DIE EWIGE ERLÖSUNG

 

Bis jetzt habe ich darüber gesprochen, wie unsere Herzenseinstellung sein muss, um die Sündenvergebung zu bekommen. Heute Morgen und heute Abend möchte ich erklären, wie unsere Sünden getilgt werden können. Von 1. Mose bis zur Offenbarung gibt es viele Stellen in der Bibel, die davon berichten. Dazu werde ich in meiner Predigt mehrere Verse lesen.

Und immer, wenn ich etwas frage, möchte ich, dass Sie still für sich selber antworten. Ich hoffe, dass diese Stunde heute Morgen die wertvollste, segensreichste Stunde wird, die Sie je in Ihrem Leben gehabt haben. Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass das Evangelium in Ihrem Herzen nicht als Wissen, sondern als Glaube, nicht als Theorie, sondern als Tatsache angenommen wird. Nun möchte ich zuerst Hebräer lesen. Ich lese von Kapitel 10, Vers 1. „Denn das Gesetz hat nur einen Schatten von den zukünftigen Gütern, nicht das Wesen der Güter selbst. Deshalb kann es die, die opfern, nicht für immer vollkommen machen, da man alle Jahre die gleichen Opfer bringen muss. Hätte nicht sonst das Opfern aufgehört, wenn die, die den Gottesdienst ausrichten, ein für allemal rein geworden wären und sich kein Gewissen mehr gemacht hätten über ihre Sünden? Vielmehr geschieht dadurch alle Jahre nur eine Erinnerung an die Sünden. Denn es ist unmöglich, durch das Blut von Stieren und Böcken Sünden wegzunehmen¡° (Hebräer 10,1-4). Überspringen wir ein Stückchen und lesen ab Vers 10 weiter. „Nach diesem Willen sind wir geheiligt ein für allemal durch das Opfer des Leibes Jesu Christi. Und jeder Priester steht Tag für Tag da und versieht seinen Dienst und bringt oftmals die gleichen Opfer dar, die doch niemals die Sünden wegnehmen können. Dieser aber hat ein Opfer für die Sünden dargebracht, und sitzt nun für immer zur Rechten Gottes und wartet hinfort, bis seine Feinde zum Schemel seiner Fü©¬e gemacht werden. Denn mit einem Opfer hat er für immer die vollendet, die geheiligt werden. Das bezeugt uns aber auch der heilige Geist. Denn nachdem der Herr gesagt hat: „Das ist der Bund, den ich mit ihnen schlie©¬en will nach diesen Tagen¡°, spricht er: „Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn will ich es schreiben, und ihrer Sünden und ihrer Ungerechtigkeit will ich nicht mehr gedenken.¡° Wo aber Vergebung der Sünden ist, da geschieht kein Opfer mehr für die Sünde¡° (Hebräer 10,10-18).

Ich habe bis Vers 18 gelesen. Meine Lieben, ich lebe in Daechi-dong in Seoul. Meine Wohnung ist nicht weit weg vom Olympiastadion. Es ist gut zu Fu©¬ zu erreichen. Während der Marathonlauf der Asiatischen Spiele stattfand, war es sehr unbequem, weil die ganze Marathonlaufstrecke für Autos gesperrt war. Aber die Schlagzeilen der Zeitungen sagten, dass die Spiele mit gro©¬em Erfolg beendet wurden. Ein Artikel berichtete, dass die Computer sich so weit entwickelt hätten, dass man in Hundertstel Sekunden messen und die Informationen sekundenschnell an das Pressezentrum weiterleiten konnte. Ich kenne mich nicht gut in technischen Dingen aus, aber ich glaube, dass dadurch vieles sehr bequem geworden ist. Seit einiger Zeit benutzen wir Halbleiter, von denen man früher meinte, sie seien völlig nutzlos, weil es keine Leiter und keine Nichtleiter sind. Doch dank der Halbleiter-Revolution wurde unser Leben unvorstellbar bequem. Jetzt können wir uns unser tägliches Leben nicht mehr ohne Halbleiter vorstellen, weil zum Beispiel Computer unverzichtbar geworden sind. Die Entdeckung der Halbleiter machte es möglich, so viele bequeme Maschinen zu erfinden. Jetzt zeichnen wir diese Evangelisation mit Videokameras auf. Wenn ich mir zu Hause die Videos von den Konferenzen und den Evangelisationen ansehe, merke ich, dass die Welt wirklich bequem geworden ist. Es ist sehr gut, dass ich mir auch diese Evangelisation im Film ansehen kann, damit alles wieder in mein Gedächtnis zurückkommt, was ich vergessen habe. Immer wenn ich Sie vermisse, werde ich mir die Bänder ansehen, die wir gerade aufzeichnen.

Meine Lieben, durch ein hochentwickeltes Gerät kann man unsere inneren Organe, die wir mit unseren Augen nicht sehen können, wie zum Beispiel Herz, Leber, Magen usw., betrachten. Doch leider sind die Menschen nicht in der Lage, ein Gerät zu erfinden, das unser geistiges Herz sehen kann. Ich wei©¬ nicht, ob je eins erfunden wird, aber wenn, dann werde ich eins kaufen, egal wie teuer es sein wird. Ich werde es am Eingang unserer Gemeinde aufstellen und die Herzen der Geschwister, die in die Gemeinde kommen, betrachten, so wie das Sicherheitspersonal am Flughafen unser Gepäck durch Röntgen kontrolliert. Angenommen, Sie besuchen meine Gemeinde, und ich sitze hinten auf meinem Stuhl und schaue auf den Bildschirm des Gerätes. „Sie, Ältester Kim, haben noch Sünden in Ihrem Herzen. Kommen Sie doch bitte zu mir!¡° Und ich zeige ihm das Foto von seinem Herzen. „Dies ist das Foto Ihres Herzens, das immer noch schmutzige Sünde hat. Tun Sie Bu©¬e!¡° Klingt das nicht gro©¬artig, meine Lieben? „Bruder Lee, komm herüber. Lass mich ein Foto von dir machen, um zu prüfen, ob du einen guten Glauben hast.¡° „Klick.¡° „Gro©¬artig. Alle deine Sünden sind weggewaschen.¡° Ich bin sicher, dass es eine lange Schlange von Leuten gäbe, die sehen wollten, wie ihr Herz aussieht und ob ihre Sünden weggewaschen sind. Wie wäre es mit 5000 Dollar für ein Bild? Zu teuer? Wie wäre es mit 500? Jedenfalls wäre es wirklich toll, wenn ich so ein Gerät hätte.

Die Menschen denken und planen wie sie möchten, aber sie kennen ihr Herz nicht, d. h. sie wissen nicht, wieviel Sünde es hat. Unser Herz muss genau untersucht werden, aber es gibt kein Gerät, mit dem man es betrachten kann. In der Bibel steht geschrieben: „Es ist das Herz ein trotzig und verzagt Ding; wer kann es ergründen?¡° (Jer. 17, 9). Das hei©¬t, keiner kennt das Herz. Meine Lieben, es ist sehr interessant, dass die Bibel der Spiegel unserer Herzen ist.

