenten jungen Dame heran. Sie konnte gut Harfe spielen und dichten. Sein Herz hing sehr an ihr. Zu jenen Zeiten war es aber Brauch, die Töchter früh zu verheiraten. Weil er Premierminister war, gab es viele Bewerber. Er entschied, sie mit dem jüngsten Sohn eines Bürgermeisters in einem kleinen Dorf zu verheiraten. Am Tage der Hochzeit weinte die Tochter des Premierministers, weil sie ihren Vater verlassen mu©¬te.

Damals gab es Gro©¬familien, und sie kam als fünfte Schwiegertochter in ihre neue Familie. Eines Tages, aus Anla©¬ des Geburtstages ihres Schwiegervaters, wurden alle Verwandten - auch die Väter der Schwiegertöchter - zum Feiern eingeladen. Es kam der Vater der ersten Schwiegertochter, es kam der Vater der zweiten Schwiegertochter und so fort. Sie alle reisten mit viel Gefolge an. Die Kolonnen liefen mit Trompete blasenden Soldaten und vielen bunten Bannern ein. Der Premierminister lie©¬ aber noch auf sich warten. Seine Tochter wartete geduldig. Ihre Schwägerinnen freuten sich unterdessen über die Ankunft ihrer Väter. Die Tochter des Premierministers hatte ihren Vater lange Zeit weder gesehen noch gesprochen - es gab damals schlie©¬lich weder Telefon noch Taxis. So war sie sehr gespannt auf den Auftritt ihres Vaters. Als das Fest schon fast vorüber war, hörte sie ihren Vater endlich kommen. Als alle aus dem Haus traten, um ihn zu begrü©¬en, sahen sie ihn auf einem Pony daherkommen, ohne jegliches Gefolge. Seine Tochter wäre ihm am liebsten um den Hals gefallen. Doch die strengen Sitten zu jener Zeit verboten ihr das. So sagte sie schlicht „Hallo¡° und ging wieder an ihre Arbeit. Als das Fest zu Ende war, reiste der Premierminister wieder ab, ohne mit seiner Tochter sprechen zu können - der strengen Sitten wegen. Die anderen Schwiegertöchter begannen nun die Tochter des Premierministers aufzuziehen und lästerten: „Ist dein Vater nicht Premierminister? Warum hat er sich dann so schäbig gekleidet?¡°

Von nun an hatte sie einen noch schwereren Stand in ihrer neuen Familie. Sie wartete ungeduldig auf den nächsten Geburtstag ihres Schwiegervaters, in der Hoffnung, da©¬ ihr Vater sie dann nicht wieder so blamieren würde. Die Zeit verging, dann war es wieder soweit. Die Väter der anderen Schwiegertöchter kamen wieder mit vielen Dienern und viel Getöse. Doch der Premierminister, ganz im Gegensatz zu den anderen Gästen, erschien wieder ohne Gefolge, wieder auf einem Pony reitend. Seine Tochter fühlte sich mies. Sie sprach ihren Vater an:

„Vater, ich möchte dich um etwas bitten.¡°

„Ja, was denn?¡°

„Wenn du das nächste Mal kommst, erscheine bitte standesgem䩬.¡°

„Nun gut, ich werde darüber nachdenken.¡°

Als er ging, war sie sicher, da©¬ beim nächsten Geburtstag alles nach ihren Vorstellungen sein würde. „Ihr werdet sehen. Mein Vater ist nicht weniger als der Premierminister des koreanischen Königreiches. Was sind schon eure Väter im Vergleich zu meinem!¡°

Es schien eine Ewigkeit zu dauern bis zum nächsten Geburtstagsfest. Aber dann war es endlich wieder soweit. Wie üblich, erschienen die anderen Väter bereits einige Tage vor dem Fest mit vielen Dienern, Leibgarden und Trompeten. Der ganze Ort war in Festtagsstimmung. Dann fing es an zu regnen. Der Premierminister war noch immer nicht erschienen. Seine Tochter dachte: „Mein Wunsch geht in Erfüllung. Denn sicherlich braucht er so viel Zeit, um sein Versprechen einzuhalten.¡°

Es dämmerte bereits, als jemand rief: „Der Premierminister kommt!¡°

Enttäuscht erblickte sie ihren Vater, auf einem alten, dürren Pony reitend, bis auf die Haut durchn䩬t. Wieder erschien er in schäbigem Aufzug. Bei diesem Anblick wurde sie ohnmächtig. Die anderen Schwiegertöchter brachten sie schnell in ein Hinterzimmer, wo sie sich erholen sollte. Unterdessen lie©¬ sich der Premierminister im Hauptzimmer nieder und plauderte mit den anderen Gästen, während er sich Gesicht und Haare mit einem Handtuch trockenrieb. Er wunderte sich, da©¬ seine Tochter ihn noch nicht begrü©¬t hatte. Während er mit den anderen sprach, waren seine Gedanken bei seiner Tochter.

