DER MUNDSCHENK UND
DER BÄCKER DES
KÖNIGS
Wir lesen 1. Mose
40, 1-23: „Und es begab sich danach,
dass sich der Mundschenk des Königs von Ägypten und der Bäcker versündigten an
ihrem Herrn, dem König von Ägypten. Und der Pharao wurde zornig über seine
beiden Kämmerer, gegen den Obersten über die Schenken und gegen den Obersten
über die Bäcker, und lie©¬ sie setzen in des Amtmanns Haus ins Gefängnis, wo
Josef gefangen lag. Und der Amtmann gab ihnen Josef bei, dass er ihnen diente.
Und sie sa©¬en etliche Zeit im Gefängnis. Und es träumte ihnen beiden, dem
Schenken und dem Bäcker des Königs von Ägypten, in einer Nacht einem jeden ein
eigener Traum, und eines jeden Traum hatte seine Bedeutung. Als nun am Morgen
Josef zu ihnen hineinkam und sah, dass sie traurig waren, fragte er sie und
sprach: Warum seid ihr heute so traurig? Sie antworteten: Es hat uns geträumt,
und wir haben niemand, der es uns auslege. Josef sprach: Auslegen gehört Gott
zu; doch erzählt mir¡¯s. Da erzählte der oberste Schenk seinen Traum und sprach
zu Josef: Mir hat geträumt, dass ein Weinstock vor mir wäre, der hatte drei
Reben, und er grünte, wuchs und blühte, und seine Trauben wurden reif. Und ich
hatte den Becher des Pharao in meiner Hand und nahm die Beeren und zerdrückte
sie in den Becher und gab den Becher dem Pharao in die Hand. Josef sprach zu
ihm: Das ist seine Deutung: Drei Reben sind drei Tage. Nach drei Tagen wird der
Pharao dein Haupt erheben und dich wieder in dein Amt setzen, dass du ihm den
Becher in die Hand gebest wie vormals, als du sein Schenk warst. Aber gedenke
meiner, wenn dir¡¯s wohlgeht, und tu Barmherzigkeit an mir, dass du dem Pharao
von mir sagst und mich so aus diesem Hause bringst. Denn ich bin aus dem Lande
der Hebräer heimlich gestohlen worden; und auch hier hab ich nichts getan,
weswegen sie mich hätten ins Gefängnis setzen dürfen. Als der oberste Bäcker
sah, dass die Deutung gut war, sprach er zu Josef: Mir hat auch geträumt, ich
trüge drei Körbe mit feinem Backwerk auf meinem Haupt und im obersten Korbe
allerlei Gebackenes für den Pharao, und die Vögel fra©¬en aus dem Korbe auf
meinem Haupt. Josef antwortete und sprach: Das ist seine Deutung: Drei Körbe
sind drei Tage. Und nach drei Tagen wird der Pharao dein Haupt erheben und dich
an den Galgen hängen, und die Vögel werden dein Fleisch von dir fressen. Und es
geschah am dritten Tage, da beging der Pharao seinen Geburtstag. Und er machte
ein Festmahl für alle seine Gro©¬en und erhob das Haupt des obersten Schenken und
das Haupt des obersten Bäckers unter seinen Gro©¬en und setzte den obersten
Schenken wieder in sein Amt, dass er den Becher reiche in des Pharao Hand, aber
den obersten Bäcker lie©¬ er aufhängen, wie ihnen Josef gedeutet hatte. Aber der
oberste Schenk dachte nicht an Josef, sondern verga©¬
ihn.
Meine
Lieben!
Man sagt, das Leben eines Christen sehe zwar ganz einfach aus, leicht zu verstehen und zu führen, aber in Wirklichkeit sei es gar nicht so. Natürlich bin ich nicht derjenige, der die Kraft hat, dieses Problem zu lösen. Der einzige Grund, warum ich heute Abend hier stehen kann, ist, dass ich eine wunderbare Erfahrung machen durfte. Ich habe lange unter meiner Sünde gelitten, aber eines Tages wurde all meine Sünde reingewaschen, so wei©¬ wie Schnee.
Heute bekam ich
einen Brief. Meine Tochter in Seoul hat ihn mir geschickt. Ich habe eine Tochter
in der neunten Klasse und einen Sohn in der sechsten. Weil ich seit mehreren
Tagen von meinen Kindern getrennt bin, konnte ich es kaum erwarten, den Brief zu
öffnen. Ich werde ihn vorlesen.
„Papa, es ist jetzt kurz nach Mitternacht. Ich bin so glücklich, dass ich Dir einen Brief schreiben muss. Während Du gerade die Evangelisation in Pusan leitest, verrichtete Satan in unserem Haus sein Werk. Mein Bruder Young-Kuk hatte schreckliches Fieber und weinte vor Schmerzen. Meine Tante und ich beteten gemeinsam aus ganzem Herzen. Nach dem Gebet vergingen seine Kopfschmerzen, und er fiel in tiefen Schlaf. Ich kann nicht anders, ich muss einfach vor lauter Freude diesen Brief schreiben. Mach Dir keine Sorgen um seine Gesundheit. Gott hat ihn vollkommen geheilt.¡°
Ich kann mich noch
an den Tag erinnern, als meiner Tochter ihre Sünde vergeben wurde. Eines Tages
hatte sie Unterricht im Chemielabor, und plötzlich explodierte eine Flasche mit
Salzsäure, weil die Schüler, die das Labor vorher benutzt hatten, die Säure auf
der Lampe stehen lie©¬en. Unglücklicherweise bekam meine Tochter die Säure auf
den Kopf. Die Schulkrankenschwester brachte sie eilig ins Krankenhaus, wo ihr
Kopf mit Alkohol gereinigt und verbunden wurde. Dann schickte man sie nach
Hause. Ich habe erst später davon erfahren, doch weil sie im Krankenhaus
versorgt worden war, dachte ich, es sei alles in Ordnung. Seltsamerweise war die
Wunde aber nach zwei Wochen immer noch nicht verheilt. Meine Frau sah es sich an
und stellte fest, dass die Kopfhaut am Absterben war. Sie brachte unsere Tochter
sofort zu dem Krankenhaus, wo meine Schwägerin arbeitet. Zu ihrer Überraschung
stellten die Ärzte fest, dass die Salzsäure bei der ersten Behandlung nicht
vollständig entfernt worden war. Meine Tochter musste sofort operiert
werden.
Ohne zu wissen, was
geschehen war, war ich inzwischen auf dem Weg zur Kirche, nachdem ich im
Gefängnis das Evangelium verkündet hatte. Einer meiner Pastorkollegen schlug
vor: „Lass uns kurz am Krankenhaus halten und ein Gemeindemitglied besuchen!¡°
Als ich das Auto abstellte, rannte mein Sohn auf mich zu: „Papa, Papa, Eun-Sook
wird gerade operiert!¡° Wir eilten zum Behandlungsraum und sahen, wie ein Arzt
gerade das abgestorbene Stück aus ihrer Kopfhaut entfernte. So etwas ist kein
schöner Anblick für einen Vater. Der Doktor legte einen Verband um ihren Kopf,
und für etwa zehn Tage konnte sie nicht zur Schule gehen, also ging ich in die
Schule, um ihre Abwesenheit zu entschuldigen. Der Direktor wollte mich sprechen:
„Das alles tut mir sehr leid, die Schule wird selbstverständlich alle Kosten der
Behandlung übernehmen, egal wie hoch sie sein werden.¡° Aber ich habe kurz
nachgedacht: „Warum traf die Säure bei 67 Schülern in der Klasse gerade meine
Tochter?¡° und sagte: „Ich bin ein Diener Gottes und glaube, dass dieser Unfall
nicht zufällig passiert ist. Es muss Gottes Wille gewesen sein. Ich danke Ihnen
für das Angebot, aber ich werde Ihr Geld nicht annehmen, denn ich möchte diese
Angelegenheit nicht einfach dadurch erledigen, dass ich einfach das Geld von der
Schule annehme und die Krankenhauskosten damit bezahle. Ich möchte erfahren,
warum Gott den Unfall zugelassen hat.¡° So habe ich das Angebot des Direktors
abgelehnt.