Es gab eine Frau, die als Krankenschwester nach Deutschland gegangen ist. Dort wurde sie gerettet, obwohl sie schon in Korea in die Gemeinde ging. Ist ihre Rettung „Made in Germany¡°, weil sie in Deutschland gerettet wurde? Nein! Die Rettung in Deutschland ist genau die gleiche wie in Korea. Es gibt auch keine Rettung, die „Made in Korea¡° ist. Alle Rettung ist „Made im Himmel¡°. Diese Schwester ist in Deutschland gerettet worden, aber ihre Rettung ist auch „Made im Himmel¡°. Jedenfalls war sie sehr glücklich über ihre Erlösung, und sie fragte einen Missionar in Deutschland: „Kennen Sie einen Pastor in Korea, der den richtigen Weg der Sündenvergebung lehrt?¡° Er sagte ihr, er kenne Pastor Ock-Soo Park in Taegu City, der über Sündenvergebung spricht. Deshalb schickte diese Schwester mir einen Brief. „Pastor Park! Ich wurde auf die und die Art gerettet, und Sie wurden mir von einem Missionar genannt. Bitte schicken Sie mir einen Plan, falls Sie bald eine Evangelisation haben.¡° Wir haben jedes Jahr zahlreiche Evangelisationen einschlie©¬lich 3-4 gro©¬e in den grö©¬eren Städten in Korea. Als ich ihren Brief bekam, bereiteten wir gerade eine gro©¬e Evangelisation in Taegu vor. Ich schickte ihr einen Brief, um sie zu informieren, dass eine Evangelisation von soundsoviel Tagen stattfinden werde. Sie wollte ihren Vater in diese Evangelisation einladen. Also führte sie ein teures Ferngespräch und bat ihren Vater: „Vater! Bitte nimm unbedingt an der Evangelisation von Pastor Park teil!¡° Er lebt in Namhae und ist der Eigentümer der Busgesellschaft von Namhae. Er ist ein alter Mann, der eine Konfuzianische Schule besucht und viel über Konfuzius und Mancius gelernt hat. Er wollte überhaupt nichts mit Christen zu tun haben, aber seine Tochter hatte ihn trotz hoher Telefonkosten flehend gebeten. Deshalb wusste er nicht, was er tun sollte. Seine Tochter befürchtete, dass ihr Vater nicht gehen würde. Deshalb gab sie einer Kollegin, die Korea besuchen wollte, um dort Urlaub zu machen, Geld und bat sie: „Ich werde die Hälfte deines Flugtickets bezahlen. Könntest du bitte meinen Vater zu der Evangelisation von Pastor Park bringen?¡° Deshalb nahm er an der Evangelisation teil, genau wie eine Kuh, die zum Schlachthof geschleppt wird. Er kam zu mir und stellte sich vor, damit seine Tochter wusste, dass er da war. „Meine Tochter hei©¬t Soundso, ich bin ihr Vater.¡° Im Laufe der Evangelisation wurde es ihm immer langweiliger, und er sagte sich: „Sie sagen immer, dass Jesus gute Werke getan hat. Das ist alles.¡° Er konnte es kaum abwarten, bis er nach Hause gehen konnte. Er schlug nur die Zeit tot, weil er seine Tochter nicht enttäuschen wollte, indem er mitten in der Konferenz aufgab. Er lief mürrisch und mit finsterem Blick herum. Immer wenn er mich sah, sagte er: „Pastor Park, Sie geben sich viel Mühe.¡° Aber all meine Mühe brachte ihm gar nichts. Da er durch sein Desinteresse sich nirgends angeschlossen hatte, war er immer allein. Er warf nur einen Blick in eine Gruppe nach der anderen. Es war Donnerstag Abend, der vorletzte Abend der Evangelisation. Nach der Predigt hatte ich dazu eingeladen, nach vorne zu kommen, wenn jemand von der Sünde erlöst werden wollte. Aber der alte Mann ist nicht nach vorne gekommen. Er war wieder so gelangweilt, dass er zuerst nach drau©¬en ging, aber da war es dunkel. Als er wieder hereinkam, waren alle Gruppen noch in Gespräche vertieft. Weil er nicht wusste, was er sonst machen sollte, setzte er sich ganz hinten hin. Der heilige Geist arbeitet wirklich auf phantastische Art und Weise. Wir reden viel, aber wenn nur ein Wort ins Herz kommt, wird man geändert. Durch die Kraft des Wortes hat dieser alte Mann an diesem Abend das Geheimnis der Vergebung verstanden. Halleluja! Er fragte sogar, ob wir die Evangelisation  verlängern könnten. Jedenfalls konnte er vor Dankbarkeit seinen Mund nicht mehr halten.

Einige Zeit später rief er mich an. „Pastor, ich kann nicht verlangen, dass Sie extra zu mir kommen, aber wenn Sie mal an meinem Wohnort vorbeifahren, machen Sie doch bitte unbedingt bei mir Zwischenstation.¡° Weil er so gefleht hat, bin ich extra vorbeigefahren. Ich bin an seiner Tür vorbeigefahren, zurückgefahren und habe ihn besucht.  Er empfing mich mit seinem ganzen Herzen. Er hatte Essen aus teurem rohen Fisch für mich zubereitet. Er sagte, die Fische aus seiner Gegend schmecken am besten, weil das Wasser dort so sauber sei. In der Tat leide ich immer, wenn ich Leute besuche, die an der Küste wohnen, weil ich keinen rohen Fisch mag. Wie auch immer, nach dem Abendessen erzählte er mir: „Pastor, ich hatte immer viel Spa©¬ beim Bogenschie©¬en mit alten Freunden aus meiner Nachbarschaft, bis ich zu der Evangelisation ging. Nachdem ich zurückgekommen war, habe ich die ganze Bibel in ca. einem Monat durchgelesen! Ich habe ohne Pause die Bibel, die ich in meinem Leben noch nie aufgeschlagen hatte, gelesen, anstatt zum Bogenschie©¬en und zur konfuzianischen Schule zu gehen.¡° Wie erstaunlich arbeitet der Heilige Geist! Er fuhr fort: „Und ich bemerkte, dass es einige sehr eigenartige Geschichten in der Bibel gibt.¡°

„Welche Geschichten meinen Sie?¡°

„Immer wenn ich die Bücher des Konfuzius las, lernte ich nur gute Dinge daraus, wie zum Beispiel „Hab Geduld, denn wer sich geduldet, hat keine Feinde.¡° In der Bibel gibt es auch viele gute Geschichten, aber ich kann auch einige lesen, die peinlich sind.¡°

„Welche sind das?¡°

„Ich las über das Verhältnis zwischen Schwiegervater und Schwiegertochter, zwischen einer Tochter und ihrem eigenen Vater usw. Warum stehen solche schmutzigen Geschichten in der heiligen Bibel?¡°

Meine Lieben, Sie kennen doch sicher auch diese Geschichten in der Bibel, nicht wahr? Juda hat mit Tamar, seiner Schwiegertochter, geschlafen, die dann einen Sohn zur Welt brachte. Lot hatte Beziehungen mit seinen Töchtern. Bruder mit Schwester... „Ich dachte, weil die Bibel ein heiliges Buch ist, gibt es in ihr nur gute Geschichten, aber ich las auch einige peinliche. Ich wurde rot beim Lesen. Pastor, sagen Sie mir, warum stehen solche Dinge in der Bibel?¡° Pastoren bekommen alle möglichen Fragen gestellt. Ich wusste nicht, wie ich antworten sollte. Es ging mir ähnlich wie dem Lehrer, der seine Schüler aufforderte:

„Wenn ihr Fragen habt, dann fragt.¡°

„Wieviele Haare sind auf meinem Kopf?¡°

„Du Flegel, frag nur über den Inhalt der Lehrbücher, die wir benutzen.¡°

„Wieviele Buchstaben sind in unseren Lehrbüchern?¡°

Aber der Mann folgte mit ganzem Herzen dem Herrn, hatte alles aufgegeben, was für ihn  wichtig war, und hatte seinen Glauben gewechselt zum Herrn. Deshalb konnte ich nicht einfach sagen, dass ich es nicht wusste. So etwas hätte ich nur zu Menschen sagen können, die ich schon länger kannte. Ich konnte nicht einfach irgendeine Erklärung abgeben, so als ob ich die Antwort wüsste. So eine schwierige Situation trifft einen Pastor oft. Ich betete einen Moment um Hilfe von Gott: „Herr, ich bin so dumm, dass ich seine Frage nicht beantworten kann. Bitte gib mir Weisheit, damit ich ihm seine Frage beantworten kann, die sehr wichtig für ihn ist.¡°

Ich habe meine Augen kurz geschlossen, und Gott hat mir die Antwort gegeben, die ich gleich weiter gab: „Herr Choi, das ist der Unterschied zwischen der Bibel und anderen Büchern.¡°

„Meinen Sie, dass es diese peinlichen Geschichten sind, die den Unterschied ausmachen?¡°