Nach einer Weile räusperte er sich - so wie es eine höher gestellte Person tut, wenn sie die Aufmerksamkeit auf sich lenken möchte. Er machte sich Sorgen um seine Tochter und dachte: „Warum zeigt sie sich nicht? Oh je, sagte sie nicht letztes Mal, ich solle standesgem䩬 erscheinen? Ja, warum bat sie mich eigentlich darum?¡°

Er sah in die Runde und fand alle anderen in kostbare Seidengewänder gekleidet. Er räusperte sich nochmals, und sofort wurde es totenstill um ihn herum. „Es ist gegen die Vorschrift, da©¬ ihr euch neben mich setzt.¡°

Kaum hatte er dies ausgesprochen, wichen alle zurück aus dem Hauptzimmer ins Freie und warfen sich vor ihm auf die Knie. Ausgerechnet in diesem Moment prasselte der Regen auf sie hernieder. Die Leute aus dem Dorf versammelten sich vor dem Haus und tuschelten über das Bild, das sie dort sahen. Der Mann, der als einziger auf einem alten, klapprigen Pony angereist war, sa©¬ im Trockenen, während die anderen Würdenträger im Regen vor dem Haus knieten.

In dem Raum, wo sich die Schwiegertöchter aufhielten, kam Unruhe und Hektik auf. „Wie können wir das Problem handhaben? Wo ist unsere jüngere Schwägerin?¡°

„Sie fühlt sich nicht wohl und hat sich hingelegt.¡°

„Ist das wahr? La©¬t uns nachsehen.¡°

Als sie zur Tochter des Premierministers kamen, fanden sie sie im Bett liegend. „Oh mein Gott, wie geht es dir? Bringt ihr Honigtee!¡° Sie bemühten sich sehr, um ihr Wohlwollen zu erlangen. „Warum hast du dich nicht früher gemeldet? Wir haben ein schlechtes Gewissen, weil wir dich so viel haben arbeiten lassen.¡°

Die Tochter des Premierministers wu©¬te gar nicht, wie ihr geschah! Sie sagte, sie fühle sich wieder besser, und eilte hinaus, um wieder an ihre Arbeit zu gehen. Da erblickte sie ihren Vater und die vor ihm im Regen knienden Väter ihrer Schwägerinnen, und in ihr stieg ein Gefühl des Triumphes und innerer Befriedigung auf. Aber als ob sie nichts gesehen hätte, ging sie weiter in die Küche, um zu arbeiten.

Eine der Schwägerinnen kam mit Tränen in den Augen zu ihr gelaufen. „Mein Vater hat empfindliche Bronchien, er erkältet sich sehr leicht. Er kann nicht lange drau©¬en im Regen bleiben.¡°

Eine andere kam und bat: „Schwester, mein Vater leidet schon seit langem an einer Nervenentzündung.¡°

Auch die restlichen Schwägerinnen standen nun bei ihr Schlange, um sie zu sprechen.

„Nun gut, nun gut. Macht euch keine Sorgen. Ich werde mit meinem Vater sprechen.¡°

„Wir wären dir wirklich sehr dankbar dafür.¡°

Sie richtete ihre Kleidung zurecht und ging also zu ihrem Vater. Sie machte vor ihm eine tiefe Verbeugung und sprach: „Wie war deine Reise, Vater? Wie geht es dir und Mutter?¡°

„Danke, gut. Es geht uns ganz gut.¡°

Der Premierminister wu©¬te, da©¬ seine Tochter jetzt mit ihm zufrieden war, da sie herauskam, um ihn zu begrü©¬en. Er wu©¬te auch, was sie als nächstes sagen würde. Bevor sie ansetzen konnte zum Sprechen, sagte er: „Ich wünschte, wir könnten mehr Zeit miteinander verbringen. Aber wir haben strenge Regeln zu befolgen. Geh nun zurück an deine Arbeit.¡°