Nach zehn Tagen
musste meine Tochter mit einem Kopfverband zur Schule gehen. Ich habe sie
morgens mit dem Auto hingebracht, weil der Bus zu dieser Zeit immer überfüllt
war. Das habe ich ungefähr einen Monat lang getan, obwohl ich morgens immer sehr
beschäftigt bin. Normalerweise habe ich nicht viel Zeit, mit meinen Kindern über
den Glauben zu reden, obwohl ich Pastor bin, aber nun konnten meine Tochter und
ich jeden Morgen auf dem Weg zur Schule über ihren Glauben sprechen. Während
dieser Gespräche fand ich heraus, dass sie unter ihrer Sünde litt. Manchmal
hielt ich unterwegs oder vor der Schule an und sprach mit ihr über das
Evangelium. Als ich anhand der Bibel sagte: „Deine Sünde ist so und so getilgt
worden¡°, konnte sie schlie©¬lich mit Gewissheit die Sündenvergebung annehmen.
Wir, meine Tochter und ich, konnten die wunderbare Freude der Sündenvergebung
bekommen, weil all ihre Sünde in ihrem Herzen wei©¬ wie Schnee wurde. Zu meinem
Erstaunen begann sie sich von diesem Tag an viel zu verändern: verändert im
Gebet, verändert im Lesen der Bibel, verändert in ihrer Art zu denken, verändert
in allen Bereichen ihres Lebens. Nicht nur für meine Tochter, sondern für jeden,
der die Sündenvergebung annimmt und von all seiner Sünde im Herzen erlöst wird,
ist es unmöglich, nicht verändert zu werden.
Ich musste meine
Kinder bisher oft allein zu Hause lassen, weil ich häufig im Land herumreise zu
Evangelisationen. Ich bin Gott sehr dankbar dafür, dass meine Kinder in seiner
Gnade gut heranwachsen. Oft komme ich mit meiner Frau zu Evangelisationen, genau
wie dieses Mal und wir fühlten uns nie ganz wohl dabei, unsere Kinder allein zu
Hause zu lassen und wünschten uns eine gläubige Schwester, die sich um sie
kümmern könnte. Schlie©¬lich fanden wir eine, die Gott liebt und nun bei uns
lebt. Seit sie bei uns eingezogen ist, hat sich die Atmosphäre in unserem Heim
verändert, meine Kinder fühlen sich viel wohler. Wenn schon mein Haus sich nach
dem Einzug einer Schwester so sehr verändert hat, um wieviel mehr werden unsere
Herzen verändert, wenn erst Jesus darin wohnt!
Meine Lieben, Jesus
ist nicht jemand, der schläft. Wenn er in unser Herz kommt, wird er all unsere
Sünde vergeben; wenn er der Herr in unserem Herzen wird, dann ist es für uns
unmöglich, nicht verändert zu werden. Ihr Leben wird nicht mehr von Ihnen selbst
geführt, Sie brauchen sich nicht mehr zu bemühen, die Sünde zu besiegen, der
Versuchung zu widerstehen, die Bibel zu lesen und zu beten. Im Gegenteil, Sie
werden es schwierig finden, nicht zu beten, nicht die Bibel zu lesen und so
weiter.
Nun, die Frage ist,
wie können wir durch den Glauben die Sünde in unserem Herzen reinwaschen, so
dass Jesus ohne Problem in unser Herz einziehen kann, nicht wahr? Natürlich ist
Gott überall. Trotzdem kann er sich nicht überall niederlassen. Nur in reinen
Herzen, in denen sich keine Sünde befindet, kann er Ruhe finden. Angenommen, er
möchte in Ihr Herz einziehen, aber Ihr Herz ist voller Sünden, dann kann er
nicht hinein. Wenn er trotzdem hineinkäme, würde er sich äu©¬erst unwohl
fühlen.
Wie also kann unsere
Sünde so reingewaschen werden, dass sie wei©¬ wird wie Schnee? Heute Abend haben
wir 1. Mose 40 gelesen. Es geht darum, was sich im Gefängnis ereignete, als
Josef dort war, weil er der Versuchung durch die Frau des Potiphar widerstanden
hatte. Eines Tages versündigten sich der Mundschenk und der Bäcker des Pharao
gegen ihren Herrn. Sie wurden ins Gefängnis gebracht, wo Josef war. Ich wollte
gern verstehen, was Gott uns mit dieser Geschichte sagen will. Es gelang mir
nicht, bis ich eines Tages beim sorgfältigen Lesen eine wunderbare Entdeckung
machte. Lassen Sie uns nun 1. Mose 40, 1 gemeinsam lesen: „Und es begab sich danach, dass sich der
Mundschenk des Königs von Ägypten und der Bäcker versündigten an ihrem Herrn,
dem König von Ägypten.¡°
Lassen Sie es
aufgeschlagen und sehen Sie mich an. Zwei Personen kommen in 1. Mose 40, 1 vor,
nicht wahr? Wer sind sie? Der Mundschenk und der Bäcker. Weil der Pharao ein
gro©¬er König war, hatte er eine Menge solcher Beamter wie z.B. einen
Stallmeister, einen Kammerdiener, einen Mundschenk, einen Bäcker usw. Vers 1
sagt, zwei Beamte versündigten sich gegen ihren Herrn. Wer war der Schlimmere
von beiden? Das erwähnt die Bibel nicht. Sie sagt nur, dass beide sündigten. Wir
wissen zwar nicht, welche Sünde sie begangen haben, aber auf jeden Fall haben
sie gesündigt und wurden ins Gefängnis gebracht.
Aber, meine Lieben,
hier endet die Geschichte nicht! Beide haben gleich gesündigt, aber einer wird
gerettet, der andere aber verdammt. So endet 1. Mose 40. Aber welcher ist
gerettet, und welcher ist verdammt? Spannend, nicht wahr? Beide haben
gleicherma©¬en gesündigt. Wie kommt es, dass der eine gerettet wurde und der
andere getötet? Meine Lieben, das Himmelreich ist kein Ort, in den man mit Sünde
hineinkommen kann. Obwohl wir alle gesündigt haben, gibt es unter uns die, die
gerettet werden, und die anderen, die verdammt werden. Es ist nicht so, dass man
in die Hölle kommt, weil man viele Sünden begangen hat, und es ist auch nicht
so, dass man in den Himmel kommt, weil man wenige Sünden begangen hat. Als Jesus
am Kreuz starb, gab es zwei Verbrecher, die die gleiche Sünde begangen hatten.