„Nein.¡° Meine Lieben! Angenommen, ich wäre alt geworden und gestorben, und meine Schüler, Pastorkollegen oder meine Kinder schrieben ein Buch über mein Leben, dann würden sie nur gute, keine schlechten Dinge über mich erzählen: „Pastor Park hat dies und jenes gut gemacht.¡°, meinen Sie nicht? Sie würden versuchen, meine schlechten Taten so gut wie möglich zu verbergen. Aber weil die Bibel der Spiegel unseres Herzens ist, entblö©¬t sie alles, was in unserem Herzen ist. Man verhält sich, als ob man ein Gentleman ist, obwohl man in seinem Herzen lüstern ist, nicht wahr? Mit einem Lächeln im Gesicht grü©¬t man: „Guten Tag!¡°, obwohl man Hass im Herzen hat. Wir können in der Bibel alle Arten von Geschichten finden, auch einige schmutzige. Das zeigt,  dass wir genau so schmutzig im Herzen sind. Ich glaube nicht, dass Sie solche Verhältnisse haben, z. B. Schwiegervater mit Schwiegertochter, Vater mit Tochter. Aber meine Lieben, wir alle haben Lüsternheit tief in unseren Herzen. Die Bibel ist geschrieben, um solche Dinge in unseren Herzen aufzudecken und uns erkennen zu lassen. Die Bibel würde das nicht erwähnen, wenn wir keine schmutzigen Gedanken in uns hätten. Weil wir voll von schmutzigen Dingen sind, deckt die Bibel all solche Dinge auf und zeigt, wie unser Herz ist.  Nach meiner Erklärung sagte er: „Erstaunlich! Die Bibel ist das wirklich wahre Buch. Konfuzius sprach viel über Dinge wie Würde und Anstand. Aber die Bibel ist die Wahrheit.¡° Von der Zeit an las er die Bibel mit noch mehr Eifer.

Meine Lieben, heute Morgen möchte ich nicht darüber sprechen, wie wir unser Gemeindegebäude gebaut haben oder über einen Plan unserer Gemeinde. Ich möchte erklären, wie die Probleme in unseren Herzen, die wir gar nicht bemerken, gelöst werden. Ich wünschte, ich könnte Ihnen Ihre Herzen zeigen wie ein Bild. Aber da ich das nicht kann, ist es für mich sehr schwer zu erklären, wie unsere Herzen sind.

 Am ersten Abend dieser Konferenz, nach meiner Predigt, kam ein Student zu mir und fragte: „Pastor, was ist Sünde? Können Sie mir erklären, was Sünde ist?¡° Ich gab ihm einige Erläuterungen über die Sünde.

„Wie können das Sünden sein?¡°

„Ich kann Ihnen Ihre Sünde nicht so zeigen: Sehen Sie her, so sehen Ihre Sünden aus!, weil sie unsichtbar sind. Trotzdem existieren die Sünden.¡°

Wenn ich die Sünde in Ihrem Herzen zeichnen könnte, könnte jeder leicht verstehen: „Aha, so sieht die Sünde aus.¡° Wenn wir zum Beispiel einen Tropfen Blut eines Typhus-Patienten unter einem  Mikroskop betrachten, können wir viele Bazillen in Bewegung sehen. Es wäre gut, wenn wir die Sünde auch so sehen könnten, nicht wahr? Doch weil die Sünde leider nicht mit Röntgenstrahlen oder mit einem Bluttest entdeckt werden kann, ist es unmöglich nachzuweisen, ob sie vollständig beseitigt worden ist oder nicht. So ist Sünde, nicht wahr? Es gibt nur einen einzigen Beweis: Das ist nichts anderes als Gottes Wort.

 Heutzutage möchten sich die Menschen nicht auf Gottes Wort verlassen, um nachzuprüfen, ob ihre Sünden weggewaschen sind. Es gibt viele, die den falschen Glauben haben: Sie glauben, sie wären von ihren Sünden gerettet, wenn sie gebetet haben, wenn sie in Zungen geredet haben, wenn sie geweissagt haben oder wenn sie mit Tränen etwas Hei©¬es in ihren Herzen gefühlt haben. Das ist nur Aberglaube. Dieser Aberglaube ist heutzutage in vielen Kirchen sehr verbreitet. Es ist nicht so: Wenn Sie gute Laune haben, ist Ihre Sünde vergeben, wenn Sie schlechte Laune haben, ist Ihre Sünde nicht vergeben. Wir müssen wissen, wie unsere Sünden vollkommen getilgt werden können, ungeachtet unserer Gefühle, verstehen Sie?

Ich denke, dass diese Einleitung ziemlich lang war. Meine Lieben, Gott wollte all unsere Sünde wegwaschen. Er hat nicht nur unsere Sünde getilgt, sondern Er zeigt uns auch den ganzen Prozess der Sündenvergebung genau, so dass wir erkennen: „Aha, so wurde all unsere Sünde weggewaschen.¡° Darum hat Er uns das Alte Testament und das Neue Testament gegeben, das sind die 66 Bücher der Bibel. Weil die Menschen wenig Ahnung von der Bibel haben, brauchen sie jemanden, der ihnen gut erklären kann, wie sie von der Sünde gerettet werden können. Es sind die Pastoren, die diese Arbeit tun.

Wenn Ihre Sünden weggewaschen sind, empfinden Sie das Wort sü©¬ wie Honig, werden Sie den Gottesdienst vermissen und ein gutes Leben führen voll Liebe und Frieden in Ihrem Herzen, weil der Heilige Geist in Ihnen wohnt. Wenn wir jemandem, dessen Sünden noch nicht beseitigt sind, sagen: „Begehe keine Sünden.¡° „Stiehl nicht.¡° „Versäume nicht, deinen Zehnten zu geben.¡° „Lies die Bibel.¡°, können diese Forderungen nur eine Last für ihn sein, und er kann sie nicht erfüllen. Aber diejenigen, die durch diese Evangelisation von der Sünde befreit werden, können am nächsten Tag schon merken, dass sie durch den Heiligen Geist verändert worden sind. Es gibt schon einige solche Menschen hier, nicht wahr? Sie können erkennen, dass der Frieden ins Herz gekommen ist und Sie dadurch geändert worden sind. Also: Das Wichtigste ist, das Geheimnis der Sündenvergebung und Wiedergeburt zu erkennen. Mit anderen Worten: Die Sünde in Ihrem Herzen muss vollkommen getilgt werden.

 Ich hatte die Möglichkeit, mich in diesem Gebäude umzusehen. Es ist wirklich gut gebaut. Ich war sehr beeindruckt, als ich die Inschrift auf der Gedenktafel dieses Gebäudes las. Dort steht, dass das Gebäude gebaut wurde, um es zur Verbreitung des Evangeliums und zur Ausbildung junger Studenten im Gebiet um Pusan zu benutzen. Ich danke Gott, dass Er mir die Gelegenheit gegeben hat, in so einem schönen Gebäude wie diesem zu predigen. Meine Lieben, dieses Mikrofon funktioniert gut und hat einen guten Klang, nicht wahr? Der Verstärker in diesem Gebäude ist wirklich gut. Obwohl ich schon in vielen Gebäuden in verschiedenen Städten Evangelisationen geführt habe, fand ich noch nirgends einen so guten Verstärker wie diesen vor. Er sieht zwar nicht so schön aus, aber seine Funktion ist wirklich sehr gut. Meine Lieben, kann dieses Mikrofon einen guten Klang haben, wenn das Kabel zwischen dem Mikrofon und dem Verstärker an irgendeiner Stelle durchgeschnitten ist? Es geht nicht. Was soll ich in diesem Fall tun? Ich muss einen Elektriker anrufen, damit er das Kabel wieder verbindet, so dass das Mikrofon wieder einen guten Klang hat. Wenn der Heilige Geist in Ihr Herz kommt, können Sie nicht anders als geändert zu werden. Wenn Sie immer noch die Welt lieben und ein fleischliches Leben führen, nachdem Sie die Sündenvergebung empfangen haben, stimmt etwas nicht. Wenn die Mauer zwischen Gott und uns abgerissen und dieses Problem gelöst ist, können wir von diesem Moment an mit Jesus Christus zusammen wandeln.

