Das Geheimnis der Sündenvergebung und
der Wiedergeburt Nr. 7
Der Mann, der unter die
Räuber fiel
Pastor Ock-Soo Park
Guten Abend, meine Lieben! Sie alle haben dem Zeugnis
und dem Singen Beifall gespendet, warum nicht auch dem Prediger? War nur ein
Witz... Trotzdem vielen Dank! Lassen Sie mich nun aus der Bibel lesen, bei
Lukas, Kapitel 10, ab Vers 25, im Neuen Testament.
¡°Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muss ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe? Er aber sprach zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du? Er antwortete und sprach: ¡°Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst.¡± Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tu das, so wirst du leben. Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: Wer ist denn mein Nächster? Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab nach Jericho und fiel unter die Räuber; die zogen ihn aus und schlugen ihn und machten sich davon und lie©¬en ihn halbtot liegen. Es traf sich aber, dass ein Priester dieselbe Stra©¬e hinabzog; und als er ihn sah, ging er vorüber. Desgleichen auch ein Levit: als er zu der Stelle kam und ihn sah, ging er vorüber. Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam dahin; und als er ihn sah, jammerte er ihn; und er ging zu ihm, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie ihm, hob ihn auf sein Tier und brachte ihn in eine Herberge und pflegte ihn. Am nächsten Tag zog er zwei Silbergroschen heraus, gab sie dem Wirt und sprach: Pflege ihn; und wenn du mehr ausgibst, will ich dir¡¯s bezahlen, wenn ich wiederkomme. Wer von diesen dreien, meinst du, ist der Nächste gewesen dem, der unter die Räuber gefallen war? Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat. Da sprach Jesus zu ihm: So geh hin und tu desgleichen!¡±
Ich habe bis Vers 37 gelesen.
Meine Lieben, heute Morgen haben wir anhand der Bibel
ausführlich darüber gesprochen, wie unsere Sünden auf Jesus übertragen wurden.
Tatsächlich macht die Sünde ja nicht unsere Schultern schwer, sondern unser
Herz. Die Sünde verletzt unser Herz, ehe sie unseren Körper krank macht. Deshalb
haben viele, die die Sündenvergebung bekommen haben und von der Last der Sünde
befreit worden sind, Zeugnis davon abgelegt, dass ihre körperlichen Probleme
nach ihrer Rettung spontan verschwunden sind. Ein Arzt hat gesagt, dass 437
Krankheiten automatisch geheilt werden, sobald der Kranke von der Last seiner
Sünde befreit ist. Ich merke auch, dass die meisten Krankheiten in der Seele
entstehen. Wenn ich mir um irgend etwas Sorgen mache, habe ich Schwierigkeiten
mit der Verdauung, und mir vergeht der Appetit. Wenn ich aber sorglos und von
Herzen froh bin, habe ich kein Problem mit der Verdauung, egal was ich
esse.
Nun, meine Lieben, wir wissen alle, dass die Befreiung
von der Sünde gut ist, aber manche Leute wissen nicht, wie sie dazu kommen
sollen. Deshalb führen sie ein ruheloses Glaubensleben, indem sie vom Baum der
Sünden eine Frucht nach der anderen pflücken. Bäume, auf denen Äpfel, Datteln
oder Pfirsiche wachsen, tragen einmal im Jahr Früchte, und wenn wir sie alle
gepflückt haben, sind keine mehr da. Der Sündenbaum dagegen trägt leider zu
jeder Zeit seine Früchte, nicht wahr? Er trägt Früchte während wir essen,
schlafen, aufwachen, laufen ... Die meisten Leute verbringen viel Zeit damit,
die Früchte vom Sündenbaum zu holen. Aber selbst wenn sie ununterbrochen
pflücken, gibt es kein Ende. Deshalb können die Menschen nicht ein einziges Mal
mit Mut, Freude und Frieden vor Gott stehen. Das ist der Zustand vieler
Menschen. Unser Herr hat nicht versucht, die Sündenfrüchte, d. h. das Tun der
Sünden, was das Resultat der Sünde ist, zu beseitigen, sondern Er hat den ganzen
Sündenbaum ausgerissen. Das hei©¬t, Er hat die Sünde in unserem Herzen vollkommen
ausgemerzt.
Am ersten Abend habe ich Ihnen erklärt, dass die Sünde
etwas anderes ist als die Sünden, die das Ergebnis der Sünde sind. Eine
Erkältung unterscheidet sich von einem Schnupfen, und eine Erkältung ist auch
kein Husten. Natürlich verursacht eine Erkältung Husten, Schnupfen und
Heiserkeit, aber für sich genommen sind das noch keine Erkältungen. Wir stehlen,
lügen und hassen. Alle, die Sünde haben, tun solche Dinge. Stehlen an sich ist
nicht Sünde, es ist eine Folge der Sünde. Stehlen gehört zu den Sünden. Weil die
Sünde in unserem Herzen uns immer zum Sündigen bringt, habe ich Ihnen heute
Morgen erzählt, wie all unsere Sünde vollständig auf Jesus Christus übertragen
worden ist. Ich wollte eigentlich jetzt weiter über dieses Thema erzählen, aber
das werde ich nächstes Mal tun, weil ich jetzt erst noch etwas anderes erklären
will.
Wie kann unsere Rettung geschehen? Wie können wir in den
Himmel kommen? Wie können wir für immer von der Sünde befreit werden? Wie können
wir mutig vor Gott stehen wie Adam und Eva vor dem Sündenfall? Meine Lieben, wir
denken, dass das völlig unmöglich ist. Gott ist jedoch so mächtig und kennt so
viele Möglichkeiten, dass Er uns schmutzige, schlechte Menschen ganz und gar
verändern kann. Ich werde es anhand von Lukas 10 konkret erklären.
Vor langer Zeit lebte ein junger Mann, der im Londoner
Hafen seinen Lebensunterhalt
verdiente. Er lebte in so ärmlichen Verhältnissen, dass er nicht
heiratete, er hatte keine Familie, nicht einmal eine Liebste. Er verdiente nur
ein paar Pfennige am Tag, die nur für einen Bissen Brot reichten, so dass er
nicht einmal ein eigenes Bett hatte und sich immer irgendwo einen Schlafplatz
suchen musste. Er arbeitete schwer, lud die Fracht der Schiffe ein und aus, die
von England in die Vereinigten Staaten und zurück fuhren. Viele der Passagiere
erzählten ihm, dass er in Amerika viel verdienen und in Wohlstand leben könne.
Dadurch bekam er folgenden Gedanken: ¡®Obwohl ich hier schwer arbeite, reicht es
immer nur für¡¯s tägliche Brot. Deshalb will ich nach Amerika gehen und viel Geld
verdienen.¡¯
Von diesem Tag an sparte er sein Geld, um eine Fahrkarte
nach Amerika zu kaufen. Das gesparte Geld bewahrte er tief in seiner Hosentasche
auf, und wenn er Zeit hatte, holte er es heraus und zählte es. Nach einiger Zeit
hatte er gerade genug für eine Fahrkarte beisammen, jedoch nichts mehr für Essen
und andere Dinge, die er während der Überfahrt und bei der Ankunft in Amerika
brauchen würde. Er beschloss, gleich ein Ticket zu kaufen, weil er nicht auf das
nächste Schiff warten wollte, das erst einen Monat später fahren würde. Er
dachte: ¡®Ich werde schon nicht verhungern, selbst wenn ich die ganze Woche
nichts esse. Wenn ich drüben ankomme, kann ich ja gleich Geld
verdienen.¡¯
Bald stach das Schiff von London aus in See Richtung
USA. Die Passagiere trafen sich an Deck und sprachen über das neue Land, zu dem
sie aufgebrochen waren. Der junge Mann nahm auch am Gespräch teil. Während sie
sich unterhielten, hörten sie die Glocke. Sie gingen zum Mittagessen in die
Cafeteria. Der junge Mann konnte nicht mitgehen, denn seine Taschen waren leer.