Aber der eine wurde gerettet, der andere verdammt.
Verstehen Sie nun,
warum Gott 1. Mose 40 geschrieben hat? Diese beiden Beamten, der Mundschenk und
der Bäcker, verkörpern zwei Arten von Menschen. Alle Menschen auf dieser Erde
haben gesündigt. Einige von ihnen werden gerettet, andere vernichtet. Ich
glaube, 1. Mose 40 wurde geschrieben, um uns diese Tatsache erkennen zu lassen.
Auch jeder von Ihnen
hat schon gesündigt. Wie können Sie nun feststellen, ob Sie erlöst oder verdammt
werden? Können Sie das erst erkennen, wenn Sie vor Gott stehen? Auf keinen Fall!
Heute Abend müssen Sie Ihren Glauben überprüfen. Wenn Ihr Glaube so ist wie der
des Mundschenks, werden Sie gerettet. Ist es aber der Glaube des Bäckers, so
werden Sie verdammt. Um Sie diese Tatsache erkennen zu lassen, hat Gott diese
Geschichte geschrieben. Wie sind Sie? Sind Sie wie der Mundschenk oder wie der
Bäcker? Denken Sie jetzt: „Pastor, bevor ich antworte, lassen Sie mich hören,
wie der Mundschenk gerettet und wie der Bäcker verdammt wurde.¡°? Ja, lassen Sie
mich das erklären. Meine Lieben, um erlöst zu werden, müssen wir wissen: Wenn
Gott uns rettet, wird er es ganz allein tun. Er braucht unsere Kraft nicht dazu.
Als er die Welt erschaffen hat, hat er da die Menschen zuerst oder zuletzt
gemacht? Zuletzt. Warum hat er sie zuletzt gemacht? Hätte er sie zuerst
erschaffen und alles andere später, hätten sie sich nicht zurückhalten können
und sich ständig eingemischt.
„Oh mein Gott,
dieses Meer ist viel zu gro©¬! Und wofür soll der Himmel so weit
sein?¡°
„Gott, mach¡¯ diesen
Fluss nicht zu tief. Wir könnten darin ertrinken!¡°
„Meine Güte! Dieser
Fels ist viel zu schwer, mach¡¯ ihn leichter!¡°
Einmal legte sich
ein Mann unter einen Maronenbaum, um sich von der harten Arbeit auszuruhen. Kurz
bevor er einschlief, sah er hinauf in die Baumkrone und sagte zu sich: „Hat Gott
die Welt erschaffen? Das kann ja wohl nicht sein! Er hat es ziemlich dumm
angefangen. Warum hat er diese kleinen Maronen für so einen gro©¬en Baum gemacht,
wo doch die dicken Kürbisse an dünnen Ranken wachsen? Wie kann er so etwas tun?
Wenn ich Gott wäre, hätte ich gro©¬e Maronen an gro©¬en Bäumen gemacht und kleine
Kürbisse an dünnen Pflanzen. Dann bräuchten wir nur eine Marone zu pflücken, und
das ganze Dorf hätte zu essen!¡°
Während er so
murrte, schlief er ein und schnarchte. Nach einer Weile fiel eine Marone vom
Baum und traf mit ihrer stacheligen Hülle den Schläfer an der Stirn. Vom
plötzlichen Schmerz überrascht wachte er auf. Und noch bevor er die Stacheln aus
seiner Haut zog, fiel er auf die Knie und sagte: „Dank sei Dir, Gott! Wäre die
Marone so gro©¬ wie ein Kürbis gewesen, wäre mein Kopf jetzt Brei. Vielen Dank,
dass Du sie so klein gemacht hast.¡°
Meine Lieben, Gottes
gro©¬e Weisheit ist für uns unergründlich, nicht wahr? Denken wir nicht auch so
wie dieser Mann? Wir erkennen nicht alles, was Gott für uns vorbereitet hat, und
handeln sehr oft mit unseren eigenen begrenzten Gedanken und Methoden gegen
Gott. Gott möchte uns gern von unserer Sünde erlösen, aber wir murren oft mit
unseren Gedanken und Methoden gegen den Willen Gottes und blockieren seine
Pläne. Das ist der Grund, warum viele Menschen nicht errettet werden
können.
Als Gott die Welt
erschaffen hat, brauchte er die Hilfe der Menschen nicht. Er hat in sechs Tagen
alles geschaffen und schuf den Menschen zuletzt. Was tat Gott, als Adam zum
ersten Mal die Augen aufschlug? Ist er eilig hin- und hergelaufen, um Himmel und
Erde zu erschaffen? Nein, er ruhte aus nach getaner Arbeit. Ruhe herrschte
zwischen Gott und Menschen. Wissen Sie, wann diese glückliche Ruhe zerbrochen
ist? Die Menschen waren nicht zufrieden und wollten etwas Besseres sein und
versuchten leichtfertig, so wie Gott zu werden dadurch, dass ihre Augen aufgetan
würden. Deshalb haben sie die Frucht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse
gegessen. In diesem Moment zerbrach die Ruhe, und Unglück und Leid kamen über
sie, nicht wahr? War das, was Adam leichtfertig getan hat, gut für uns? Nein!
Leider sind wir nicht anders, weil wir Adams und Evas Nachkommen sind. Auch
heute noch versuchen viele, alles aus eigener Kraft zu tun, deshalb können sie
nicht gerettet werden.
Als Jesus auf dieser
Welt war, teilte er viel Gnade aus und segnete die Menschen. Es ist aber nicht
so, dass alle Menschen zu ihm kamen, um gesegnet zu werden und die Gnade zu
erhalten. Gerade die, die glaubten, sie seien gute Menschen, murrten gegen ihn,
verhielten sich feindlich und wollten ihn sogar töten. Auf der anderen Seite
waren die, die gar nichts tun konnten, wie die Ehebrecherin, die Samariterin,
der Mann, der 38 Jahre krank war und die Leprakranken. Sie kamen zu Jesus, und
sie empfingen seine Gnade und seinen Segen. Wenn Sie nicht gerettet werden,
liegt das nicht daran, dass Sie etwas nicht gut machen, sondern daran, dass Sie
vieles gut machen. Mit anderen Worten: Weil Sie denken, dass Sie etwas gut
machen können, geben Sie Gott keine Gelegenheit, in Ihnen zu wirken, sondern
bemühen sich selbst.
Es gab da einmal
eine französische Dame. Sie lebte alleine und hatte nur ein rosa Schweinchen als
Scho©¬tier. Viele Leute haben heutzutage Hunde, Katzen und sogar Schlangen als
Haustiere. Manche halten sich eine Schlange im Auto, um es vor Einbrechern zu
schützen. Jedenfalls behandelte diese französische Dame das Schwein wie ein
Familienmitglied, nicht wie ein Tier: Sie a©¬en gemeinsam am Tisch, badeten
zusammen und schliefen im selben Bett. Als das Schwein Geburtstag hatte, kaufte
sie ihm Chanel No.5, das sich sonst nur reiche Leute wie Filmstars leisten. Bei
jeder Gelegenheit badete sie das Schwein in Milch und parfümierte es dann
ein.