Es gibt einen Grund, warum wir Sie jeden Abend nach der Predigt einladen, so dass wir persönliche Gemeinschaft mit Ihnen haben können. Wissen Sie den Grund? Hier ist es genau wie in einem Krankenhaus, in dem es Ärzte gibt. Wenn ein Arzt zu viele Patienten hat, sammelt er dann alle um sich und wirft ihnen eine Handvoll Aspirin zu? Das kann er doch nicht tun! Egal wie beschäftigt er sein mag, kann er doch nicht einfach jedem Jod oder eine Schmerztablette geben. Er muss die Patienten einen nach dem anderen untersuchen. Wenn ein Arzt fragt: „Welche Beschwerden haben Sie?¡°, muss der Patient seinen Zustand ausführlich beschreiben. Dann kann der Arzt die richtige Diagnose stellen und das passende Medikament verschreiben. Genauso ist es auch im „geistlichen Krankenhaus¡°. Wenn ich jetzt nur einfach predigen und dann die Evangelisation beenden würde, wäre es genauso, als ob dieser Arzt allen Patienten Aspirin zuwirft. So darf es nicht sein, nicht wahr? Deshalb lade ich nach der Predigt alle ein, die von der Sünde gerettet werden wollen, und lasse sie mit den Knechten Gottes, den „Fachärzten¡°, persönliche Gemeinschaft haben. Sie stellen die Diagnose und geben ihnen das passende Medikament aus dem Alten und Neuen Testament. Wenn dieses Medikament eingenommen wird, wird die Sünde vollkommen getilgt, so wie Krebs oder ein Tumor vernichtet wird. Dann fühlt man sich sehr erleichtert und ruft „Halleluja!¡° 

Die Pastoren hören zuerst zu. Als Medikamente haben sie das Alte Testament und das Neue Testament bei sich. „Diese Frau ist genau wie die Samariterin. Zu ihr passt diese Geschichte.¡° „Dieser Mann ist genau wie Nikodemus. Zu ihm passt diese Geschichte.¡° Für diese persönlichen Gemeinschaften lade ich immer 40 bis 50 Pastoren zu jeder Evangelisation ein. Im Krankenhaus gibt es verschiedene Fachabteilungen, z. B. Chirurgie, Innere usw. Die Pastoren sind auf das Fach Sünde spezialisiert. Sie sind Spezialisten für die Krankheit Sünde. Als ich gestern Abend die Leute gesehen habe, die die Sündenvergebung empfangen und sich darüber gefreut haben, war ich auch sehr glücklich, weil ich mich an den Tag meiner Wiedergeburt erinnert habe: „Damals war ich auch so voller Freude...¡° Meine Lieben, lasst uns alle die Sündenvergebung empfangen. Ich möchte, dass keiner, der zu dieser Evangelisation  gekommen ist, mit Sünde im Herzen nach Hause geht! Wie entsetzt wären sie am Jüngsten Tag: „Ach, Pastor, ich habe damals an der Evangelisation teilgenommen, aber ich war so beschäftigt, dass ich früh nach Hause gegangen bin. Daher konnte ich die Sündenvergebung nicht empfangen, und jetzt bin ich in der Hölle gelandet!¡° Es tut mir leid, dass ich bis jetzt noch gar nicht dazu gekommen bin, über das Hauptthema zu reden, weil ich vorher noch so viel zu sagen hatte. Geschichten über die Sündenvergebung gibt es sehr viele in 1. Mose, 2. Mose, 3. Mose, 4. Mose, 5. Mose, Josua, Richter usw., aber nirgends in der Bibel steht dieser Satz: „Dieses ist der Weg der Sündenvergebung.¡° Was habe ich gestern Abend erzählt? Haben Sie es schon vergessen? Habe ich nicht über den Mundschenk und den Bäcker gesprochen? Beide haben gesündigt, aber der eine wurde gerettet, der andere verdammt. Durch diese Geschichte habe ich erklärt, wann unsere Seele gerettet werden kann bzw. verdammt werden muss. Die Bibel ist so geschrieben, dass wir das Geheimnis erst erkennen können, wenn wir die Sündenvergebung empfangen haben und unsere Augen geöffnet wurden. Früher wusste ich das auch nicht, aber als ich von der Sünde gerettet war, wurden meine Augen aufgetan, und ich konnte beim Bibellesen erkennen: „Aha, das ist der Weg der Sündenvergebung.¡° „Oh, hier ist auch eine Geschichte über die Sündenvergebung.¡° Direkt nach der Wiedergeburt habe ich in der ganzen Bibel alle Geschichten über die Sündenvergebung rot angestrichen. „Das ist genau der Weg der Sündenvergebung. Ich kannte ihn nicht, deshalb habe ich so sehr unter der Sünde gelitten!¡° Ich habe zuerst mit rotem Kugelschreiber die Bibelstellen angestrichen, dann noch mit roten Farbstiften, so dass die Bibel zum Schluss ganz rot übermalt aussah. Deshalb musste ich mir immer wieder neue Bibeln kaufen.

Es gibt viele Verse in der Bibel, in denen die Erlösung erwähnt wird, aber ich werde nur über eine Geschichte sprechen, weil ich heute nicht alle erzählen kann. Ich wünsche mir, dass Sie durch das Hören dieser Geschichte von der Sünde gerettet werden.

Zur Zeit des Alten Testamentes, nach dem Auszug aus Ägypten, erbauten die Israeliten unter der Führung Moses die Stiftshütte. Lasst uns nun in Hebräer 8 ab Vers 1 lesen: „Das ist nun die Hauptsache bei dem, wovon wir reden: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der da sitzt zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel und ist ein Diener am Heiligtum und an der wahren Stiftshütte, die Gott aufgerichtet hat und nicht ein Mensch. Denn jeder Hohepriester wird eingesetzt, um Gaben und Opfer darzubringen. Darum muss auch dieser etwas haben, was er opfern kann. Wenn er nun auf Erden wäre, so wäre er nicht Priester, weil da schon solche sind, die nach dem Gesetz die Gaben opfern.  Sie dienen aber nur  dem Abbild und Schatten des Himmlischen, wie die göttliche Weisung an Mose erging, als er die Stiftshütte errichten sollte: „Sieh zu¡°, sprach er, „dass du alles machst nach dem Bilde, das dir auf dem Berge gezeigt worden ist.¡°¡° Ich habe bis Vers 5 gelesen. Wenn Sie die obigen Verse lesen, sind sie schwer zu verstehen, nicht wahr? Hier können wir zwei Stiftshütten sehen. Lasst uns die zweite Hälfte von Vers eins und den zweiten Vers genau betrachten: „Wir haben einen solchen Hohenpriester, der da sitzt zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel und ist ein Diener am Heiligtum und an der wahren Stiftshütte, die Gott aufgerichtet hat und nicht ein Mensch.¡°

Wir können die Worte „Heiligtum¡° und „Stiftshütte¡° in Vers zwei finden. Wie hat Gott die Stiftshütte genannt? Wie bitte? Ich höre nicht gut! Warum sprechen Sie so leise, haben Sie Angst, eine falsche Antwort zu geben?

Meine Lieben, das ist doch gar kein Problem, wenn Sie falsch antworten! Wenn Sie alles wissen – warum sitzen Sie dann noch da unten, kommen Sie doch herauf und predigen Sie! Als ich das erste Mal im Radio gepredigt habe, wusste ich nicht, wie ich das machen sollte, weil es das erste Mal war. „Ich kann nicht im Radio predigen, sicher werde ich mich dauernd versprechen...¡° Da sagte ein Nachrichtensprecher: „Pastor, jeder kann sich versprechen, auch ein Pastor darf sich versprechen, nur die Wahrheit darf nicht verdreht werden! Aber wir Nachrichtensprecher dürfen uns nicht versprechen.¡° Genau wie er mich damit trösten wollte, so sage ich auch zu Ihnen, Sie dürfen ruhig etwas Falsches sagen! In der Bibel steht: Die wahre Stiftshütte. Haben Menschen sie gemacht? Oder Gott? Ja, Gott machte sie. Lasst uns Vers fünf lesen: „Sie dienen aber nur dem Abbild und Schatten des Himmlischen.¡° Nun können wir erkennen, dass es dort zwei Altäre gibt, zwei Heiligtümer, zwei Stiftshütten und zwei Tempel. Meine Lieben, haben Sie jemals gehört, dass es zwei Altäre und zwei Tempel gibt? Manche mögen denken, es gibt viel mehr als zwei Kirchen, schon allein in dieser Stadt. Aber so ist das nicht gemeint. Es gibt zwei Heiligtümer, um zu opfern. Eins davon ist im Himmel und wurde nicht von Menschen gemacht. Meine Lieben, dort im Himmel ist ein Altar und ein Heiligtum. Als die Israeliten nach dem Auszug von Ägypten in der Wüste waren, machten sie noch einen Altar und noch ein Heiligtum. Bevor sie die Stiftshütte gebaut haben, hat Gott Mose gerufen: „Mose!¡°