Die Leute um ihn herum fragten ihn: ¡°Lasst uns essen gehen, junger
Mann!¡±
¡°Das Frühstück liegt mir noch schwer im Magen, deshalb
will ich das Mittagessen auslassen.¡±
¡°Aber essen Sie doch wenigstens ein
bisschen!¡±
¡°Nein, es ist schon so in
Ordnung!¡±
¡°Gut, dann lassen Sie es aus!¡±
Nach dem Essen sagten die Leute: ¡°Das Essen hier ist
wirklich gut.¡±
Der junge Mann hatte Schmerzen vor Hunger. Aber er sagte
zu sich: ¡®Die paar Tage Leiden sind es wert.¡¯ Am Abend ertönte wieder die Glocke
für das Abendessen.
¡°Junger Mann, Sie müssen hungrig sein. Ich wei©¬, dass
Sie das Mittagessen versäumt haben. Kommen Sie, wir gehen zu
Tisch.¡±
¡°Es ist schon gut, manchmal esse ich tagelang
nichts.¡±
¡°Aber Sie müssen doch etwas essen, Ihrer Gesundheit
zuliebe.¡±
¡°Machen Sie sich keine Sorgen.¡±
Alle anderen gingen zum Essen, nur er nicht.
Jedesmal, wenn nach Gesprächen und Zeitvertreib die
Mahlzeiten kamen, wurde der junge Mann mürrisch. ¡°Gehen Sie
nur.¡±
¡°Junger Mann, warum laufen Sie schon wieder
davon?¡±
¡°Was geht Sie das an, das ist meine Sache!¡± Er war
sauer. Die Passagiere merkten, dass er bei jeder Mahlzeit komischer wurde,
deshalb redete allmählich niemand mehr mit ihm. Er war seit zwei Tagen ohne
Essen, seit drei Tagen ,...seit fünf Tagen. Er war nahe am Verhungern. Er
tröstete sich damit, dass er nur noch zwei Tage durchhalten musste, bevor er die
Vereinigten Staaten erreichen würde. Am sechsten Tag kam vom Kapitän eine
Durchsage: ¡°An alle Passagiere. Zu meinem gro©¬en Bedauern muss ich Ihnen
mitteilen, dass wir wegen eines Unwetters weitere fünf Tage benötigen werden, um
unser Ziel zu erreichen.¡± Bei dieser Ansage wurde ihm schwindelig. Er dachte: ¡®Zwei Tage ohne
Essen könnte ich noch aushalten, aber keine fünf. Ich werde
sterben.¡¯
Schlie©¬lich fasste er einen
Entschluss: ¡®Ich werde sowieso sterben. Da ist es besser, wenn ich vorher noch
etwas esse. Ich werde einfach anfangen zu essen, und wenn sie nach meinem Geld
fragen, kann ich immer noch spülen oder waschen.¡¯ Er kam in die Cafeteria, als
alle anderen schon fast fertig waren mit dem Essen.
¡°Was möchten Sie essen?¡± fragte eine Kellnerin. Er
bestellte eine riesige Portion, die für 5 Personen gereicht hätte, mit folgendem
Gedanken: ¡®Ich muss sowieso sterben, also will ich mich noch einmal richtig
sattessen.¡¯
¡°Für wieviele Personen?¡±
¡°Kümmern Sie sich nicht darum. Bringen Sie mir einfach,
was ich bestellt habe.¡±
Endlich brachte die Kellnerin das Essen. Er nahm sich
nicht die Zeit zu schmecken, ob das Essen salzig, sü©¬ oder scharf war. Er
stopfte sich den Bauch so voll er konnte, Teller für Teller, bis es ihm beinahe
zum Hals heraus kam. Als er endlich satt war, fing er wieder an, sich um die
Bezahlung zu sorgen.
¡®Sie werden verlangen, dass ich das Essen bezahle. Was
werden sie mit mir machen, wenn ich ihnen sage, dass ich pleite bin?¡¯ Er zögerte
und zögerte. Alle Kellnerinnen waren schon gegangen, nur eine stand noch hinter
ihm, um abzuservieren. Schlie©¬lich sagte der junge Mann: ¡°Bringen Sie mir die
Rechnung.¡±
¡°Wie bitte?¡± fragte sie.
¡°Ich sagte: die Rechnung. Was macht
das?¡±
¡°Essen Sie zum ersten Mal hier?¡±
¡°Das geht Sie nichts an. Bringen Sie mir einfach die
Rechnung.¡± Er war ganz fest entschlossen.
¡°Ich frage Sie, ob Sie zum ersten Mal hier essen.¡±
¡°Das brauchen Sie nicht zu wissen, ich möchte nur die
Rechnung.¡±
¡°Wir berechnen die Verpflegung nicht auf diesem
Schiff.¡±
¡°Oh mein Gott! Was haben Sie gesagt?¡±
¡°Das Essen ist im Fahrpreis
enthalten.¡±
¡°Wenn ich das gewu©¬t hätte, hätte ich in den letzten
fünf Tagen kein einziges Essen verpasst...¡±
Wir können uns vorstellen, wie ihn eine ohnmächtige Wut
überkam, weil er durch seine Unwissenheit fünf Tage lang gehungert hatte. Nun,
meine Lieben, diese Wut ist nichts, verglichen mit dem, was einer empfinden
muss, der in die Hölle kommt.
Wissen Sie, warum man in die Hölle kommt? Kommt man in
die Hölle, weil man viel gesündigt hat? Nein, sondern weil man Gottes Wort nicht
verstanden hat. Der junge Mann wäre fast verhungert, nur weil er eine einfache
Tatsache nicht wusste, nämlich dass das Essen bereits im Fahrpreis enthalten
war. Wenn das Schiff nicht in den Sturm geraten wäre, wäre er vielleicht
wirklich verhungert und hätte Amerika nie erreicht.
Meine Lieben, wenn wir in die Hölle kommen, dann nur,
weil wir Gottes Willen nicht verstanden haben. Kaufen Mütter nicht Windeln für
die Babys, die sie zur Welt bringen werden, weil sie genau wissen, dass die
Babys klein und gro©¬ machen? Genauso hat Gott für uns alles perfekt vorbereitet,
weil Er wei©¬, dass wir schlecht und schmutzig sind und dass wir Sünden begehen.
Diejenigen, die nicht wissen, was Gott für uns Sünder vorbereitet hat,
versuchen, alles aus eigener Kraft zu tun anstatt auf das zu vertrauen, was Gott vorbereitet
hat.
Eines Tages sagte eine Mutter zu ihrem Sohn: ¡°Komm bitte
gleich nach der Schule nach Hause.¡±
¡°Warum, Mami?¡±
¡°Ich muss dann gleich weg.¡±
¡°Okay. Ich werde gleich nach Hause kommen.¡± Der Junge
verga©¬ sein Versprechen und kam später nach Hause, weil er noch Fu©¬ball gespielt
hatte. Die Mutter hatte das Haus verlassen, da sie nicht länger warten konnte.
Natürlich stellte sie ihm etwas zu essen in den Schrank, bevor sie ging. Weil
der Sohn das nicht wusste, machte er sich selbst etwas zu essen. Genauso möchten viele Menschen selbst
etwas tun, wenn sie das Geheimnis von Gottes Vorbereitungen für sie nicht
kennen.
Der Schriftgelehrte in Lukas 10, von dem wir heute Abend
gelesen haben, ist genau so ein Mensch. Lassen Sie uns gemeinsam Lukas 10, Vers
25 lesen: ¡°Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn und
sprach: Meister, was muss ich tun, dass ich das ewige Leben
ererbe?¡±
Meine Lieben, hören Sie genau hin! Die Frage des
Schriftgelehrten: ¡°Was muss ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe?¡±
enthält eine sehr tiefe Bedeutung. Dieser Schriftgelehrte meinte, dass er
selbst etwas tun müsse, um die Rettung und das ewige Leben zu bekommen. Deshalb
hat er sich sehr bemüht, das Gesetz zu halten. Hat er aber das ewige Leben
empfangen? Leider konnte er es nicht erreichen entgegen all seinen Erwartungen.