„Aber ... Vater!¡°

„Sagte ich nicht, du sollst an die Arbeit gehen?¡°

„Vater, die Väter meiner Schwägerinnen knien immer noch drau©¬en im Regen!¡°

Der Premierminister blickte zu ihnen hinüber. „Meine Herren, ihr seid drau©¬en im Regen. Warum kommt ihr nicht herein?¡°

„Wir wissen nicht, wie wir Ihnen danken sollen, Eure Exzellenz.¡°

 

Ja, selbst die Tochter eines Premierministers hat Macht. Wir aber sind die Kinder Gottes, welcher das Universum erschuf. Wir müssen uns nicht beklagen, da©¬ die Welt uns nicht achtet. Was würde mit dieser Welt geschehen, wenn unser Vater ein Machtwort sprechen würde? Meine Lieben, ich bin ein einfacher, ganz normaler Mensch. Und doch bin ich ein Prinz, ein Kind Gottes, ein Diener Gottes. Im Vergleich zu der Tochter des Premierministers habe ich als Kind Gottes viel mehr Macht. Aber die Welt achtet mich trotzdem nicht. Als ich hier in Pusan eintraf, wurde ich weder vom Bürgermeister noch vom Polizeichef begrü©¬t. Ich habe nicht im Rathaus angerufen, um zu fragen: „Warum seid ihr nicht zum Bahnhof gekommen, um den Diener Gottes zu empfangen?¡° Schlie©¬lich wollte ich ja nicht in die Psychiatrie eingewiesen werden. Selbst wenn die Welt uns verachtet, sollten wir uns nicht einschüchtern lassen. Unsere Sünden sind uns vergeben, wir sind wiedergeboren und Kinder Gottes durch das kostbare Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes.

Was ist das Problem dabei, wenn Sie arm sind oder verachtet und beleidigt werden? Sie sollen wissen, der Stärkere sollte dem Schwächeren gegenüber Rücksicht nehmen. Wir sind stärker als die anderen auf dieser Welt, verstehen Sie? Unser Vater sieht über Kleinigkeiten hinweg. Sollte man uns aber ernstlich bedrohen,  wird Er sich bemerkbar machen. Was wird geschehen, wenn Gott zu ihnen sagt wie der Premierminister in meiner Geschichte: „Das ist gegen die Vorschriften.¡°?

 

Meine Lieben, wir sind von Gott gesegnet! Es ist wunderbar, da©¬ wir, obwohl wir noch in dieser Welt leben, seine Kinder werden konnten, ja sogar einige seine Diener. Aber wissen Sie, wieviel wunderbarer es im Himmel ist, dort wo wir alle bald sein werden? Wir können es uns alle nicht vorstellen. Jedenfalls gab uns der Herr Seinen Segen. Ich lobe den Herrn. Jesus liebt uns so sehr, da©¬ Er für uns am Kreuz litt und Sein Blut gab.

 

Die Liebe meines Herrn ist

weiter als der Ozean,

höher als der Himmel

und tiefer als das Meer.

Obwohl ich einfach bin,

bin ich doch Sein Kind.

Für immer habe ich dich lieb,

sagt der Herr.

 

Meine Lieben, ob wir ein gro©¬es Haus und viel Vermögen besitzen oder nicht, hat keine Bedeutung; denn wir sind nicht mehr Bürger dieser Welt. All unser Schatz liegt im Himmel. Wenn Ihre Sünden vergeben worden sind, kommen Sie ohne eigene Verdienste in den Himmel.

Meine Lieben, ich wünsche, da©¬ Sie von Ihren Sünden reingewaschen werden und ein neues Leben führen nach Ihrer Wiedergeburt durch Jesus Christus. Ich danke Gott, da©¬ Er mir durch diese Konferenz Gelegenheit gab, Sein Wort zu verkünden. Um so trauriger bin ich, da©¬ diese Konferenz nun zu Ende ist. Aber ich bin sicher, da©¬ der Herr immer mit euch wiedergeborenen Christen ist. Ich möchte, da©¬ Sie sich jede Minute und jede Sekunde auf Gott verlassen.