„Hier bin ich, Herr.¡°

„Komm herauf auf den Berg Sinai.¡° Er ging hinauf. Haben Sie den Film „Die Zehn Gebote¡° gesehen? Gott gab ihm zwei Gesetzestafeln, als Mose vierzig Tage und Nächte ohne Essen und Wasser gewartet hatte. Ich wei©¬ nicht wie, aber Gott zeigte ihm die ganze Stiftshütte im Himmel. Er zeigte ihm den Altar, den Schaubrottisch, die Bundeslade, das Becken usw. Danach befahl Gott ihm: „Mose, mach ein Abbild der Stiftshütte auf der Erde, genau wie ich sie dir gezeigt habe!¡° Nun lese ich Hebräer 8,5: „Sie dienen aber nur dem Abbild und Schatten des Himmlischen.¡° Können Sie jetzt diese Verse verstehen? „...wie die göttliche Weisung an Mose erging, als er die Stiftshütte errichten sollte: „Sieh zu¡°, sprach er, „dass du alles machst nach dem Bilde, das dir auf dem Berge gezeigt worden ist.¡°¡°

Durch diese Verse wissen wir, dass Gott Mose befohlen hat, eine Stiftshütte zu bauen, eine Bundeslade und einen Altar, genauso wie er sie im Himmel gesehen hatte. So machten die Menschen den Altar auf der Erde mit genau gleichem Aussehen. Nun, wo ist das Original? Im Himmel. Die Stiftshütte auf der Erde war nur ein Abbild. Immer wenn die Israeliten Sünden begangen hatten, brachten sie ihre Opfer vor diesem Abbild dar. Die Priester mit der heiligen Kleidung töteten Schafe oder Kühe und versprengten deren Blut. Lassen Sie mich erklären, wie sie Opfer darbringen mussten, um von ihren Sünden befreit zu werden.

Bitte schlagen Sie 3. Mose Kapitel 4 auf. Ich lese von Vers 27 an: „Wenn aber sonst jemand aus dem Volk aus Versehen sündigt, dass er gegen irgendeines der Gebote des Herrn handelt, was er nicht tun sollte, und so sich verschuldet und seiner Sünde innewird, die er getan hat, so soll er zum Opfer eine Ziege bringen ohne Fehler für die Sünde, die er getan hat, und soll seine Hand auf den Kopf des Sündopfers legen und es schlachten an der Stätte des Brandopfers. Und der Priester soll mit seinem Finger etwas von dem Blut nehmen und an die Hörner des Brandopferaltars tun und alles andere Blut an den Fu©¬ des Altars gie©¬en. All sein Fett aber soll er abheben, wie man das Fett des Dankopfers abhebt, und soll es im Rauch aufgehen lassen auf dem Altar zum lieblichen Geruch für den Herrn. So soll der Priester die Sühnung für ihn vollziehen, und ihm wird vergeben.¡° Wir können hier Wörter wie Stätte des Brandopfers, Brandopferaltar und Altar lesen, nicht wahr? Alle diese Dinge sind in der Stiftshütte. Durften die Menschen zur Zeit des Alten Testamentes an irgendeinem Ort wie z.B. zu Hause, in den Stra©¬en oder in den Bergen Schafe schlachten und opfern, wenn sie gesündigt hatten? Niemals! Sie mussten unbedingt zum Altar kommen, wenn sie opfern wollten. Nun werde ich Ihnen so einfach wie möglich erklären, wie ihre Sünden am Altar vergeben wurden. Ich möchte, dass ein Bruder und eine Schwester zu mir herauf kommen. Was ich jetzt sagen werde, ist so wichtig, dass es erforderlich ist, dass Sie mir bitte gut zuhören. Den Prozess, wie die Sünden zur Zeit des Alten Testamentes vergeben wurden, haben wir gerade gelesen. Lasst uns annehmen, dieser Bruder hier hätte gesündigt. Bitte lasst uns Vers 27 gemeinsam lesen: „Wenn aber sonst jemand aus dem Volk aus Versehen sündigt, dass er gegen irgendeines der Gebote des Herrn handelt, was er nicht tun sollte, und so sich verschuldet und seiner Sünde innewird, die er getan hat, ...¡°. Das bedeutet, dass nicht jeder die Sündenvergebung empfangen kann, sondern dass es Bedingungen gibt. Die erste Bedingung ist, dass man Sünden begangen hat. Einem, der keine Sünde begangen hat, kann nichts vergeben werden, egal wie gut er ist. Die zweite Bedingung ist: Die Sünde muss in sein Bewusstsein kommen, und er muss dadurch erkennen, dass er ein Sünder ist. Nun ist er berechtigt, die Sündenvergebung zu empfangen. Dann muss er ein lebendiges Tier, eine Ziege ohne Fehler bringen, damit die Ziege an seiner Stelle stirbt, weil der Sündensold der Tod ist. Nun sehen Sie bitte auf diesen Mann! Er sieht so aus, als ob er viele Sünden begangen hätte. Er möchte von der Sünde befreit werden. Lasst uns zurückgehen in die Zeit des Alten Testaments vor ca. 3500 Jahren. Wir sind mit einer Zeitmaschine in die Zeit vor 3500 Jahren zurückgeflogen. Wir sind jetzt im Jahr 1500 vor Christus. Der Bruder und die Schwester hier oben werden einen Sünder und eine Ziege spielen. Dieser Bruder, ein Sünder, muss eine Ziege ohne Fehler, diese Schwester, bringen. Hat diese Ziege Sünde oder nicht, wenn sie ohne Fehler ist? Nein, die Ziege hat keine Sünde. Aber was ist mit diesem Mann? Er hat Sünde. Auf wen muss dann Gottes Gericht des Zornes kommen? Natürlich auf ihn. Deshalb hat er die Ziege zum Priester gebracht. „Es tut mir leid, Ziege, aber ich möchte, dass du an meiner Stelle für meine Sünde stirbst.¡°

Also einer von den beiden ist ein Sünder, der andere ist eine reine Ziege. Damit diese Ziege an Stelle des Mannes für seine Sünde sterben kann, muss die Sünde des Mannes auf die Ziege übertragen werden. Wenn die Sünde nicht übertragen worden ist, kann die Ziege nicht bestraft werden. Wie wird also seine Sünde auf die Ziege übertragen? Wenn Sünde ein Kugelschreiber wäre, könnten wir sie einfach aus der Tasche ziehen, und wenn sie ein Mantel wäre, könnten wir sie einfach ausziehen. Aber wir können die Sünde nicht betasten oder mit den Händen transportieren. Wenn wir auch die Sünde nicht sehen können - kann Gott sie sehen oder nicht? Er kann! Lasst und die Verse 28 und 29 lesen: „...und seiner Sünde innewird, die er getan hat, so soll er zum Opfer eine Ziege bringen ohne Fehler für die Sünde, die er getan hat, und soll seine Hand auf den Kopf des Sündopfers legen...¡°. Das Sündopfer hier bedeutet eine Ziege oder ein Schaf, und der Sünder muss seine Hand auf den Kopf dieses Schafes legen. Warum muss er das tun? Die Elektrizität, die wir jetzt benutzen, kommt aus einem Elektrizitätswerk. Und wir verbinden das Kraftwerk und unser Haus mit einem Kabel, um mit Elektrizität versorgt zu werden. Was müssen Sie dann tun, damit die Sünde übertragen wird? 3. Mose 16,21 sagt, dass die Sünde durch Handauflegen übertragen wird. Da die Sünde durch Handauflegen übertragen wird, muss dieser Sünder durch Handauflegen die Sünde auf diese Ziege übertragen, so dass die Ziege an seiner Stelle sterben kann.