Also kam er zu Jesus und fragte: ¡°Was muss ich tun, um das ewige Leben zu
ererben?¡± Was war die Antwort Jesu auf seine Frage? In Vers 26 sagt Jesus zu
ihm: ¡°Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du?¡± Dieser Vers ist sehr
wichtig. Fragte er nur: ¡°Was steht geschrieben?¡±? Nein, Er stellte zwei Fragen:
¡°Was steht im Gesetz geschrieben?¡± und ¡°Was liest du?¡±
Wenn Sie, meine Lieben, etwas genauer in der Bibel
lesen, können Sie verborgene geistliche Geheimnisse finden. In dieser Frage Jesu
ist die Bedeutung enthalten, dass das Gesetz auf verschiedene Arten gelesen und
verstanden werden kann, abhängig von der Person. Was steht nun im Gesetz
geschrieben? ¡°Du sollst nicht töten¡±, ¡°Du sollst nicht ehebrechen¡±, ¡°Du sollst
nicht stehlen¡±, ¡°Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten¡±
usw. Es ist wahr, so steht es geschrieben. Aber es ist ein Problem, wie man das
Gesetz liest, mit anderen Worten: wie man es annimmt. Jesus fragte den
Schriftgelehrten: ¡°Was liest du darin? Wie nimmst du das
an?¡±
Nun, meine Lieben, die meisten Kirchgänger wissen, was
in dem Gesetz steht, aber sie haben alle Probleme damit, es anzunehmen. Wissen
Sie, was ich meine? Heute Abend möchte ich Sie fragen: Im Gesetzestext steht
doch folgendes geschrieben, nicht wahr? ¡°Du sollst nicht töten¡±, ¡°Du sollst
nicht ehebrechen¡±, ¡°Du sollst nicht stehlen¡±... Wie nehmen Sie das an? Es gibt
zwei Arten von Menschen. Die einen bemühen sich, das Gesetz zu halten, weil sie
denken: ¡®Weil Gott befohlen hat, nicht zu stehlen, will ich nicht stehlen, mit
dem Lügen ist es genauso.¡¯ So nehmen sie das Gesetz an. Die anderen dagegen
erkennen, dass sie es nicht schaffen, nachdem sie versucht haben, nicht zu
stehlen, zu hassen, zu lügen, die Ehe zu brechen oder zu töten. Deshalb ergeben
sie sich Gott mit der wei©¬en Fahne in der Hand, indem sie sagen: ¡°Gott, ich kann
es niemals schaffen, tu Du es, ich habe keine Kraft!¡± Das sind die beiden
Möglichkeiten, das Gesetz zu verstehen.
Die koreanische Boxmannschaft hat in diesen Asiatischen
Wettspielen viele Goldmedaillen gewonnen. Bei einem Boxkampf schlagen sich zwei
Personen in einem kleinen Boxring. Der Stärkere schlägt den Schwächeren ohne
Mitleid ins Gesicht, in die Seite und in den Magen. Wenn es der Schwächere nicht
mehr aushält und zu Boden geht, kann das für ihn der friedlichste Moment sein,
meinen Sie nicht? Wenn er einmal am Boden liegt, regnen keine Schläge mehr auf
ihn ein, und er kann nur noch hören, wie der Ringrichter ihn auszählt. Wir
können uns vorstellen, wie erleichternd das ist. Natürlich sollten wir bei einem
Boxkampf gewinnen, aber im Kampf mit Gott sollten wir so früh wie möglich
niedergeschlagen werden, verstehen Sie? Je mehr wir uns wehren, desto mehr
leiden wir. Wir müssen wirklich schnell das Handtuch werfen. Diejenigen, die
nicht nur oberflächlich in die Kirche gehen, sondern auch von ganzem Herzen
glauben wollen, sagen einstimmig, dass sie, je fester sie sich vornehmen, nicht
zu sündigen, es um so mehr tun. Erfahrene Leute wissen, wovon ich rede. Viele
von Ihnen haben Erfahrung mit dem Rauchen, nicht wahr? Heben Sie die Hand, wenn
Sie schon einmal eine Zigarette geraucht haben. Ich habe es auch schon probiert.
Ich bin sicher, dass jeder Raucher schon einmal versucht hat, aufzuhören. Meine
Lieben, heute ist der 9. Oktober. Nehmen wir einmal an, ich fasse den Entschlu©¬,
ab 10. Oktober, 0.00 Uhr, damit aufzuhören. Was glauben Sie, wie es mir heute
ergeht? Ich werde heute zwei Päckchen rauchen, wenn ich sonst eins rauche. Ist
es nicht so? Erfahrene Raucher werden mir zustimmen.
Meine Lieben, hören Sie gut zu! Ich werde mein Notizbuch
hier liegen lassen und für eine kurze Zeit weggehen. Sie werden sicherlich gar
nicht daran denken, darin zu lesen, sondern weiter arbeiten, ohne es auch nur
eines Blickes zu würdigen, nicht wahr? Aber was wäre, wenn ich Sie, bevor ich
hinausgehe, mit allem Ernst darum bäte: ¡°Sie können auf diese Bühne kommen oder
tun, was immer Sie wollen, aber bitte schauen Sie nicht in mein Notizbuch, denn
sonst wird etwas Schlimmes passieren. Bringen Sie das fertig? Ich flehe Sie an,
machen Sie es bitte auf keinen Fall auf!¡± Meine Lieben, wenn ich gar nichts
gesagt hätte, hätten Sie gar keine Lust, das Buch aufzuschlagen, aber nun werden
Sie den Drang verspüren, hineinzusehen, nur weil ich Sie wiederholt gebeten
habe, genau das nicht zu tun, nicht wahr?
Vor langer, langer Zeit gab es einen Lehrer an einer
kleinen Schule in Korea. Mitten in der Stunde nahm er etwas aus seinem Schrank
und a©¬ es. Seine Schüler fragten: ¡°Was ist das, Herr
Lehrer?¡±
¡°Kinder, es sind getrocknete
Datteln.¡±
¡°Was sind getrocknete Datteln?¡±
¡°Wenn ihr Kinder davon e©¬t, werdet ihr daran
sterben.¡±
Eines Tages war der Lehrer nicht da, nur die Kinder
waren im Raum. Sie sprachen über getrocknete Datteln: ¡°Was zum Kuckuck sind
diese getrockneten Datteln? Sie sind gut für Erwachsene, aber giftig für Kinder?
Da stimmt doch was nicht. Wir sollten es einfach mal ausprobieren.¡± Schlie©¬lich
nahm ein mutiger Junge ein Stück und bi©¬ hinein. Es brachte ihn nicht um, im
Gegenteil: Es schmeckte traumhaft! Er a©¬ alles auf, was er in der Hand hatte,
aber er starb nicht daran. Er überredete seine Klassenkameraden, mitzuessen.
¡°Kommt schon, la©¬t uns alle davon essen, la©¬t uns alle zusammen diese Sünde
begehen!¡± Die Kinder sa©¬en im Kreis und a©¬en alle getrockneten Datteln des
Lehrers auf. Nachdem sie alles gegessen hatten, fürchteten sie sich davor, von
dem strengen Lehrer bestraft zu werden. Sie berieten, wie sie dieses gro©¬e
Problem lösen könnten. Schlie©¬lich hatte ein kluger Junge eine
Idee.
¡°Jungs, tut genau, was ich sage!¡±
¡°Gut, was sollen wir tun?¡±
Er warf das Lieblingstintenfass des Lehrers zu Boden, so
dass es zerbrach. ¡°Jetzt legt euch alle auf den Boden!¡± Sie befolgten seinen
Befehl. Der Lehrer kam zurück und sah alle seine Schüler vor sich liegen.
¡°Kinder! Was macht ihr denn da?¡± Der kluge Junge antwortete: ¡°Herr Lehrer, wir
haben ein todeswürdiges Verbrechen begangen.¡±
¡°Wovon redest du?¡±
¡°Während wir herumgetobt haben, haben wir Ihr Tintenfass
zerbrochen. Was kann noch schlimmer sein als diese Sünde? Wir hatten so gro©¬e
Gewissensbisse, dass wir die getrockneten Datteln gegessen haben, weil Sie
sagten, wir würden davon sterben. Jetzt warten wir auf den Tod, aber bis jetzt
ist nichts passiert. Wir glauben, dass wir mehr essen müssen, damit wir
schneller sterben. Aber es ist nichts mehr übrig...¡±
Dies ist eine lustige Geschichte, nicht? Aber es ist
leider so, dass die meisten von Ihnen
auch von Satan belogen sind. Wir glauben, wir könnten aufhören, zu
sündigen, wenn wir nur wirklich wollen. Aber je mehr gute Vorsätze wir haben,
desto mehr Sünden begehen wir. Verstehen Sie?