Eines Tages musste
sie für eine Weile verreisen. „Es tut mir so leid, Schweinchen, aber ich werde
so bald wie möglich zurückkommen!¡° Sie stellte ihm genügend Futter auf den
Tisch, richtete das Bett her und füllte die Badewanne, bevor sie das Haus
verlie©¬. Natürlich verga©¬ sie auch nicht, es ein letztes Mal einzuparfümieren.
Während der Reise konnte sie sich vor lauter Sorge um das Schwein kaum auf ihre
Arbeit konzentrieren. Eilig kam sie nach Hause zurück und suchte ihren Liebling,
um ihn zu umarmen. Doch sie konnte das Schweinchen nirgends finden. Es war weder
im Bad noch in der Küche oder in einem der anderen Zimmer. Sie weinte und machte
sich Vorwürfe: „Es war mein Fehler. Ich hätte es niemals allein lassen dürfen!¡°
Doch sie gab nicht auf und entschloss sich, auch au©¬erhalb des Hauses zu suchen.
Sie suchte unter den Bäumen im Garten und überall, bis sie es schlie©¬lich laut
grunzend in einer Jauchengrube fand. Ärgerlich, weil das Schwein ja noch das
teure Parfüm trug, rief sie: „Komm da heraus, Schweinchen!¡° Doch das rührte sich
nicht vom Fleck und sah so fröhlich aus wie noch nie.
Die Bibel erwähnt „...einen goldenen Ring durch die Nase
einer Sau...¡° (Spr. 11, 22), in diesem Fall „Chanel No.5 für ein Schwein¡°.
Meine Lieben, das Schwein liebt von Natur aus den Schmutz. Selbst wenn wir das
Schwein mit Chanel No.5 oder noch teurerem Parfüm einreiben - ohne seine Natur
zu verändern, kann das Schwein nicht anders, als in den Schmutz zurückzukehren.
Genauso ist es mit uns. Wir sind innerlich mit Sünden befleckt. Wenn wir unser
Inneres nicht ändern, sondern uns nur äu©¬erlich mit einer schicken Frisur,
vorteilhaftem Make-up, teuren Kleidern, Diamantringen usw. verschönern, bleibt
uns nichts anderes übrig, als in Sünde zu fallen und schmutzig zu bleiben.
Es muss für ein
Schwein sehr ermüdend sein, immer in Milch gebadet, parfümiert und gewindelt zu
werden und dann noch bei uns im Bett schlafen zu müssen. Viel lieber wäre es
doch in der Suhle oder der Jauchengrube, und wenn Sie Sünde im Herzen haben,
würden Sie sich auch wohler fühlen, wenn Sie trinken, spielen und weitere Sünden
begehen würden als hier zu bleiben. Den meisten Leuten ist es zu langweilig,
jede Woche eine Stunde im Gottesdienst zu sitzen. Wenn es sie doch froh macht,
am Gottesdienst teilzunehmen, warum beschweren sie sich dann, eine Stunde sei zu
lang? Wegen dieser Klagen werden die Predigten immer kürzer, 20 Minuten oder
sogar nur noch eine Viertelstunde. In Seoul erfreut sich der
Sieben-Uhr-Gottesdienst besonderer Beliebtheit. Die Leute gehen so früh wie
möglich zur Kirche, von sieben Uhr bis zehn vor acht. Sie wollen nur deshalb den
Gottesdienst nicht versäumen, weil sie Angst haben, dass sonst auf der Fahrt ins
Grüne etwas passiert.
„Kinder, lasst uns
heute in den Holiday-Park gehen!¡°
„Oh ja, Papa, das
ist toll!¡°
Sie gehen schnell in
die Kirche, während ihre Kinder im Auto warten, das schon fertig gepackt ist mit
Grill und Gaskocher. Die Kinder drängeln, damit ihre Eltern schnell
zurückkommen, und so wird der Gottesdienst für sie zu einer Last. In der Kirche
sitzen sie in der letzten Reihe, murren: „Unser Pastor predigt wieder so lang!¡°,
und kaum ist der Gottesdienst vorbei, laufen sie hinaus wie Vögel, die aus ihrem
Käfig befreit werden. Sie setzen sich ins Auto, treten aufs Gaspedal und machen,
dass sie wegkommen. Haben sie Interesse daran, Gott zu dienen, oder wollen sie
lieber ihre Freizeit genie©¬en? Sie haben mehr Interesse am Genie©¬en als am
Gottesdienst. Daran sieht man, wie es in unseren Herzen wirklich
aussieht.
Meine Lieben, ist
alles in Ordnung, sobald ein Mann, der innerlich mit Sünde verschmutzt ist, im
besten Anzug, ordentlich frisiert und herausgeputzt, oder eine Frau, sorgfältig
geschminkt, parfümiert und mit teurer Perlenkette um den Hals, zur Kirche gehen?
Auf keinen Fall! Unser Inneres muss geändert werden. Unser Inneres!
Jesus hat zu den
religiösen Menschen gesagt: „Ihr seid wie übertünchte Gräber. Hat nicht der, der
das Äu©¬ere geschaffen hat, auch das Innere geschaffen? Innen seid ihr voll
Unrat.¡° Das hat Jesus selbst gesagt! Seine Worte gelten nicht nur für die
Schriftgelehrten und Pharisäer von damals. Solange Sie nicht von Ihrer Sünde
gereinigt sind, sind Sie genauso! Was nützt die Taufe bei den Menschen, deren
Herzen voller Sünde sind? Bedeutet es etwas, Diakon oder Ältester zu sein, wenn
man voller Sünde ist? Nein! Das ist das Gleiche wie teures Parfüm für ein
Schwein. Daher leben die Menschen zwei getrennte Leben: In der Kirche sind sie
Heilige, au©¬erhalb leben sie nur allzu weltlich, nicht wahr? Das Licht der
Christenheit wird immer kleiner. Wir leben in einer Zeit, in der wir das
strahlende Licht der Christen nicht mehr sehen können.
Meine Lieben, ich
bitte Sie heute Abend eindringlich: Versuchen Sie nicht, sich äu©¬erlich zu
verhalten, als ob Sie gut an Jesus glauben, ohne dass das Sündenproblem in Ihrem
Herzen gelöst ist! Ich arbeitete viele Jahre in Daegu als Pastor, und ich wurde
bekannt als der „Erlösungspastor¡°. Viele Menschen kommen deshalb zu mir wegen
ihres Sündenproblems. Darunter waren auch solche, die schon seit ihrer Taufe als
Baby Christen waren. Einige von ihnen waren Diakone oder Älteste, manche sogar
Pastoren. Ich habe gesagt: „Es tut mir leid, Ältester Kim, aber Ältesten kann
nicht vergeben werden.¡°
„Wie bitte? Warum
keinen Ältesten? Steht das in der Bibel?¡°
„Selbstverständlich!
Wissen Sie, wem vergeben werden kann? Den Sündern.¡° An vielen Stellen in der
Bibel steht, dass die Sünder von der Sünde befreit werden. Obwohl Gott ganz
gewiss die Sünde vergeben kann, kann er nicht einen Sündenlosen aus der Sünde
retten. Kann die beste Strandwache etwa Leute retten, die gar nicht ertrinken?