Jetzt führen wir eine Sünden-Übertragungs-Zeremonie vor. Ich bin jetzt ein Priester. „Du sollst deine Hand auf den Kopf dieser Ziege legen, um deine Sünde zu übertragen.¡° Nun hat dieser Sünder seine Hand auf die reine Ziege gelegt. Ist seine Sünde jetzt auf die Ziege übertragen worden oder nicht? „Sie ist nicht übertragen, weil ich nichts gesehen habe.¡° Dieser Mann hat die Hand aufgelegt, aber wir konnten nicht sehen, ob die Sünde übertragen worden ist oder nicht. Es ist überhaupt nicht möglich, dadurch Glauben zu bekommen, dass man die Sündenübertragung sieht. Auch durch eine Lupe können wir nicht sehen, dass die Sünde übertragen wird. Wir können es nur mit den Augen des Glaubens sehen, weil Gott gesagt hat, dass die Sünde durch Handauflegen übertragen wird. Egal, ob Sie es glauben oder nicht, das steht Ihnen frei, aber in der Bibel steht es so. Gott sagt nicht: „Du darfst nicht in die Hölle gehen! Ich verbiete dir, in die Hölle gehen!¡° Es steht Ihnen wirklich frei, verstehen Sie? Die Sünde wurde übertragen, als der Sünder seine Hand auf das Opfer legte, weil die Bibel gesagt hat, dass die Sünde durch die Handauflegung übertragen wurde, nicht wahr? Wenn es nicht so wäre, wäre Gott ein Lügner. Lassen Sie mich fragen: „Lügt Gott?¡° Wir übertreiben beim Grü©¬en, als ob wir überglücklich wären: „Ich freue mich sehr, dich zu sehen¡°, obwohl wir das gar nicht so meinen. Manchmal sagt ein Angler, er habe einen meterlangen Fisch geangelt, obwohl er nur 10 cm lang war. Der Fisch kann grö©¬er oder kleiner sein, je nachdem wie ein beredter Mensch ihn beschreibt. Gott kann das nicht. Er sagt genau, was Er im Herzen hat, sonst nichts. Er sagte, die Sünde wurde übertragen, weil die Sünde übertragen wurde. Er kann das nicht sagen, wenn die Sünde nicht übertragen wurde. Glauben Sie an diesen Gott? Wenn Sie nicht glauben wollen, kann ich nichts dagegen tun, denn ein anderer kann nicht an Ihrer Stelle glauben. Wenn ein anderer für Sie glauben könnte, würde ich gerne an Ihrer Stelle glauben, weil ich wei©¬, wie man glaubt. Weil das unmöglich ist, wird meine Stimme jetzt immer lauter.

Jetzt legt der Sünder seine Hand auf das Opfer. Nach der Handauflegung ist die Sünde übertragen. Hat der Sünder immer noch die Sünde? Wie ist es mit der Ziege? Nach Gottes Wort hat der Mann keine Sünde mehr, aber die Ziege wurde zum Sünder durch die Handauflegung. Dann holt der Priester ein scharfes Messer und sticht in die Schlagader der Ziege. Das Opfer fällt blutend um und stirbt. Der Priester nimmt Blut von der Ziege und streicht es mit seinen Fingern an die Hörner des Altars, denn der Sündensold ist der Tod. „Herr, ein Leben vergoss sein Blut und starb für den Sünder.¡° Als Beweis für den Tod wegen der Sünde strich er das Blut an den Altar und goss den Rest des Blutes an den Fu©¬ des Altars. Danach verbrannte er die Eingeweide mit ihrem Fett. Dann ist das Opfer fertig. So wurde dieser Mann von der Sünde reingewaschen. Das ist das Sündopfer im Alten Testament. Das ist das Opfer, durch das die Sünde vergeben wird. Nun ist die Sünde dieses Mannes getilgt. Ist er jetzt gerecht oder nicht? Hat er Sünde oder nicht? Er hat keine Sünde mehr. Also lebt er von heute an sehr glücklich. Heute ist der 9. Oktober 1500 v. Chr. Dieser Mann wurde rein und heilig am 9. Oktober um 12 Uhr. Es verging eine Stunde, ein Tag, zehn Tage. Er führte zehn Tage lang ein heiliges Leben. Aber nach zehn Tagen sah er zufällig seinen Feind, worauf er schon seit Jahren gewartet hatte. Er beschimpfte ihn: „Endlich hab ich dich!¡° und schlug ihn zusammen. Ist er jetzt noch gerecht? Noch heilig? Leider nicht. Nach dem heftigen Streit denkt er reuevoll: „Ach, ich habe einfach mein teures Opfer vergeudet. Meine Gerechtigkeit ist völlig zerbrochen, nur wegen meines verdammten Feindes.¡° Er leidet darunter und weint. Dann konnte er nichts anderes tun als zum Markt zu gehen und eine andere Ziege zu  kaufen. Er prüft ihren Kopf, die Beine, die Brust und den Schwanz. Wenn sie keinen Fehler hat, muss er sie als Opfer darbringen. Solche Opfer geschahen immer zur Zeit des Alten Testaments.

Die Bibel sagt, das Blut um den Altar herum floss daher wie ein Fluss. Haben Sie schon gehört, dass Salomo tausendmal opferte? Lasst uns annehmen, die Reichen können tausendmal opfern, aber wir können es nicht, obwohl wir es möchten, weil wir kein Geld haben, nicht wahr? 100 Mark für ein Lamm, wieviel gibt das für 1000 Lämmer? 100.000 Mark! Lasst es uns aus Gottes Sicht sehen. Er liebte die Menschen sehr, aber er konnte nichts tun, weil die Sünde als Mauer zwischen Ihm und den Menschen stand. Das machte Gott traurig. Nun kommt der Mann und opfert die Ziege. Dann freut sich Gott: „Ja, das ist gut.¡° Aber nach nur ein paar Stunden sündigt der Mann wieder. Das ist wie ein Kreislauf: Gott möchte den Mann lieben, aber der Mann sündigt wieder usw. Deshalb ist es für Gott sehr mühselig, uns zu lieben. Selbst wenn man viele Opfer darbringt, kann jedes Opfer nur eine Sünde tilgen. Deshalb war dieses Opfer wertlos. Ein Opfer mit einer Ziege ist daher nur ein Abbild, nicht das Wahre. Viele Priester zur Zeit des Alten Testaments haben viele Ziegen und Schafe geopfert. Gott hat uns deshalb dieses Abbild gegeben, damit wir erkennen, dass unsere Sünde am Altar der Stiftshütte im Himmel durch den Tod des Lammes vergeben wird. Zum Schlu©¬ wollte Gott das Opfer für die Ewige Erlösung auf dem wahren Altar im Himmel haben. Das ewige Opfer kann nicht mit Opfern wie Ziegen oder Schafen dargebracht werden. Deshalb musste Er uns Seinen eingeborenen Sohn, Jesus Christus, als Lamm schicken.

Jesus kam auf die Erde als Gottes Lamm für unsere Sünde, nicht wahr? Also muss unsere Sünde auf Ihn übertragen werden. Wie? Die meisten Menschen wissen das nicht. Sie wissen nicht, ob ihre Sünde auf Ihn übertragen wurde, oder ob sie noch Sünde haben. Satan ist raffiniert genug, uns zu täuschen. Was die Sache noch schlimmer macht: Die Sünde ist nicht sichtbar. „Du hast noch Sünde. Du hast gestern gesündigt. Du hast gelogen.¡° So stimmen wir zu und sagen weinend: „Das stimmt. Das habe ich getan. Oh, Herr! Ich bin ein Sünder.¡°

 Die Sünde muss auf Jesus übertragen werden. Wie kann das geschehen? Zur Zeit des Alten Testaments konnte die Sünde übertragen werden, wenn der Sünder seine Hand auf das Opfer legte. Aber wie können all die Milliarden Menschen dieser Welt die Hand auf den Kopf Jesu legen? Es geht nicht. Wenn jeder seine Hand auf Seinen Kopf legen würde, wäre er abgetragen. Ich bin nicht sicher, ob dies eine wahre Geschichte ist, aber ich hörte über die Petrus-Statue aus Kupfer in Rom. Ein Teil ihres Fu©¬es ist abgetragen, weil zu viele Menschen aus der ganzen Welt ihn geküsst haben. Die Statue muss jetzt hinter Glas aufbewahrt werden, damit man sie nicht mehr küssen kann. Als nur ein Teil der Menschheit ihn geküsst hat, wurde der Fu©¬ schon abgetragen. Dann wird der Kopf Jesu ganz sicher abgetragen, wenn Milliarden von Menschen ihre Hände auf Ihn legen würden, nicht wahr? Im Alten Testament steht geschrieben: Wenn einer gesündigt hat, legte er seine Hand auf das Schaf, aber wenn das ganze Volk oder die ganze Gemeinde gesündigt hat, legten nicht alle, sondern ein Mann, der Vertreter,  seine Hände auf. Wenn Sie Zeit haben, lesen sie zu Hause von 3. Mose 4,1 an. Das heisst, ein Vertreter muss seine Hände auflegen, damit wir unsere Sünde auf Jesus übertragen können. Lasst uns das in der Bibel finden. Bitte schlagen Sie Matthäus 3, 13-15 auf: „Zu der Zeit kam Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, dass er sich von ihm taufen lie©¬e. Aber Johannes wehrte ihm und sprach: Ich bedarf dessen, dass ich von dir getauft werde, und du kommst zu mir? Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Lass es jetzt geschehen! Denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen.¡° Lasst uns annehmen, dieser Bruder hier oben wäre Jesus und diese Schwester ist Johannes der Täufer. Als Johannes im Jordan taufte, kam Jesus zu Johannes. „Taufe mich.¡° Was sagte Johannes? „Ich bedarf dessen, dass ich von dir getauft werde, und du kommst zu mir?¡° Wissen Sie, was Jesus dann gesagt hat? „Lass es jetzt geschehen! Denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen.¡°