Nehmen wir mal an, es gab da ein Mädchen in der
Pubertät. Sie war hinter einem Jungen her, so dass sie nicht mehr lernen konnte.
Ihr Vater gab ihr Hausarrest und befahl ihr, konzentriert zu lernen. Sie wurde
vernünftig und dachte: ¡®Okay, ich will flei©¬ig lernen.¡¯ Eines Tages, als sie
über ihren Büchern sa©¬, kam ihr Vater herein und fragte: ¡°Denkst du jetzt schon
wieder an den Jungen?¡± Tatsächlich hatte sie gar nicht an ihn gedacht, aber
seine Bemerkung erinnerte sie an den Jungen. Wissen Sie, was ich meine? Es ist
nicht so: ¡°Wenn wir gute Vorsätze haben, begehen wir keine Sünde.¡± Wenn unser
Herz in der Sünde ist, werden wir einfach von der Sünde geführt.
Als ich eine Bibelstunde für Gefängnisinsassen hielt,
wollte einer von ihnen mit mir persönlich sprechen. Er erzählte, dass er immer,
wenn er betrunken war, gewalttätig wurde. Nachdem er schlie©¬lich eine gro©¬e
Schlägerei verursacht hatte, fasste er den festen Entschlu©¬, nie mehr zu
trinken, und er trank tatsächlich überhaupt keinen Alkohol mehr. Aber eines
Tages, als er an einer Kneipe vorbei kam, riefen ihn seine Freunde aus der
Kneipe. ¡°Komm rein, Jin-Sok, warum setzt du dich nicht zu uns?¡± Er wollte aber
nicht hineingehen, deshalb wendete er sich ab und ging weiter. Aber kurze Zeit
später fand er sich doch an der Bar wieder. Entgegen seinem festen Vorsatz ging
sein Herz doch hinein. Die Beine folgen nicht den Gedanken, sondern dem Herzen.
Nur ein Glas! Nur ein Glas! - Er trank wirklich nur ein Glas, aber das zu oft,
ein Glas nach dem anderen. Er trank niemals zwei Gläser auf einmal. Schlie©¬lich
wusste er nicht mehr, was in der Kneipe passierte. Als er aufwachte, befand er
sich auf einem Polizeirevier.
Meine Lieben, Gott lässt sich nicht belügen, denn Er
wei©¬, dass wir nicht fähig sind, nicht zu sündigen, obwohl Er uns das geboten
hat. Deshalb sagt Er nicht nur, wir sollen nicht sündigen, sondern Er selbst
gibt uns auch die Kraft, die Sünde zu überwinden, damit wir der Sünde nicht ganz
verfallen. Denn Er wei©¬, dass wir nur Menschen sind, die nicht anders können als
zu sündigen, obwohl Er uns ständig sagt, dass wir nicht sündigen sollen. Um uns
von der Sünde zu befreien, müssen wir die Kraft von Gott bekommen. Mit unseren
Vorsätzen oder unserer Entschlusskraft können wir die Sünde niemals besiegen.
Können Sie das verstehen? Nachdem wir uns bemüht haben, die Gebote wie ¡°Du
sollst nicht töten¡±, ¡°Du sollst nicht stehlen¡± und ¡°Du sollst nicht ehebrechen¡±
zu halten, müssen wir erkennen, dass wir es nicht schaffen, und werden
kapitulieren: ¡°Ich kann das alles gar nicht, selbst wenn ich es versuche. Herr,
ich kann es nicht.¡± Um uns in diesen Zustand zu bringen, hat Gott uns das Gesetz
gegeben. Gott hat das Gesetz geschaffen, das Sie nicht befolgen können, auch
wenn Sie es versuchen. Deshalb gibt es keinen Menschen, der das Gesetz
vollkommen gehalten hat. Wer es trotzdem versuchte und versagt hat, bemüht sich
nicht weiter darum.
Deshalb hat Jesus gefragt, wie der Schriftgelehrte das
Gesetz liest. Die einen denken, dass man sich bemühen muss, das Gesetz zu
halten, wie es geschrieben steht. Die anderen gestehen: ¡°Ich kann es nicht.
Bitte, tu Du es.¡± Jesus arbeitet nur in dieser zweiten Gruppe. Manche Leute
legen nur Lippenbekenntnisse ab: ¡°Was kann ich schon tun? Ich kann gar nichts
machen. Ich bin nichts.¡± Aber trotzdem kommt ihr Ich immer wieder durch.
Derjenige dagegen, der vollständig begreift, dass er nur Böses und Schlechtes in
sich hat, versucht nicht mehr, etwas zu tun, weil seine Anstrengungen sowieso
keinen Erfolg haben. In diesen Menschen arbeitet Gott. Was sagte der
Schriftgelehrte? Er kannte nur das Gesetz, aber er kannte nicht die wahre
Bedeutung, warum Gott es uns gegeben hat. Deshalb glaubte er einfach, er müsste
mit aller Kraft etwas tun. ¡°Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem
Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften...¡± Das ist unmöglich. Können Sie
Gott von ganzem Herzen lieben? Ich kann es nicht.
Ich fahre viel mit dem Auto, etwa eine Stunde am Tag.
Ich habe das mal ausgerechnet anhand der im Jahr gefahrenen Kilometer und der
Durchschnittsgeschwindigkeit. Das Ergebnis war also, dass ich pro Jahr 365
Stunden im Auto verbringe. Das ist eine Menge vergeudeter Zeit. Aber ich kann es
mir nicht leisten, einen Chauffeur einzustellen. Deshalb überlegte ich mir, was
ich in dieser Zeit alles machen könnte, zum Beispiel beten, Bibelverse auswendig
lernen und über die Bibel nachdenken. Eines Tages stand ich an der Ampel und
wartete auf Grün. Ich dachte an etwas, den Blick auf die Bibel gerichtet, die
neben mir auf dem Beifahrersitz lag. Ich habe in der Bibel gelesen, bis ich in
die Worte versunken war. Plötzlich ging hinter mir ein Hupkonzert los. Es war
längst Grün, und alle, die vor mir standen, waren schon losgefahren. Deshalb
verlangte mein Auto von mir: ¡°Herr, wenn du willst, dass ich ordentlich
funktioniere, musst du dich von ganzem Herzen auf mich konzentrieren.¡± Ich
erkannte, dass ich nicht mit meinem ganzen Herzen bei Gott sein kann, solange
ich Auto fahre. Meine Gedanken sind dann ganz automatisch beim Autofahren. ¡°Von
ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften, von ganzem Gemüt...¡±. Meine
Lieben, wenn Sie das können, heben Sie die Hand. Wenn Sie Gott von allen Kräften
lieben, mit welcher Kraft essen Sie dann? Die Unwissenden versuchen es einfach
und sagen: ¡°Herr, ich glaube. Lass es mich doch schaffen!¡±, nicht
wahr?
Kehren wir zum Boxkampf zurück. Der Klügste ist der, der
sich gleich zu Beginn der ersten Runde auf den Boden fallen lässt. Er ist viel
klüger als ein Boxer, dessen Gesicht verletzt wird, der einen Ri©¬ an der Stirn
bekommt und der überall blutet, bis er zu Boden geschlagen ist und durch K. o.
verliert. In einem richtigen Boxkampf darf man so etwas natürlich nicht machen.
Aber wenn wir einen Kampf mit Gott haben, ist das Aufgeben der klügste Weg. Gott
kümmert sich nicht um Sie, bis Sie fallen, aufgeben und die wei©¬e Fahne
schwenken. Haben Sie das verstanden? Ich wei©¬ es wirklich
gewiss.