Senken Sie jetzt bitte Ihren Kopf und schlie©¬en die Augen. Ich möchte beten. Ich schlie©¬e die Predigt etwas früher als geplant, um noch Zeit für die zu haben, die immer noch mit seelischen Problemen beladen sind. Sollten Sie noch Fragen haben oder etwas nicht verstanden haben, so scheuen Sie sich nicht, einen der umstehenden Gottesdiener anzusprechen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Geheimnis der Sündenvergebung und der Wiedergeburt Nr. 9

 

Kain und Abel

 

 

 

 

 

 

von Ock Soo Park

 

 

 

Good News Publishing House

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieses Büchlein ist ein Kapitel aus Pastor Parks Buch: „Das Geheimnis der Sündenvergebung und der Wiedergeburt¡°. Aus Gründen der leichteren Veröffentlichung und Verbreitung wurde jedes Kapitel als ein eigenes Büchlein herausgegeben. Wie Sie beim Lesen feststellen werden, basiert das Buch auf einer Mitschrift seiner Predigt bei einer Evangelisation in Korea.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Auflage 1997

Herausgeber: Wook Yong Kim

Autor: Pastor Ock Soo Park

Die Bibeltexte sind mehrheitlich der Lutherbibel mit dem revidierten Text

von 1964 (Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart) entnommen.

 

 

 

 

 

 

1997 Good News Publishing House

C. P. O. Box 2237, Seoul, 100 622 Korea

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Alle Rechte vorbehalten

Printed in Korea

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Geheimnis der Sündenvergebung und der Wiedergeburt Nr. 9

 

Kain und Abel

 

 

 

 

 

 

von Ock Soo Park

 

 

 

Good News Publishing House

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gute Nachricht Mission

Die „Gute Nachricht Mission¡° ist eine Organisation, die das Evangelium verkündigt. Mit dem Evangelium will sie Ihnen helfen, die Vergebung der Sünden zu finden und wiedergeboren zu werden, um Sie auf diesem Weg zu einem neuen Leben zu führen. Die Arbeit unserer Mission besteht in: Veranstaltungen zum Evangelium in gro©¬en Städten, Veröffentlichungen von Predigtbüchern, Broschüren und einem monatlichen Magazin mit dem Titel „The Good News¡°, die Vertreibung von Predigtkassetten und Videos, Konferenzen, die Ausbildung und Entsendung von Missionaren sowohl in Korea als auch nach Übersee.

 

 

Wenn Sie Anmerkungen oder Fragen haben, können Sie uns unter den unten angegebenen Adressen erreichen:

 

Seoul: Good News Mission , Room 508, Jinyang Arcade,

120-3 Choongmoo-ro 4-ga, Joong-gu, Seoul, Korea

Tel. (02) 274 8857, 485 1559

 

Rhein/ Hessen/Pfalz:

Beethovenstr. 18, 67258 Hessheim, Germany

Tel. (06233) 70739  Fax 72594

 

Göttingen:

Postfach 2001, 37010 Göttingen, Germany

Tel. & Fax (0551) 93056

 

Poland:

ul. Mikolajczyka 18m. 33, 03984 Warsaw, Poland

Tel. 48-22-671-3908

 

Hungary:

Hungary, 1068 Budapest, Kiraly u. 82, ¨ö em. 5

Tel. 36-1-352-2881

 

New York:

NY Peniel Baptist Church

35-56 159St. Flushing, NY 11358, U.S.A.

Tel. 1-718-358-3712 Fax 939-1821

 

 

 

 

 

 

 

 

Pastor Ock Soo Park wurde im Jahr 1962 neugeboren. Er hat schon vielen Menschen, u. a. auch Soldaten, Aussätzigen und Gefangenen das Evangelium gepredigt und sie zu unserem Herrn, Jesus Christus, geführt. Zur Zeit ist er Pastor an der Hanbat Central Church in Korea. Er leitet 200 Pastoren und Missionare der Good News Mission.

 

 

 

Allein durch Jesu Werke

 

 

 

Was auch immer wir Gutes getan haben, wir können vor Gott nie gerecht werden. Allein durch Jesus Christus können wir Gerechte werden, nicht durch unsere Werke. Gott erklärte ausdrücklich, da©¬ Er nicht auf unsere Werke sehen werde, aber da©¬ Er Jesus Christus annehmen wird. „Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme.¡° (Eph 2,8-9)

 

215 Seiten

Eine einfache Erklärung des Heils und dessen Früchte von einem der grö©¬ten Evangelisten in Korea