Wie wurde alle Gerechtigkeit erfüllt dadurch, dass Jesus von Johannes dem Täufer getauft wurde? Das Gegenteil des Gerechten ist der Sünder. Alle Gerechtigkeit zu erfüllen bedeutet Erlösung von unserer Sünde. Johannes der Täufer ging in den Jordan und taufte Jesus. Meine Lieben, wenn wir jemanden taufen, legen wir dann unsere Hände auf dessen Kopf oder nicht? Sicher tun wir das. Diese Handauflegung bedeutet, dass die Sünde der ganzen Menschheit durch Johannes den Täufer auf Jesus übertragen wurde. Verstehen Sie? Als Jesus getauft und aus dem Wasser gestiegen war, hat sich der Himmel aufgetan, und eine Stimme kam vom Himmel und sagte: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.¡° Gott hatte Wohlgefallen an Ihm. Warum? Gott hatte Jesus gesagt, dass Er in die Welt gehen und für die ganze Sünde dieser Welt sterben soll. Nun, Jesus nahm die Sünde aller Menschen auf sich, deshalb hat Gott an Ihm, der Seinem Wort gehorcht hat, Wohlgefallen. Deshalb kam diese Stimme vom Himmel herab.

Johannes der Täufer legte seine Hände auf Ihn und taufte Ihn. Johannes ist der Vertreter der ganzen Menschheit. Wurde nun alle Sünde auf Jesus übertragen oder nicht? Meine Lieben, antworten Sie bitte ganz genau: Wann wurde Ihre Sünde auf Jesus Christus übertragen? Als Sie es glaubten? Wenn es so wäre, dann träfe es nicht zu, dass unsere Sünde auf Jesus übertragen wurde und Er dafür starb, denn wir glauben jetzt, und Er starb vor 2000 Jahren. Das bedeutet: Er starb, ohne dass Ihre Sünde auf Ihn übertragen worden ist. Sein Tod kann nicht wirksam sein, es sei denn, Er starb, nachdem unsere Sünde auf Ihn übertragen wurde. Wenn Er starb, bevor unsere Sünde auf Ihn übertragen wurde, hat Sein Tod gar keine Beziehung zu uns. Dann können wir nicht sagen: Er starb für meine Sünde. Stimmen Sie mir zu? All unsere Sünde wurde auf Jesus übertragen, noch bevor wir geboren wurden, nicht als wir an Ihn glaubten. Er nahm nicht nur unsere Sünde sondern auch die Sünde unserer Kinder wie auch unserer Enkel, nämlich der ganzen Menschheit vor Gott für immer weg. Wir haben das zwar nicht gesehen, aber es ist wahr, dass die Sünde übertragen wurde. Gottes Wort sagt das. Nun schlagen wir Johannes 1,29 auf und lesen zusammen: „Am nächsten Tag sieht Johannes, dass Jesus zu ihm kommt und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!¡° Gestern kam Jesus zu Johannes dem Täufer am Jordan und wurde getauft, nicht wahr? Am nächsten Tag kam Jesus wieder zu Johannes. Nehmen wir mal an, hier ist der Jordan, in dem viel klares blaues Wasser flie©¬t. Johannes tauft und ruft: „Tut Bu©¬e und lasst euch taufen!¡° Da kommt Jesus von dort; was sagt Johannes jetzt? „Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!¡° Meine Lieben, sehen Sie bitte auch hin! Hat Jesus etwas Schweres auf Seinen Schultern getragen? Die Leute schauten hin, weil Johannes gesagt hat: „Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!¡°, aber sie konnten nicht sehen, dass Jesus die Sünde auf sich trägt. Jesus kam genau wie gestern mit der gleichen Kleidung, die durch die Taufe nass geworden war und noch verknittert aussah. Mit unseren Augen können wir nicht sehen, dass unsere Sünde auf Jesus übertragen wurde, aber Gott konnte es und Johannes der Täufer auch. „Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!¡° War Ihre Sünde nicht in der Sünde der Welt enthalten, obwohl die Sünde der anderen eingeschlossen ist? „Pastor, ich glaube aber, dass meine Sünde ausgeschlossen ist!¡°  Solche Menschen gibt es. Sagt Gott dann: „Ich nehme die Sünde der anderen, aber deine nicht, weil du seit Generationen mein Feind bist.¡°? Auf keinen Fall! Jede Sünde auf dieser Erde gehört zur Sünde der Welt. „Das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt.¡° Meine Lieben, so wie eine Ziege zur Zeit des Alten Testaments durch die Handauflegung die Sünde auf sich genommen hat, ist Jesus, das Lamm Gottes, gekommen, und hat unsere Sünde auf sich genommen. Jesus musste dann bestraft werden. Derjenige, der auf dieser Welt die meisten Sünden hatte, war Jesus am Kreuz. Denn alle Sünden der ganzen Welt waren auf Ihn übertragen worden. Seine Sünde war so schwer und schmutzig, dass sogar Gott Sein Gesicht von Ihm abwenden musste. So nahm Jesus, das Lamm Gottes, unsere Sünde auf sich und starb am Kreuz. Jesaja Kapitel 53 sagt: „Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen.¡°

Es steht geschrieben, Er wurde ans Kreuz genagelt für unsere Missetat und Sünde. Meine Lieben, wir können mit unseren Augen nicht nachprüfen, ob unsere Sünde auf Jesus übertragen wurde, weil Sünde unsichtbar ist. Aber wir können sehen, wenn eine schwangere Frau entbunden hat, nicht wahr? Weil unser Körper Materie ist, fällt es auf, wenn etwas, was eben noch da war, jetzt weg ist. Aber die Sünde ist unsichtbar, ob sie nun da ist oder nicht. Alles, was wir in Bezug auf Sünde noch haben, ist die Erinnerung an die Sünde. Weil wir uns noch an die Sünde erinnern können, betrügt Satan uns durch diese Erinnerung, so dass wir glauben, wir hätten noch Sünde. Wenn wir noch Sünde hätten, blo©¬ weil wir uns daran erinnern, würde das bedeuten, dass unsere Sünde weg wäre, sobald wir uns daran nicht mehr erinnern. Kann das hei©¬en, dass einer, der an Gedächtnisschwund leidet, von seiner Sünde befreit ist? Es ist nicht so! Obwohl wir uns an sie erinnern und manchmal Gewissensbisse haben, ist die Sünde wirklich auf Jesus übertragen. Die Bibel bezeugt das. Das können Sie glauben oder auch nicht, das liegt an Ihnen. Meine Lieben, wir haben nichts mehr, wofür wir gerichtet werden müssen, weil die Sünde auf Jesus übertragen und das Urteil schon vollstreckt wurde. Es gibt ein Lied für den Kindergottestdienst:

 

Es gibt kein Gericht für mich.

Denn Jesu Blut verdecket mich.

Jesus ist für mich am Kreuz gestorben,

darum gibt es kein Gericht für mich.