Dieser Schriftgelehrte sagte: ¡°Du sollst den Herrn,
deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und
von ganzem Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst.¡± Das ist eine
Zusammenfassung der Zehn Gebote. Die ersten vier Gebote befehlen uns, Gott zu
lieben, die anderen sechs, unseren Nächsten. Was sagte Jesus? ¡°Du hast recht
geantwortet; tu das, so wirst du leben.¡± ¡°Tu das, so wirst du leben¡± bedeutet:
¡°Wenn du das nicht tust, wirst du sterben.¡± Im 5. Buch Mose 28 hei©¬t es:
¡°Wenn du nun der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorchen wirst, dass du
hältst und tust alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete, ... Gesegnet wirst
du sein in der Stadt, gesegnet wirst du sein auf dem Acker. Gesegnet wird sein
die Frucht deines Leibes, ... Gesegnet wirst du sein bei deinem Eingang und
gesegnet bei deinem Ausgang.¡± (5. Mose 28:1-6) Aber ¡°Wenn du aber nicht
gehorchen wirst der Stimme des Herrn, deines Gottes, und wirst nicht halten und
tun alle seine Gebote und Rechte, die ich dir heute gebiete, so werden alle
diese Flüche über dich kommen und dich treffen: Verflucht wirst du sein in der
Stadt, verflucht wirst du sein auf dem Acker. Verflucht wird sein dein Korb und
dein Backtrog. Verflucht wird sein die Frucht deines Leibes, ...Verflucht wirst
du sein bei deinem Eingang und verflucht bei deinem Ausgang.¡± (5. Mose
28:15-19)
Meine Lieben, ist das ein Segen oder ein Fluch? Es ist
ein Segen für die Menschen, die alle Gebote halten können, aber ein Fluch für
die, die nicht alle Gebote halten können. Können Sie mir folgen? Viele denken
leichtfertig: ¡®Das ist ein Segen! Ist das nicht gut, bei all meinem Eingang und
Ausgang gesegnet zu werden?¡¯ Weil sie sich nur für den Segen interessieren,
versuchen sie einfach, blindlings das Gesetz zu befolgen, ohne zu erkennen, dass
sie es nicht halten können. Aber wir müssen wissen, was wirklich in der Bibel
steht!
Meine Lieben, lassen Sie mich mehr dazu erklären. Der
Apostel Paulus verfolgte und tötete Christen, bevor er selbst an Jesus glaubte,
nicht wahr? Hat er das getan, weil er die Bibel nicht gelesen hatte? Er war
Saulus, damals. Wenn ich die Bibel nur oberflächlich lese, kommt das Gegenteil
der wahren Botschaft dabei heraus. Wenn ich die Oberfläche verstehe, bemühe ich
mich aus eigener Kraft. Aber wenn ich den Kern erkenne, habe ich Ruhe, und Gott
arbeitet in mir. Verstehen Sie? Jesus antwortete dem Schriftgelehrten: ¡°Du hast
recht geantwortet; tu das, so wirst du leben.¡±, weil der Schriftgelehrte schon
vorher gesagt hatte, dass er alles halten würde. Jesus meinte: ¡°Schön, wenn du
das kannst, dann tu das.¡± Kann man alle Gesetze halten? Nein! Kann einer von
Ihnen alle Gesetze halten? Wenn ja, heben Sie die Hand! Sie sind wirklich sehr
klug. Niemand hat seine Hand gehoben. Ich wünschte, Sie würden nicht nur nicht
die Hand heben, sondern Sie würden mit ihrem Herzen sagen: ¡°Ich kann wirklich
gar nichts tun.¡± Einer, der einfach nur sagt, dass er es nicht kann, ohne davon
überzeugt zu sein, wird weiter versuchen, das Gesetz zu halten. Ein anderer
hingegen, der in seinem Herzen erkannt hat, dass er nicht die Fähigkeit dazu
hat, versucht es gar nicht erst, weil er genau wei©¬, dass es unmöglich
ist.
Jesu Antwort: ¡°Du hast recht geantwortet. Tu das¡±,
bedeutet: ¡°Tu das, wenn du kannst, dann wirst du leben.¡± Wissen Sie, was das
hei©¬t? Es ist das Gleiche wie auf dem Wasser wandeln, wovon ich vorgestern
gesprochen habe. Wie können wir auf dem Wasser gehen? Laufen Sie auf das Wasser
zu und heben den linken Fu©¬, kurz bevor der rechte ins Wasser tritt. Dann heben
Sie den rechten Fu©¬, kurz bevor der linke ins Wasser taucht. Auf diese Weise
können Sie hinlaufen, wohin Sie wollen, zum Beispiel vom Hafen Pusan zur Insel
Che-ju, nach Japan, nach Taiwan. Aber, meine Lieben, Sie sollten nicht solange
warten, bis ein Fu©¬ ins Wasser taucht. Nun, versuchen Sie es. Ich übernehme aber
keine Verantwortung, wenn Sie ertrinken, weil Sie meine Anweisungen nicht genau
befolgt haben. Meine Lieben, was glauben Sie, wer das versuchen würde? Sie
werden gar nicht erst anfangen, weil Sie von vornherein wissen, dass meine Idee
unmöglich ist. Wenn Sie klug sind, werden Sie auch erkennen, dass das Gesetz gar
nicht gehalten werden kann, d. h. auch Sie können das Gesetz nicht halten. Aber
der Schriftgelehrte, der sich rechtfertigen wollte, fragte Jesus: ¡°Wer ist denn
mein Nächster?¡± Da erzählte ihm Jesus von einem Mann, der unter die Räuber fiel.
Ein Mann ging von Jerusalem hinab nach Jericho und wurde
von Räubern überfallen; die zogen ihn aus und schlugen ihn und lie©¬en ihn
halbtot liegen. Hat der Priester, der vorüber kam, ihm geholfen? Er tat es
nicht. Wie war das mit dem Leviten? Hat der ihm geholfen? Nein, der auch nicht.
Ein Samariter kam auf seiner Reise an diese Stelle. Hat er ihm geholfen? Ja, er
hat das getan. Er ging zu ihm, goss Öl und Wein auf seine Wunden, verband ihn
und hob ihn auf sein Tier, führte ihn in eine Herberge und pflegte ihn. Er gab
dem Wirt zwei Silbergroschen, damit er sich um ihn kümmerte. Jesus meinte, der
Mann, der unter die Räuber fiel, ist der Schriftgelehrte. Was geschah mit dem
Mann, als er den Räubern begegnete? Er wurde ausgezogen, geschlagen und halbtot
liegen gelassen, nicht wahr? Was tat der Mann, um gerettet zu werden? Nichts. Er
lag einfach auf dem Boden. Er konnte überhaupt nichts mehr tun. Der Samariter
symbolisiert Jesus. Er ging zu ihm, goss Öl und Wein auf seine Wunden, verband
sie ihm und hob ihn auf sein Tier und führte ihn in eine Herberge und pflegte
ihn. In diesem Moment, als er nichts mehr tun konnte, wurde er gerettet.
Meine Lieben, nehmen wir einmal an, wir haben einen
Patienten, der am Blinddarm operiert werden muss. Er sagt: ¡°Doktor, lassen Sie
mich Ihnen etwas sagen. Ich muss genau an dieser Stelle operiert werden. Nehmen
Sie amerikanische Skalpelle und sterilisieren Sie den Faden richtig. Au©¬erdem
seien Sie bitte äu©¬erst sorgfältig bei der Narkose.¡± In diesem Fall möchte ihn
kein Arzt operieren und würde sagen: ¡°Suchen Sie sich ein anderes Krankenhaus,
oder machen Sie es doch gleich selbst.¡± Wissen Sie, wie ein Arzt einen
Blinddarmpatienten behandelt? Zuerst lässt er den Patienten unterschreiben, dass
er über eventuelle Folgen aufgeklärt wurde. Dann narkotisiert er den Patienten
und bindet seine Hände und Fü©¬e mit Riemen fest, damit er sich während der
Operation nicht bewegen kann. Der Arzt nimmt das Skalpell erst dann in die Hand,
wenn er ungestört operieren kann. Nur der Arzt entscheidet, was geschnitten,
herausgenommen und genäht werden muss, und handelt dementsprechend. Ich wei©¬,
dass hier ein Arzt anwesend ist, aber ich glaube, dass es stimmt, was ich gesagt
habe. ¡°Schneiden Sie hier tiefer. Ein bisschen weiter rechts. Nehmen Sie es hier
unten schnell heraus. Und sterilisieren Sie es sofort.¡± Solche Patienten
behandelt kein Arzt gerne. Meine Lieben, wenn wir gerettet werden wollen, müssen
wir unsere eigenen Gedanken und Vorstellungen völlig wegwerfen. Nur dann kann
der Herr schneiden und zunähen. ¡°Herr, ich vertraue alles Deiner Hand an. Nun tu
bitte, wie Du willst.¡± In diesem Moment kann Er Sie vollkommen machen. Wenn der
Mann, der unter die Räuber fiel, noch genug Kraft gehabt hätte, hätte er den
Samariter verflucht und weggeschickt, als dieser ihm zu Hilfe kam, weil die
Samariter damals von den Juden wie Hunde behandelt wurden. Aber der Sterbende
wollte nur irgendjemanden, der ihm helfen würde. Es war ihm egal, ob Samariter,
Schwein oder Hund, Hauptsache, er würde gerettet. Denn er hatte keinen Stolz
mehr noch Würde. Jeder, ob schwarz, ob wei©¬, war ihm recht, solange ihm nur
jemand half. Das ist genau der Punkt, den ich meine.