Gott will den Sündern zwar vergeben, aber er kann niemandem vergeben, der
glaubt, er sei kein Sünder. „Sind Sie ein Ältester oder ein Sünder? Sie müssen
sich für eine Möglichkeit entscheiden. Es steht nirgends in der Bibel
geschrieben, dass Jesus bei einem Ältesten die Sünde weggewaschen hat. Auch
Diakone müssen erst Sünder werden, wenn sie wollen, dass ihnen die Sünde
vergeben werden soll. Älteste müssen Sünder sein, um von den Sünden befreit zu
werden. Selbst Pastoren müssen Sünder sein, wenn sie von ihren Sünden gereinigt
werden wollen.¡°
Wenn ich den Leuten
sage: „Wenn Sie von der Sünde gerettet werden möchten, heben Sie bitte die
Hand!¡°, melden sich viele. Wenn ich sie dann bitte aufzustehen, zögern sie.
Warum? Sie wollen nicht zeigen, dass sie Sünder sind. Dem Hauptmann Naaman wurde
aufgetragen, sich siebenmal im Jordan zu waschen. Er murrte: „Wie? Ich kann mich
doch nicht ausziehen, so dass alle Leute den Aussatz an meinem Körper sehen
können.¡° Eigentlich hätte er die Antwort verdient: „Du bist noch nicht bereit
für die Heilung. Geh nach Hause und mach¡¯, was du willst!¡°
Die Vergebung der
Sünden anzunehmen ist für manche Leute ganz einfach, aber für andere ist das
sehr schwer. Wenn einer verzweifelt ist, nichts mehr hat, was er vorzeigen kann
und wei©¬, dass er Verdammnis verdient, dann kann er ganz leicht von seiner Sünde
befreit werden. Aber wenn einer klug und stolz ist und glaubt, dass er ein gutes
Glaubensleben führt, ist er meilenweit entfernt von der Vergebung der Sünden.
Wir schmücken uns gerne äu©¬erlich, so wie die Frau, die das Schwein mit Parfüm
eingerieben hat, weil es so einfach ist. Wir dienen der Gemeinde, indem wir zum
Beispiel dort Fu©¬böden und Fenster putzen, Geld für gute Zwecke spenden und
unsere Nachbarn mit zum Gottesdienst nehmen. Solche Dinge tun wir gern, aber wir
wollen folgendes nicht hören: „Öffnen Sie Ihr Herz, gestehen Sie, dass Sie ein
Sünder sind und nehmen Sie die Sündenvergebung an!¡°
Meine Lieben, jede
Nacht kann man in jeder Stadt in Korea Unmengen von Neon-Kreuzen sehen. Ich wei©¬
gar nicht, wieviele Kirchen wir in Korea haben. Arme und Reiche spenden mit
ganzem Herzen für Gott viel Geld und bauen luxuriöse Kirchen auf teuren
Grundstücken. Jede dieser prächtigen Kirchen wurde mit ihren Tränen und Mühen
gebaut. Solche Dinge tun sie gern. Aber wenn sie sich von ihrer Sünde
reinwaschen sollen, laufen sie einer nach dem anderen davon. Wie kommt das? Ich
glaube, viele von Ihnen haben Opfer gebracht, die Sie sich eigentlich gar nicht
leisten konnten, ohne dass Ihre Sünde nun vergeben ist. Es gibt viele, die
fasten und nächtelang für ihre Kirche beten, aber es gibt nicht viele, deren
Sünde weggewaschen ist. Das macht Gott traurig und tut ihm weh. Wissen Sie, was
Jesaja sagte?
„Höret des Herrn Wort, ihr
Herren von Sodom! Nimm zu Ohren die Weisung unsres Gottes, du Volk von Gomorra!
Was soll mir die Menge eurer Opfer? spricht der Herr. Ich bin satt der
Brandopfer von Widdern und des Fettes von Mastkälbern und habe kein Gefallen am
Blut der Stiere, der Lämmer und Böcke. Wenn ihr kommt, zu erscheinen vor mir -
wer fordert denn von euch, dass ihr meinen Vorhof zertretet? Bringt nicht mehr
dar so vergebliche Speisopfer! Das Räucherwerk ist mir ein Greuel! Neumonde und
Sabbate, wenn ihr zusammenkommt, Frevel und Festversammlung mag ich nicht! Meine
Seele ist feind euren Neumonden und Jahresfesten; sie sind mir eine Last, ich
bin¡¯s müde, sie zu tragen. Und wenn ihr auch eure Hände ausbreitet, verberge ich
doch meine Augen vor euch; und wenn ihr auch viel betet, höre ich euch doch
nicht; denn eure Hände sind voll Blut¡° (Jesaja
1,10-15).
Jesaja hat es sehr
deutlich gesagt. Kein anderes Buch im Alten Testament beschreibt die Vergebung
der Sünden einsichtiger als das Buch Jesaja. Die Kapitel 44, 53 und andere
handeln von der Sündenvergebung. Gott sagt darin, dass er den Zehnten, Gebete
und alles, was wir für ihn tun, nicht annehmen wird, bevor wir von unserer Sünde
befreit sind.
„Siehe, des Herrn Arm ist
nicht zu kurz, dass er nicht helfen könnte, und seine Ohren sind nicht hart
geworden, so dass er nicht hören könnte, sondern eure Verschuldungen scheiden
euch von eurem Gott, und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, dass ihr
nicht gehört werdet¡° (Jesaja 59,1-2).
Gott sagte, er würde
das Opfer eines Sünders nicht annehmen. Meine Lieben, wie wir genau wissen, hat
Gott im Alten Testament niemals Opfertiere mit Mängeln wie Lahmheit oder
Flechten akzeptiert, nicht wahr? Was bedeutet das? Gott will keine Opfer oder
Anbetung von jemandem, der Sünde hat. Gott sagt, dass man zuerst von der Sünde
gereinigt sein muss. Aber es gibt viele unter uns, die das Äu©¬ere, an dem Gott
gar kein Interesse hat, zwar schön schmücken, aber innerlich voller Sünde sind!
Können solche Menschen in den Himmel kommen? Gehören sie zu Jesus? Kann Gott
wirklich in ihnen wohnen? Auf keinen Fall! Meine Lieben, ich sage es noch
einmal: Es ist wie Parfüm für ein Schwein.
Wie können wir denn
gerettet werden? Ich werde nun davon sprechen, wie wir von der Sünde
reingewaschen werden und vor Gott bestehen können. In 1. Mose 40 wurde der
Mundschenk gerettet, während der Bäcker vernichtet wurde, obwohl sie sich in
gleicher Weise versündigt hatten. Um ein richtiges Glaubensleben führen zu
können, müssen wir den Grund hierfür erkennen. Sie müssen sich keine Sorgen mehr
machen, wenn Ihr Glaube so ist wie der des Mundschenks. Ist Ihr Glaube aber wie
der des Bäckers, so müssen Sie sofort umkehren und so werden wie der Mundschenk.