 

 Wenn wir vor das Gericht kommen, wird Gott sagen: „Deine Strafe wurde schon verbü©¬t.¡°

„Wann, Herr?¡°

„Das geschah am Kreuz.¡°

Gestern fuhr ich mit Pastor Kwon zu einer Autowaschanlage, weil mein Auto schmutzig war. Nachdem mein Auto gereinigt war, wollte ich gerade bezahlen. Pastor Kwon hielt mich ab und sagte: „Ich habe schon bezahlt.¡°

„Wann?¡°

„Eben.¡°

Muss ich noch einmal bezahlen? Es ist sehr schön, mit so einem Mann unterwegs zu sein! Jesus hat die Strafe bekommen, die wir eigentlich bekommen mussten, ohne uns zu fragen. Er wurde gerichtet ohne unsere Erlaubnis. Meine Lieben, genau das ist Seine Liebe für uns. Bitte empfangen Sie diese Liebe nicht als ein Nichts. Es würde ihn wirklich schmerzen, wenn wir glaubten, dass wir immer noch Sünde hätten, obwohl Er am Kreuz dafür gestorben ist.

 Lassen Sie uns einige Verse lesen und ein bisschen genauer darüber reden. Hebräer 9,11: „Christus aber ist gekommen als ein Hoherpriester der zukünftigen Güter durch die grö©¬ere und vollkommenere Stiftshütte, die nicht mit Händen gemacht ist, das ist: die nicht von dieser Schöpfung ist.¡°

Dies bedeutet, Jesus kam in die wahre Stiftshütte im Himmel, nicht in eine, die von Menschen in der Zeit des Alten Testaments gemacht wurde. Und Vers 12: „Er ist auch nicht durch das Blut von Böcken oder Kälbern, sondern durch sein eigenes Blut ein für allemal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erworben.¡°

Hier können wir die Worte finden: „...nicht durch das Blut von Böcken oder Kälbern¡°. Als man zur Zeit des Alten Testaments im Abbild geopfert hat, brauchte man das Blut von Böcken und Kälbern. Aber in die wahre Stiftshütte im Himmel ist Jesus nicht mit solchem, sondern mit Seinem eigenen Blut ein für allemal eingegangen. Die Sünde wurde zwar durch das Opfern von Abbildern, d. h. Schafen oder Ziegen, reingewaschen, aber immer nur für einen bestimmten Zeitraum. Es mussten also immer wieder Tiere geschlachtet werden, wenn man gesündigt hatte. Jesus aber wusch nicht nur die Sünde einer bestimmten Zeit weg, sondern auch unsere Sünden für immer, als Er am Kreuz starb. Deshalb muss Er nicht noch einmal gekreuzigt werden. Wenn es nötig wäre, würde Er sich sicher nicht weigern, sofort noch einmal am Kreuz für uns zu sterben. Weil das unnötig ist, sitzt Er zur Rechten Gottes. Vers 13: „Denn wenn schon das Blut von Böcken und Stieren und die Asche von der Kuh durch Besprengung die Unreinen heiligt, so dass sie äu©¬erlich rein sind, ...¡°. Wurde die Sünde der Israeliten getilgt und wurden sie heilig, wenn sie Böcke und Stiere geopfert haben? Natürlich. Wenn sogar das Blut von Böcken und Kälbern die Sünde wegwaschen konnte, warum sollte dann das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes, nicht unsere Sünde tilgen können? Glauben Sie das? Glauben Sie es mit Ihrem Herzen, nicht nur mit Ihrem Mund? Glauben Sie, dass Ihre Sünde wei©¬ wie Schnee gewaschen ist? Heben Sie Ihre Hand, wenn Sie daran glauben! Gott freut sich sehr. Ich habe gar nichts dafür getan, aber Jesus hat Sein Blut dafür vergossen. Viele sagen, sie glauben, dass Jesus für unsere Sünde gestorben ist. Aber wenn ich sie frage: „Haben Sie Sünde?¡°, antworten sie: „Ja, natürlich habe ich Sünde!¡° Das bedeutet: Sie wissen nur, sie glauben nicht. Nur wenn Sie glauben, dass Jesus die Sünde vollkommen getilgt hat, kann Ihr Herz von der Sünde befreit werden.

Ich werde das Ganze noch aus einem anderen Blickwinkel erklären, denn Sie müssen die Gewissheit der Sündenvergebung haben. Sie dürfen auch nicht den leisesten Zweifel haben. Wir lesen Hebräer 10,10: „Nach diesem Willen sind wir geheiligt ein für allemal durch das Opfer des Leibes Jesu Christi.¡° Wodurch sind wir heilig geworden? Nur weil Jesus am Kreuz gestorben ist, sind wir heilig! Weil wir diese Tatsache nicht erkennen, bemühen wir uns selbst, heilig zu werden. Aber es ist unmöglich. Wie ich gestern Abend gesagt habe, ist das so wie das teuerste Parfüm auf dem Schwein. Das teuerste Parfüm bringt gar nichts für das Schwein, weil seine Natur das Schmutzige mag. Meine Lieben, wie können wir heilig sein, die wir die Sünde mögen? Wir selbst können nicht heilig sein. Nur weil Jesus am Kreuz Sein Blut vergossen hat, sind wir heilig. Vers 11: „Und jeder Priester steht Tag für Tag da und versieht seinen Dienst und bringt oftmals die gleichen Opfer dar, die doch niemals die Sünden wegnehmen können.¡° Diese Opfer konnten die Sünden nur für eine bestimmte Zeit wegnehmen. Aber Vers 12 sagt: „Dieser aber hat ein Opfer für die Sünden dargebracht...¡°. Welche Art Opfer? Ein ewiges Opfer, dieses Opfer gilt für ewig!  „...und sitzt nun für immer zur Rechten Gottes und wartet hinfort, bis seine Feinde zum Schemel seiner Fü©¬e gemacht werden. Denn mit einem Opfer hat er für immer die vollendet, die geheiligt werden.¡°

Gott hat uns mit dem kostbaren Blut am Kreuz heilig und vollkommen für immer gemacht. Glauben Sie die Tatsache, dass Gott uns heilig gemacht hat! Glauben Sie die Tatsache, dass Gott nichts für uns übrig gelassen hat, was wir tun müssen. Glauben Sie nur an das Kreuz, wo unsere Sünde völlig weggewaschen wurde. Vers 16-17: „„Das ist der Bund, den ich mit ihnen schlie©¬en will nach diesen Tagen¡°, spricht er: „Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn will ich es schreiben, und ihrer Sünden und ihrer Ungerechtigkeit will ich nicht mehr gedenken.¡°¡°  Gott sagt, Er will Ihrer Sünden und Ungerechtigkeit nicht mehr gedenken. Wenn Sie etwas Böses gegen mich getan haben, ist es Ihnen unangenehm, hier zu sein, weil ich davon wei©¬. Aber wie ist es, wenn ich es vergessen habe? Dann ist es kein Problem mehr.

Meine Frau macht manchmal Fehler, und ich schimpfe mit ihr. Wenn sie wieder dasselbe macht, sage ich: „Du hast schon wieder denselben Fehler gemacht!¡° Dann sagt sie: „Du erwähnst dieselbe Sache immer wieder, wenn ich einmal einen Fehler mache!¡° „Okay, in Zukunft werde ich nichts mehr dazu sagen.¡° Aber unbewusst erwähne ich dieselbe Sache doch wieder. Dann sagt meine Frau: „Du hast versprochen, dass du diesen Fehler vergisst, aber du hast ihn immer noch im Kopf.¡° Ein Mensch kann nicht anders. Obwohl man gesagt hat, dass man etwas vergessen wird, erinnert man sich doch wieder, wenn man auf die gleiche Sache trifft. Manchmal versuchen wir etwas zu vergessen, erinnern uns aber immer wieder, andererseits können wir uns oft nicht an etwas erinnern, an das wir uns erinnern wollen. So ist der Mensch. Aber Gott kann vergessen, was Er will, und sich erinnern, an was Er will. Wenn Er sagt, Er will sich nicht mehr erinnern, dann löscht Er es, so wie wir Dokumente von einer Computerdiskette löschen, d. h. Gott gedenkt unserer Sünden nicht mehr. Halleluja!! Preist den Herrn!!

Meine Lieben, ich wünsche mir wirklich, dass wir alle zusammen in den Himmel gehen und dort für immer glücklich leben können. Ich danke Ihnen für Ihre Geduld in den unbequemen Stühlen, und ich werde Sie heute Abend wiedersehen.