Pastor Lee wäre vor zehn Jahren einmal beinahe
ertrunken. Wir waren dabei, eine Sommerkonferenz vorzubereiten. Aber wir hatten
dort eine gro©¬e Überschwemmung. Ich schwamm durch einen Fluss, weil ich ein
bisschen schwimmen kann. Pastor Lee dachte: ¡®Ich kann das auch schaffen, wenn es
Pastor Park nicht schwergefallen ist. Ich bin noch sportlicher und kräftiger als
er.¡± In der Mitte verlie©¬en ihn aber die Kräfte, und der Fluss ri©¬ ihn mit. Er
wurde von Schuljungen gerettet, 20 Meter vor einem Wasserfall. Wenn er damals
nicht herausgeholt worden wäre, könnte er heute Abend nicht hier sein. Er sagte,
dass es nicht wahr ist, dass ein Ertrinkender ¡°Hilfe!¡± rufen kann. Er selbst hat
erfahren, dass er nicht rufen konnte. Stellen wir uns vor, wir werfen einem
Ertrinkenden ein Seil zu. Er fragt: ¡°Welche Marke ist das?¡± ¡°Ist es
vertrauenswürdig?¡± ¡°Amerikanisches oder koreanisches Fabrikat?¡± ¡°Welches Gewicht
kann es halten?¡± ¡°Werfen Sie mir ein stärkeres zu!¡± Er ist kein Ertrinkender,
nicht wahr? Einer, der wirklich ertrinkt, kann nicht einmal um Hilfe rufen. Er
schnappt nur nach Luft und greift nach allem, was er zu fassen bekommt.
Wenn jemandem von Ihnen die Sünde noch nicht vergeben
ist, müssen Sie zuerst erkennen, dass Sie völlig vernichtet werden müssen.
Einer, der das erkennt, wird keine langen Erklärungen verlangen. Das tut einer
nur, weil er satt ist und weil er noch nicht erkennt, dass er vor der
Vernichtung steht. Bevor ich gerettet wurde, als ich genau erkannte, dass ich
ein hoffnungsloser Sünder war, der in die Hölle gehen musste, dachte ich, ich
wäre gerne ein Diener, wenn mir nur jemand den Weg zeigen würde, der mich zur
Sündenvergebung führt. Wann wurde der Mann, der unter die Räuber fiel, gerettet?
Als er fast tot war, als er gar keine Kraft hatte, selbst etwas zu unternehmen.
Wissen Sie, als Jesus auf der Erde war, suchte er nur eine Art von Menschen:
Jesus kam nicht zu denen, die gut beteten, in der Schrift lasen und ein gutes
Glaubensleben führten. Er kam immer zu den Menschen, die gar nichts tun
konnten, keine
Hoffnung in dieser Welt hatten und nur noch auf ihren Tod warteten. Meine
Lieben, derselbe Jesus ist heute Abend unter uns. Sind Sie heute Abend
hoffnungslos? Haben Sie nichts mehr, was Sie sich wünschen? Glauben Sie, dass
Sie es verdienen, vernichtet zu werden? Wenn Ihre Antwort ¡°Ja¡± lautet, ist Jesus
direkt bei Ihnen. Sie sind aber weit weg von Jesus, wenn Sie denken: ¡®Ich habe
noch viel Zeit.¡¯ oder ¡®Obwohl ich ein guter Christ bin, kann ich mir ja mal
anhören, wie dieser Prediger den Weg zur Rettung erklärt.¡¯
Der Mann, der den Räubern begegnet ist, blieb halbtot
liegen. Er wäre gestorben, wenn ihm niemand geholfen hätte. In Lukas 10, Vers 33
hei©¬t es: ¡°Ein Samariter aber reiste und kam dahin, und da er ihn sah,
jammerte er ihn.¡± In der Bibel steht, er hatte Mitleid mit ihm. Er hatte
nicht nur Mitleid, sondern er ging auch hin zu ihm. Wer ging zu wem? Der Mann,
der unter die Räuber gefallen war, oder der Samariter? Wer geht, der Retter oder
der, der gerettet werden muss? Wer geht, der Ertrinkende oder der, der ihn
rettet? Sagt ein Ertrinkender: ¡°Bleib¡¯ dort, ich komme. Bitte rette mich von
dort aus!¡±? Das ist Unsinn. Sind Sie, meine Lieben, diejenigen, die gerettet
werden müssen, oder die Retter für andere? Wenn Sie diejenigen sind, die
gerettet werden müssen, müssen nicht Sie zu Jesus kommen, sondern Jesus muss zu
Ihnen kommen. Viele Leute geben sich heutzutage gro©¬e Mühe, um näher zu Jesus zu
kommen. Doch das hilft ihnen überhaupt nicht.
Man sagt, ein kluger Retter wartet, bis ein Ertrinkender
erschöpft ist, bevor er ins Wasser springt. Wenn der Retter in seine Nähe kommt,
während er immer noch Kraft hat, zieht er den Retter mit sich hinunter, so dass
beide den Tod finden. Wenn der Ertrinkende ¡°Hilfe!¡± ruft und noch gegen das
Ertrinken ankämpft, denkt der Retter: ¡°Du hast immer noch
Kraft.¡±
¡°Rette mich!¡±
¡°Nein, ich will mich noch aufwärmen oder Schach
spielen!¡± Er l䩬t sich Zeit, bis der Ertrinkende erschöpft ist, und dann erst
rettet er ihn. Das ist der Weg der Rettung. Jedenfalls kann jemand, der um sich
schlägt, nicht gerettet werden.
Vor einigen Jahren ereignete sich ein schrecklicher
Unfall in Pohang. Ein Sportlehrer ging mit seiner Klasse ans Meer schwimmen.
Während der Lehrer, ein ausgezeichneter Schwimmer, in seinem Zelt war, kam eine
seiner Schülerinnen angerannt und schrie: ¡°Herr Lehrer, da ertrinken ein paar
Kinder!¡± Der Lehrer rannte aus dem Zelt und sah einige Mädchen mit den Armen
rudern und ertrinken. Ohne zu zögern sprang er ins Wasser, um sie zu retten. Als
er sich ihnen näherte, klammerten sich fünf der Mädchen an ihm fest. Er konnte
sie nicht mehr retten, sondern er hat auch sein eigenes Leben verloren. Sie sind
alle miteinander ertrunken, auch der Lehrer. Aber ein Mädchen konnte den Lehrer
nicht greifen, weil sie zu weit entfernt war. Bei ihrem Kampf gegen das
Ertrinken spürte sie zufällig festen Boden unter ihren Fü©¬en. Das Wasser reichte
ihr nur bis zur Brust, sie konnte alleine heraus laufen. Wenn doch die anderen
auch einfach stillgehalten und sich hingestellt hätten... Ich kann mich nicht an
den Namen der Schule erinnern, aber das ist eine wahre
Geschichte.
Meine Lieben, was sollen wir tun, damit wir gerettet
werden? In diesem Wort, das der Herr
uns heute gezeigt hat, hat der Mann, der unter die Räuber fiel, überhaupt
nichts getan; der Herr hat ihn gerettet. Lassen Sie Jesus handeln, ruhen Sie
sich so lange aus. Entspannen Sie sich. Legen Sie sich hin. Sagte der Mann
¡°Heda, hierher! Bitte helfen Sie mir! Ich komme etwas näher.¡±? Er lag auf dem
Boden und hat überhaupt nichts getan. Wer ging? Der Samariter, Jesus, ging zu
ihm. Und er goss Öl und Wein auf seine Wunden.