Im ersten Vers von 1. Mose 40 haben sich beide versündigt. Aber am Ende dieses
Kapitels wurde einer gerettet, der andere vernichtet. Muss zwischen dem ersten
und letzen Vers nicht ein Grund angegeben sein, warum der Mundschenk gerettet
und der Bäcker getötet wurde? Ja, die Antwort ist darin enthalten. Kein anderes
Buch ist systematischer und logischer strukturiert als die Bibel. Angenommen, in
einem Mathematikbuch für Grundschüler gibt es eine Lücken-Aufgabe. Die erste
Zahl in der Aufgabe ist 30. Dann kommt die Lücke, dann kommt 50. Was gehört in
die Lücke? 40. So ist auch die Bibel aufgebaut. Ich glaube, dass Gott die Bibel
geschrieben hat, um Ihnen die Antwort zu geben, damit Sie auch denselben Glauben
haben können wie der Mundschenk. Nun schauen wir in die Bibel. In 1. Mose 40,2
hei©¬t es: „Und der Pharao wurde zornig
über seine beiden Kämmerer, gegen den Obersten über die Schenken und gegen den
Obersten über die Bäcker, ...¡° Wir müssen hier herausfinden, warum der
Mundschenk gerettet wurde. Und wir müssen erfahren, aus welchem Grund der Bäcker
getötet wurde. Ich bin sicher, dass Sie die gleiche Bibel haben wie ich. Schauen
wir noch einmal hinein und sagen Sie mir, warum der Mundschenk gerettet wurde.
Lesen Sie irgendwo, dass der Mundschenk aus ganzem Herzen bereute und Bu©¬e tat?
Oder dass er unter seiner Sünde litt oder Tränen des Bedauerns vergoss? Nichts
dergleichen. Seltsam, nicht wahr? Aber Gott muss durch die Geschichte des
Mundschenks doch den Weg zur Rettung gezeigt haben, damit wir gerettet werden
können, nicht wahr? Die meisten Menschen glauben, dass sie etwas tun müssen, um
gerettet zu werden, z. B. inbrünstig beten, das Evangelium verkünden, unter
Tränen bereuen usw. Meine Lieben, wenn Gott das gewollt hätte, wäre der
Mundschenk früh am Morgen aufgestanden und hätte unter Tränen Bu©¬e getan, und
dieses Verhalten müsste irgendwo erwähnt sein. Das wäre logisch. Habe ich
willkürlich interpretiert? Erstaunlicherweise können wir kein einziges Wort
darüber finden, dass der Mundschenk Bu©¬e getan hat. Heutzutage glauben die
meisten Menschen, dass sie etwas tun müssen, um gerettet zu werden. In der Bibel
dagegen ist davon keine Rede. Was hat der Mundschenk getan? Hat er Tränen
vergossen, Bu©¬e getan und bedauert? Tut mir leid, aber das steht überhaupt nicht
in der Bibel. Was jetzt? Wir brauchen also nicht Bu©¬e zu tun? Brauchen wir nicht
zu weinen? Wir müssen nicht beten? Nein, das sage ich nicht. Ich sage nicht, wir
müssen nicht Bu©¬e tun. Ich sage nicht, wir brauchen keine Gebete. Ich sage
nicht, wir müssen nicht in der Bibel lesen. Ich sage auch nicht, wir
brauchen der Gemeinde nicht zu
dienen. Was ich sagen will, ist, dass all diese Dinge nichts mit der Erlösung zu
tun haben. Dies sind nicht die Voraussetzungen, unter denen wir gerettet
werden.
Jetzt müssen wir den
Unterschied zwischen dem Bäcker, der getötet wurde, und dem Mundschenk, der
gerettet wurde, herausfinden. Was ist der Unterschied? Als ich das Kapitel 40
gelesen habe, ist mir nur ein Unterschied aufgefallen, und zwar der zwischen
ihren Träumen. Sehen Sie das auch so? Als Josef am Morgen zu ihnen kam, sahen
sie sehr traurig aus.
„Warum macht ihr so
traurige Gesichter? Habt ihr Sorgen?¡°
„Nun, wir träumten,
aber wir konnten unsere Träume nicht deuten.¡°
„Traumdeutung ist
Gottes Sache. Doch erzählt mir die Träume!¡°
Der Mundschenk
erzählte Josef den ganzen Traum: „Weil ich für den Wein des Königs zuständig
bin, musste ich dem König Wein bringen, aber der Becher war leer. Da ich nicht
den leeren Becher bringen konnte, schaute ich mich um, und gerade in diesem
Moment sah ich einen Weinstock vor mir, und aus dem Weinstock kamen drei Reben.
Sie grünten, wuchsen und blühten, und sofort wurden die Trauben reif.¡°
Wie glücklich muss
er gewesen sein, als er plötzlich diesen Weinstock sah, während er in gro©¬er
Sorge war, weil er keinen Wein hatte!
„Sofort nahm ich die
Trauben und presste ihren Saft in den Becher, dann brachte ich ihn dem
Pharao.¡°
Nachdem Josef den
Mundschenk gehört hatte, sagte er, dass das ein guter Traum war. Die beiden
waren verwundert und fragten ihn, warum.
„Die drei Reben sind
drei Tage. Von heute an in drei Tagen wird der Pharao deinen Kopf erheben und
dich wieder in dein Amt einsetzen.¡°
Meine Lieben, nun
müssen wir wieder herausfinden, warum dieser Traum bedeutet, dass der Mundschenk
gerettet wird. Der Mundschenk nahm die Trauben und presste sie aus. Ich verstand
zuerst überhaupt nicht, was das bedeutet, denn ich bin kein sehr kluger Mann.
Manchmal vermute ich zwar, dass die Botschaft in einem Bibelvers enthalten ist,
aber ich kann sie nicht klar erkennen. In diesem Fall aber erlaubte mir Gott,
sie zu verstehen, nachdem ich gebetet hatte und es noch einmal im Zusammenhang
mit anderen Büchern der Bibel gelesen hatte. Der Weinstock bedeutet Jesus. Jesus
ist der wahre Weinstock des Lebens. Vor den König zu gehen bedeutet, vor Gott zu
bestehen, dem König der Könige. Der Mundschenk hatte nichts, was er dem König
bringen konnte. Das bedeutet, dass wir zwar vieles haben, aber nichts, was wir
vor Gott bringen können. Der Mundschenk schaute sich im Traum um und sah einen
Weinstock, an dem die Trauben reif wurden. Er nahm sie und presste sie aus, so
dass der Saft herauslief. Das symbolisiert, dass Jesus, der wahre Weinstock des
Lebens, zerschlagen und ans Kreuz genagelt wurde und sein Blut vergo©¬. Das
hei©¬t, der Traum des Mundschenks bedeutet folgendes:
„Gott! Ich muss vor
dir stehen, aber ich habe nichts, was ich dir darbringen könnte. Ich komme
einfach zu dir mit nichts als nur mit dem Glauben an das kostbare Blut Jesu, der
für mich am Kreuz starb. Bitte nimm mich an um dieses Blutes willen.¡° Das ist
das Bekenntnis unseres Glaubens. Deshalb dürfen Sie sonst nichts haben als das
Blut Jesu Christi am Kreuz, wenn Sie vor Gott stehen. Der Zehnte, vierzigtägiges
Fasten, Almosen für die Armen, durch all diese Dinge kann niemals die Rettung
geschehen.