Ich lese immer Wort für Wort in der Bibel. Lassen Sie
uns das jetzt auch so machen. Wenn wir eine Wunde haben, gie©¬en wir
normalerweise zuerst Wein und dann Öl darauf. Das habe ich während meiner
Ausbildung zum Missionar gelernt. Starker Alkohol ist ein gutes
Desinfektionsmittel. Nach dem Desinfizieren tragen wir eine Salbe auf, um eine
Infektion zu verhindern. Öl kann ein Ersatz für die Salbe sein. Man darf also
nicht zuerst das Öl auftragen. Aber
die Bibel sagt hier, dass der Samariter zuerst Öl auf die Wunde go©¬. Ich habe
darüber nachgedacht, aber ich konnte es zunächst nicht verstehen. Aber nach
einer Weile habe ich den Grund erkannt. Öl steht in der Bibel für den Heiligen
Geist, während Wein Freude bedeutet. Also Öl und Wein zu gie©¬en bedeutet, dass,
wenn wir einmal die Sündenvergebung angenommen haben, zuerst der Heilige Geist
in uns kommt und die Freude dann darauf folgt. Aber einige warten zuerst auf die
Freude, weil sie glauben, wenn sie Freude empfinden, haben sie den Heiligen
Geist empfangen. Aber obwohl sie warten, bekommen sie keine Freude. Denn der
Heilige Geist kommt zuerst. Alkohol verfliegt schnell. Öl ist dagegen so
klebrig, dass es lange Zeit an einem Ort bleibt. Der Heilige Geist in unserem
Herzen verl䩬t uns nie. Aber die Freude schwankt und verl䩬t uns, nicht wahr?
Nachdem Sie die Erlösung empfangen haben, legen Sie bitte kein Gewicht mehr auf
Freude! Sie bleibt nicht lange. Der Heilige Geist dagegen bleibt für ewig in
uns, wenn wir die Sündenvergebung angenommen haben. Was tat der Samariter,
nachdem er Öl und Wein auf die Wunden gegossen hat? Er hat die Wunden verbunden.
Unser Herr heilt unsere Wunden, das sind alle unsere Fehler und Schwächen.
¡°Er hob ihn auf sein Tier...¡± - ich bin Gott sehr dankbar dafür, dass Er uns
auf Seinen Platz gesetzt hat, während Er zu Fu©¬ geht, wo eigentlich unser Platz
wäre, und das Tier am Zaumzeug hält und führt.
Meine Lieben, all das kommt nicht aus uns selbst,
sondern vom lebendigen Jesus Christus. Lassen Sie mich zusammenfassen. Viele
Menschen wissen, dass Jesus am Kreuz für unsere Sünde gestorben ist. Nun wurden
einige in tiefstem Herzen von der Sünde befreit, aber andere haben immer noch
die Sünde in ihrem Herzen und leiden darunter, obwohl sie sagen, dass Jesus für
ihre Sünde gestorben ist und sie von ihrer Sünde reingewaschen sind, nicht
wahr? Warum bekommen manche Leute
keinen Glauben, obwohl sie wissen, dass Jesus für ihre Sünde gestorben ist,
während andere in Ruhe und Freude leben, weil sie von all ihren Sünden
reingewaschen sind? Das ist das Problem.
Eines Tages war Jesus unterwegs. Da trat eine Frau, die
seit zwölf Jahren den Blutflu©¬ hatte, von hinten an Ihn heran und berührte den
Saum Seines Gewandes. Obwohl sie bis dahin schon alles versucht hatte, war sie
nicht gesund geworden. Aber eines Tages war der Gedanke in ihr Herz gekommen,
dass sie gesund werden würde, wenn sie nur den Saum von Jesu Gewand berühren
würde. Dieser Glaube hat sie geheilt.
Meine Lieben, wichtig ist, dass der Glaube zu Ihnen
kommen muss, dass all Ihre Sünde vollkommen getilgt ist, nicht nur das Wissen.
Wenn nur Wissen zu Ihnen kommt, werden Sie immer noch an den Zweifeln in Ihrem
Herzen leiden, obwohl Sie doch wissen, dass all Ihre Sünde getilgt ist. Aber
sobald der Glaube zu Ihnen kommt, dass Ihre Sünde schon vergeben ist und dass
Sie also gar nichts mehr gegen die Sünde tun müssen, können Sie wirkliche
Befreiung von der Sünde erfahren. Pastor Kim, der heute Abend für uns Zeugnis
abgelegt hat, leitete die Bibelstunde und einen Studentenkreis, als er zur Uni
ging. Natürlich wusste er, dass Jesus für seine Sünde gestorben ist. Obwohl er
das Wissen im Kopf hatte, war er im Herzen noch nicht von der Sünde befreit.
Eines Abends kam endlich der Glaube in sein Herz: ¡°Jesus hat am Kreuz meine
Sünde getilgt.¡± Diese Wahrheit, von der er schon lange wusste, zog in ihn ein
und erlöste ihn von seiner Sünde. Von diesem Tag an wurde er
geändert.
Meine Lieben, ich versuche nicht, Ihnen theoretisch
beizubringen, dass Jesus am Kreuz für Ihre Sünde gestorben ist und dass Ihre
Sünde dadurch vergeben wurde. Das ist nicht das, was ich sagen will. Ihr Herz
muss völlig von der Sünde befreit werden. Ihre Sünde muss wei©¬ wie Schnee
werden. Sie müssen frei werden wie Adam und Eva im Garten Eden vor dem
Sündenfall. Zu wem kommt dieser Glaube? Jeder, der selbst versucht etwas zu tun,
wei©¬ nur, dass Jesus für seine Sünde gestorben ist, aber er kann keinen wahren
Glauben haben, durch den sein Herz von der Sünde befreit wird. Er muss sich
aufgeben: ¡°Ich kann nicht mit meinen Kräften die Sünde beseitigen.¡± ¡°Was immer
ich auch tue, selbst beichten, nützt überhaupt nichts.¡± ¡°Ich wei©¬ keinen anderen
Weg, als einfach abzuwarten, bis Er mich rettet. Wenn nicht, werde ich
vernichtet.¡± In solche Herzen kann der Heilige Geist endlich einziehen. Heute
Abend schaut der Herr auch in Ihre Herzen hinein. ¡°Ich habe kein Selbstvertrauen
mehr! Ich zeige nun die wei©¬e Fahne!¡± ¡°Ich bin k.o..¡± ¡°Bitte, Jesus, mach Du.¡±
Ich wei©¬ nicht, wer ein solches Herz hat, aber nur in solche Herzen kann Jesus
kommen. Diese Menschen haben keinen Stolz. Sie geben nicht an: ¡°Ich bin ein
Diakon¡±, ¡°Ich habe Theologie studiert¡±, ¡°Ich bin ein Ältester.¡± Alles was sie
sagen können, ist: ¡°Ich bin nichts als ein Sünder, der den Tod verdient hat.
Bitte, Herr, rette mich.¡± Dieser Gedanke muss aus Ihrem Herzen kommen. Zu
solchen Menschen kommt Jesus.
Meine Lieben, woher wei©¬ ich das? Seit ich gerettet
wurde, habe ich viele Jahre lang vielen Menschen erklärt, wie sie von ihrer
Sünde reingewaschen werden können. Wenn ich zu zwei Menschen am gleichen Tisch
spreche, erfahre ich oft folgendes: Der eine, der das Evangelium nur mit dem
Verstand annimmt, leidet weiter unter der Sünde, weil die Vergebung nicht in
seinem Herzen geschieht. Der andere dagegen freut sich, und sein Leben wird
geändert, weil er die Sündenvergebung in seinem Herzen angenommen hat. Eine
Tatsache, die ich durch meine Erfahrung herausgefunden habe, ist, dass einer,
der glaubt, dass er etwas tun kann, niemals von der Sünde befreit werden kann,
auch wenn ich ausführlich über das Geheimnis der Sündenvergebung erkläre.
Deshalb sagt er immer noch: ¡°Ich bin ein Sünder.¡± Welcher von beiden sind Sie?
Wissen wir nicht alle, dass Jesus für unsere Sünde gestorben ist? Das ist nicht
das Problem. Wichtig ist, dass Ihre Gedanken gebrochen werden müssen. Wenn Ihr
Herz so ist: ¡®Ich kann überhaupt nichts tun.¡¯, stehen Sie direkt vor der
Rettung.