Meine Lieben, Gott
sieht nur, ob wir mit ganzem Herzen nur auf das kostbare Blut Jesu Christi
vertrauen, dann rettet er uns. Aber einige vertrauen zwar auf das Blut Jesu, sie
mischen jedoch andere Dinge dazu. Einige mischen noch 20% gute Taten dazu,
andere 40%, wieder andere sogar 60%, weil sie gut sind, wieder andere bringen
nur 1% gute Taten zu dem Blut, das Jesus für uns am Kreuz vergoss. Aber auch das
kann Gott nicht annehmen. Wenn auch nur ein kleines bisschen eigene Werke oder
gute Taten dazugelegt werden, kann die Rettung nicht geschehen. Wir müssen uns allein
auf das Blut Jesu verlassen, der am Kreuz für all unsere Sünde starb. Das ist
die Botschaft aus dem Traum des Mundschenks. Er hatte nichts als einen leeren
Becher, als er dem König etwas bringen sollte. Wie gro©¬ war seine Sorge! Wir
können uns vorstellen, wie überglücklich er war, als er den Weinstock sah. Der
grünte, wuchs und blühte, und die Reben brachten reife Trauben hervor. „Welch
ein Glück!¡° Sofort pflückte er sie und presste sie aus und brachte dem König den
Saft. Das bedeutet: Wir waren verzweifelt, weil wir keine Möglichkeit hatten,
aus eigener Kraft in den Himmel zu gehen. Dann schauten wir auf das Blut Jesu,
das uns von unserer Sünde reingewaschen hat. Nun können wir voller Freude zu
Gott gehen. Das ist der Glaube des Mundschenks.
Meine Lieben,
niemand von uns kann leben ohne zu sündigen. Wir können nicht nach dem Wort
Gottes leben, d. h. ohne ein einziges Gesetz zu übertreten. Deshalb hat Gott uns
seinen Sohn Jesus Christus gesandt. Das kostbare Blut, das von seiner Stirn,
seinen beiden Händen, seiner Seite und seinen Fü©¬en vergossen wurde, hat mehr
als genug Macht, unsere Sünde wegzuwaschen. Deshalb müssen wir nur allein auf
sein Blut vertrauen, wenn wir vor Gott gehen.
Mit drei verrosteten
Nägeln
hat damals das
Volk
Jesus Christus ans Kreuz
geschlagen.
Ich höre heute das
Hämmern,
und es berührt mein Herz:
Sein Blut hat meine Sünde
getilgt.
Wenn Jesus unsere
Sünde nicht hätte wegwaschen können, müssten Sie selbst versuchen, die Sünde zu
beseitigen. Wenn er nur die Hälfte Ihrer Sünde getilgt hätte, müssten Sie sich
selbst bemühen und versuchen, die andere Hälfte wegzubekommen. Aber wenn das
kostbare Blut Jesu all Ihre Sünde weggewaschen hat, können Sie unter keinen
Umständen länger ein Sünder sein. Deshalb nennt Gott uns gerecht. Er nennt uns
gerecht, nicht weil unsere Taten gut sind, nicht weil wir nur ganz wenige Sünden
begehen, nicht weil wir unter Tränen Bu©¬e tun, sondern weil das kostbare Blut
seines Sohnes Jesus Christus unsere Sünde vollkommen und endgültig weggewaschen
hat.
Jesus Christus hat am Kreuz all unsere
Sünde getilgt. Er hat unsere Sünde für ewig reingewaschen. Trotzdem versuchen
viele, allein im Vertrauen auf ihre eigenen Taten zu Gott zu kommen, ohne sich
auf ihn zu verlassen. Wenn wir etwas gut machen, gehen wir voller Freude vor
Gott. Wenn wir aber etwas nicht gut machen, werden wir deprimiert und schlecht
gelaunt. So ändert sich unser Herz hundertmal am Tag. Unzählige Male begehen wir
Fehler. Deshalb können wir niemals vor Gott bestehen, wenn wir im Vertrauen auf
solche Taten zu ihm gehen, verstehen Sie? Himmelhoch jauchzend am Morgen, zu
Tode betrübt am Abend. Sind wir nicht so, meine Lieben? Das fröhliche Herz, das
wir direkt nach dem Gottesdienst haben, ändert sich schon, während wir nach
Hause gehen, nicht wahr? Wenn wir nach einer Woche wieder in die Gemeinde
kommen, sind wir frustriert. Wenn wir im Vertrauen auf unser Herz, das sich
jeden Moment ändert, in den Himmel kommen möchten, werden wir wankelmütig und
letztendlich verderben. Aus diesem Grund sollten wir uns nicht auf uns selbst
verlassen. Unseren Taten ist schon bestimmt, verdammt zu werden. Deshalb gehen
wir zu Gott nur im Vertrauen auf seine Gnade.
Meine Lieben,
stellen Sie sich einmal vor, ich, Pastor Park, sterbe heute. Möglicherweise
werden die einen sagen: „Oh, wie schade!¡°, andere: „Ach, wie schön!¡° Auf jeden
Fall wird es eine Bestattung geben. Man wird meinen Körper entweder verbrennen
oder begraben. Dann komme ich Loblieder singend zum Herrn. Schlie©¬lich stehe ich
vor Gottes Gericht. Dann erscheint Satan und sagt:
„Ich freue mich
sehr, dich zu sehen, ich habe lange auf dich gewartet. Setz
dich!¡°
Und er beginnt mit
der Anklage gegen mich: „Gott, Pastor Park wurde am soundsovielten dort und dort
in Korea geboren. Von Geburt an hatte er eine stark ausgeprägte Neigung zur
Sünde, deshalb ist es gar nicht so leicht, alle Sünden aufzuzählen, die er
begangen hat. Lass mich anfangen: An diesem Tag hat er ein Erdnussfeld
geplündert, an jenem Tag hat er Trockenfrüchte gestohlen, dann hat er sich mit
jemand geschlagen, dann und dann hat er gelogen, da geflucht...¡° Während ich der
Anklage zuhöre, wird mir klar, wie schlecht ich gewesen bin. Vielleicht wird es
Ihnen allen so gehen. Es könnte noch einige Jahre dauern, bis Satan seine
Anklage beendet hätte.
„Das ist noch nicht
alles, Gott. Er ist hinterlistig... Daher muss er in die Hölle geworfen werden.¡°
Damit schlie©¬t Satan seine Anklage, und danach tritt Jesus auf. Solange Satan
redet, bin ich ganz entmutigt, aber als Jesus kommt, habe ich neuen Mut. Er
sagt: „Mach dir keine Sorgen, Ock-Soo Park. Ich bin für dich da. Sorge dich
nicht. Vater, ich nehme Parks Sünden zur Kenntnis, derentwegen der Satan ihn
eben angeklagt hat. Aber bitte schau einen Moment auf meine Seite. Wie kam ich
zu dieser Lanzenwunde? Und warum habe ich die Narben von einer Dornenkrone an
meiner Stirn und Nagelmale an meinen Händen? Sind sie nicht Beweis genug, dass
ich die Strafe für all seine Sünden, die Satan aufgezählt hat, bereits empfangen
habe? Bin ich nicht für ihn am Kreuz gestorben? Verschwinde, Satan! Engel! Hei©¬t
Ock-Soo Park ohne weitere Verzögerung willkommen!¡° Die Posaunen ertönen. „Gibt
es keine Krone, die für ihn vorbereitet wurde?¡° „Aber natürlich, hier ist sie,
Herr!¡°
Das ist nur eine
Vorstellung. Ich bin nicht sicher, ob ich wirklich eine Krone bekomme. Sollte es
tatsächlich so sein, werde ich sie nicht länger als fünf Minuten tragen. Nachdem
die Fotos und ein Video gemacht sind, werde ich sie abnehmen und Jesus anbieten:
„Jesus, diese Krone gebührt dir allein! Was habe ich getan, um diese Krone zu
verdienen? Du hast mich von meinen Sünden reingewaschen, du hast mir dein Wort
gegeben und mir alle meine Gaben geschenkt. Ich selbst habe gar nichts getan.