In Taegu gibt es eine gro©¬e Kirche namens Samduk. Pastor
Hong hat bis zu seinem Tod für diese Kirche gearbeitet. Er war ein Pastor, vor
dem ich gro©¬en Respekt habe. Ich glaube, viele von Ihnen, die alt genug sind,
können sich an ihn erinnern. In seiner Jugend war er Pastor in der Mandschurei.
Er war der Pastor einer Presbyterianerkirche in einem kleinen Dorf. Das Dorf
hatte noch eine andere Kirche, die war methodistisch. Die beiden Gemeinden kamen
gut miteinander aus. An jedem Weihnachtsfest beschenkten sie sich gegenseitig.
Und wenn in einer der beiden ein grö©¬eres Ereignis bevorstand, halfen sie sich
gegenseitig aus. Mit anderen Worten: Es herrschte Liebe unter ihnen. Ich wei©¬
nicht mehr genau wann, aber die Methodistenkirche hatte eine Evangelisation, bei
der Mary Monsen, eine norwegische Missionarin, die Hauptpredigerin war. Das
Thema ihrer Predigt war ¡°Sie müssen wiedergeboren werden¡±. Viele der Mitglieder
von Pastor Hongs Kirche nahmen an der Evangelisation teil und empfingen voll
Freude ihre Rettung. Weil sie so sehr beeindruckt waren, überredeten sie ihren
Pastor, auch hinzugehen.
¡°Pastor, Pastor! Sie haben eine Evangelisation. La©¬t uns
zusammen hingehen und zuhören! Es ist wirklich sehr gut.¡± Pastor Hong lehnte
ihren Vorschlag ab, weil er kein Interesse daran hatte. Aber er konnte dem Druck
seiner Gemeindeglieder nicht widerstehen, also setzte er sich am letzten Tag
dazu, in Alltagskleidung, mit ein bi©¬chen Verspätung, damit er nicht
auffiel.
Die Missionarin predigte über die Sündenvergebung, ein
Thema, über das er natürlich Bescheid wusste, denn er hatte ja Theologie
studiert. Aber seine Gemeindemitglieder in der Evangelisation hörten der Predigt
ganz anders zu, als wenn er über dieses Thema predigte. Sie waren tief in die
Worte versunken. Irgendwann war die Evangelisation zu Ende. Die Missionarin
stand am Ausgang der Kirche und fragte die Leute, als sie herauskamen, einen
nach dem anderen: ¡°Sind Sie neu geboren?¡± Der Pastor hatte keine echte Erfahrung
der Wiedergeburt erlebt, obwohl er Pastor war. Er wusste nicht, was er antworten
sollte, wenn sie ihn fragen würde, ob er neu geboren sei. Während er zögerte,
wurde die Schlange vor dem Ausgang kürzer und kürzer. Jetzt beeilte er sich,
hinauszukommen, damit er nicht der Letzte wäre und länger bei der Missionarin
stehen bleiben müsste. Doch gegen seinen Willen wurde er von ihr abgefangen. Sie
gab ihm die Hand und fragte ihn, ohne zu wissen, dass sie einen Pastor vor sich
hatte: ¡°Wie geht es Ihnen? Sind Sie wiedergeboren?¡± Er musste mit ja antworten,
weil einige seiner Gemeindeglieder und Angehörige der Gastgebergemeinde um ihn
herum standen. Die Missionarin nahm ihn bei der Hand und sagte: ¡°Oh Herr! Hab
vielen Dank, Gott! Halleluja! Ich bin froh, einem neu geborenen Christen zu
begegnen. Lobet den Herrn! Übrigens: Wann wurden Sie neu geboren?¡± Er wich aus
und antwortete: ¡°Es war vor einiger Zeit.¡± Nachdem dies geschehen war, begann
der Heilige Geist im Herzen des Pastors zu arbeiten. Er sagte zu ihm: ¡°Du bist
ein Lügner. Du hast mindestens zweimal gelogen.¡±
Meine Lieben, wenn der Heilige Geist in uns arbeitet,
können wir erkennen, wer wir wirklich sind. Normalerweise merken wir gar nicht,
wie abscheulich wir sind, bis der Heilige Geist in uns wirkt. Wenn der Heilige
Geist in uns arbeitet, entdecken wir, dass wir Sünder sind. Pastor Hong
erkannte, dass er nichts als ein Sünder war. ¡°Herr, sei mir gnädig, denn ich bin
ein Sünder.¡± In seinem Herzen wusste er, dass er nur ein Sünder war, der
vernichtet werden muss. Und er konnte ganz leicht neu geboren werden. Nachdem er
nach Korea kam, hat er viele Bücher geschrieben. Ich bin nicht sicher, ob seine
Bücher noch erhältlich sind, aber eines davon hei©¬t: ¡°Der Weg zur
Erlösung¡±.
Meine Lieben! Wenn Sie andere Leute fragen, ob sie
wiedergeboren sind, regen sie sich normalerweise auf, nicht wahr? Warum? Ab und
zu kommen Pastoren und fragen mich etwas über den Glauben. Dann frage ich immer,
ob sie neu geboren sind. Bezeichnenderweise bekomme ich immer zwei Reaktionen:
Entweder regen sie sich sehr auf, oder sie freuen sich sehr. Obwohl es keine
Beleidigung ist, zu fragen, ob jemand neu geboren ist, hasst es einer, der nicht
wiedergeboren ist, wenn ihm jemand diese Frage stellt. Die Neugeborenen dagegen
freuen sich sehr, die Frage zu beantworten. Das ist der
Unterschied.
Meine Lieben, als der Mann, der unter die Räuber fiel,
erkannt hatte, dass er selbst gar nichts tun konnte, musste er sich aufgeben, so
dass jeder mit ihm machen konnte, was er wollte. In diesem Moment kam der
Samariter und tat, was er vorhatte. Er wurde auf die Art des Retters gerettet,
nicht auf seine eigene. Nach einer Weile fand er sich in einer Herberge wieder.
Der Samariter hatte dem Wirt zwei Silbergroschen gegeben. Damals war ein
Silbergroschen ein Tagelohn oder der Lebensunterhalt für einen Tag. Zwei
Silbergroschen sind also zwei Tage. Der Herr sagt, ein Tag sind für Ihn tausend
Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag. Das ist Sein Versprechen, dass Er ungefähr
nach 2000 Jahren wieder kommt, um uns zu holen. Ich wei©¬ nicht genau wann, aber
ich glaube an Seine Wiederkehr. Er kommt in einer Wolke, um uns mitzunehmen.
Sind Sie bereit, vor Ihm zu bestehen? Ist all Ihre Sünde so reingewaschen, dass
sie wei©¬ ist wie Schnee? Sind Sie wirklich erlöst? Sind Sie wirklich neu
geboren? Können Sie mit Jesus emporgehoben werden? Wir haben diese
Evangelisation für Sie organisiert. Wir haben nur noch zwei Tage übrig. Bitte
schieben Sie es nicht auf bis morgen. Machen Sie Ihre Herzen demütig, und
brechen Sie Ihre Meinung. Kommen Sie bitte zu Gott und sagen Sie: ¡°Herr, rette
mich heute Abend. Ich bin ein Sünder, sei mir gnädig.¡± Ich wünsche mir, dass
heute der Tag ist, an dem Ihre Namen im Buch des Lebens aufgeschrieben werden.
Der Tag, den wir nie vergessen können, so wie es in dem Lied hei©¬t: ¡°Oh!
Glücklicher Tag. Oh! Glücklicher Tag, an dem Jesus meine Sünde gewaschen
hat.¡±
Schlie©¬en Sie bitte Ihre Augen und senken Sie den Kopf.
Meine Lieben, wie wurde der Mann, der unter die Räuber fiel, gerettet? Er wurde
gerettet, nicht, weil er selbst etwas getan hat, sondern gerade weil er gar
nichts tun konnte. Sind Sie ein Sünder? Sind Sie schlecht? Sind Sie böse? War
nicht jeder Versuch, sich von der Sünde loszusagen, erfolglos? Ich glaube, der
Herr wird heute Abend alle erretten, die gar nichts tun können. Wenn einer von
Ihnen jetzt denkt: ¡°Herr, ich bin ein Sünder. Gott, bitte rette mich. Bitte
erlöse mich von der ewigen Sünde¡±, so heben Sie bitte still Ihre
Hand.