Ich gebe dir diese Krone. Bitte nimm sie an.¡° Ich werde ihm die Krone zu Fü©¬en
legen und mir nur ab und zu die Bilder betrachten und das Video
ansehen.
Meine Lieben, das
kostbare Blut unseres Herrn Jesus Christus am Kreuz hat alle unsere Sünden
vollständig weggewaschen. Es hat uns so vollkommen reingewaschen, dass Satan
keine Anklage gegen uns findet. Halleluja! Wenn das kostbare Blut Jesu unsere
Sünden nicht weggewaschen hätte, wäre sein Tod bedeutungslos. Das hei©¬t, das
Blut, das er am Kreuz vergossen hat, um unsere Sünde zu tilgen, wäre unrein.
Aber er ist eben nicht umsonst gestorben. Er hat unsere Sünden vollkommen
weggewaschen. Deshalb glauben wir an Jesus. Weil allein Jesu Blut genügt,
brauchen wir unsere eigenen guten Taten nicht darunter zu mischen. Weil allein
Jesu Blut genügt, müssen wir nicht noch einmal bestraft werden. Gott gibt sich
mit der Strafe zufrieden, die Jesus an unserer Stelle ertragen hat. Deshalb kann
ein so schmutziger, böser Mensch wie ich dank des kostbaren Blutes Jesu aufrecht
vor Gott stehen. Jetzt bin ich ja nur ein einfacher Mensch, aber eines Tages
werde ich Engel als meine Diener haben.
„Engel!¡°
„Jawohl, mein Herr!¡°
„Hol die zweite
Frucht vom Baum des Lebens herunter! Ich möchte sie probieren.¡°
Wie dem auch sei,
solche Gnade erlangen wir allein durch Jesu kostbares Blut. Manche Menschen
können diese Gnade nicht bekommen, weil sie zu dem Blut Jesu immer etwas
addieren möchten, obwohl sie nicht gut in Mathe sind. Subtrahieren Sie alles,
was Sie addiert haben und vertrauen Sie allein auf das Blut Jesu! Können Sie mir
folgen?
Josef hat den Traum
des Mundschenks ausgelegt: „Das ist ein wirklich glücklicher Traum! Drei Reben
sind drei Tage. In drei Tagen wirst du befreit werden. Wenn du gerettet bist,
denk an mich. Bitte, vergiss mich nicht!¡°
Der Bäcker neben dem
Mundschenk hörte diese Deutung und sagte nun mit einem strahlenden
Lächeln:
„Ich habe auch
geträumt.¡°
„Was hast du
geträumt?¡°
„Mein Traum ist so
ähnlich wie seiner. Ich trug drei Körbe mit feinem Backwerk auf meinem Kopf...¡°,
und er erzählt voll froher Erwartung weiter: „Im obersten Korb trug ich allerlei
Gebackenes, aber die Vögel haben alles herausgefressen.¡°
„Das ist kein guter
Traum.¡°
„Warum
nicht?¡°
„Die drei Körbe sind
drei Tage. Nach drei Tagen wird der Pharao dich hinrichten und dich an einem
Galgen aufhängen lassen. Die Vögel werden das Fleisch von dir fressen.¡° Das ist
zwar eine schreckliche Geschichte, aber sie ist wahr! Das feine Backwerk
bedeutet nichts anderes als Jesus Christus. Wenn wir das Abendmahl feiern,
brauchen wir Brot und Wein. Jesus ist das Brot des Lebens. Der Bäcker brauchte
nur dieses Brot, um vor dem Pharao zu bestehen. Aber das Problem war, dass er
noch etwas anderes zum Brot dazugelegt hat. Die Vögel am Himmel bedeuten Satan.
Es gibt auch in der Bibel viele Begriffe, die mehr als eine Bedeutung haben. Das
Wort „Pass¡° kann zum Beispiel ein Reisepass sein oder über einen Berg führen.
Das Lamm in der Bibel steht sowohl für Jesus als auch für die Gläubigen. Das
Gleiche gilt für die Vögel. An manchen Stellen bedeuten sie Heilige. In diesem
Kapitel symbolisieren sie jedoch Satan, genau wie die Vögel, die die verstreute
Saat vom Weg auffressen.
Meine Lieben, wenn
wir vor Gott stehen, sollten wir nur auf das Brot vertrauen, das Jesus ist. Aber
wir addieren immer andere Dinge dazu, die uns gefallen, und deshalb kann Gott
uns nicht annehmen. Also werden wir verdammt. Das sagt uns Gott durch diese
Geschichte.
Meine Lieben, wir
haben heute Abend darüber gesprochen, warum der Mundschenk gerettet und der
Bäcker vernichtet wurde. Der Mundschenk steht für die Menschen, die folgendes
Herz haben: „Ich habe nichts, was ich dir bringen kann. Sieh nur darauf, dass
Jesus sein Blut für mich vergossen und meine Sünden abgewaschen hat, und nimm
mich bitte einfach an.¡° Der Bäcker steht für die Menschen, die immer etwas
dazulegen, indem sie selbst dies und jenes tun, obwohl Jesus für sie am Kreuz
gestorben ist. Die Bibel weist uns darauf hin, dass Menschen, die so glauben wie
der Bäcker, verdammt werden. Hören Sie gut zu, denn das ist der Grund, warum
Leute, die „gut¡° an Gott glaubten, wie die Schriftgelehrten, Pharisäer und
Sadduzäer, Jesus verfolgt haben, als er auf der Erde war. Die Menschen, die
Jesus bei sich aufnahmen, waren alle Sünder wie die Ehebrecherin, die
Samariterin, Aussätzige usw. Meine Lieben, es ist kein Problem, dass wir unser
Glaubensleben nicht gut führen können, sondern es ist oft ein Problem, wenn wir
meinen, dass wir es gut führen. Wenn wir wirklich nichts tun können, kann Jesus
an unserer Stelle handeln. Wenn wir selbst unsere Sünden nicht beseitigen können, tilgt
der Herr sie. Aber er kann gar nichts für uns tun, solange wir selbst versuchen,
unsere Sünden zu tilgen.
Meine Lieben, obwohl
Ausscheidungen schmutzig sind, ist es nicht schlimm, solange sie in der Toilette
sind. Das ist der Ort für Ausscheidungen. Es wäre sehr wohl ein Problem, wenn
Sie sie auf dem Esstisch hätten, nicht wahr? Solange Sünder in dieser sündigen
Welt sind, ist das kein Problem. Aber wenn sie in den Himmel kommen möchten,
dürfen sie keine Sünde mitnehmen. Können Sie das verstehen? Deshalb müssen Sie
in dieser Welt von Ihren Sünden reingewaschen werden, bevor Sie zum Himmelreich
kommen. Ihre Sünden müssen reingewaschen werden, bevor Sie Ihrer Gemeinde
dienen, bevor Sie spenden und bevor Sie für den Herrn Ihr Leben
lassen.
Eines Tages fand
Leonardo da Vinci einen gro©¬en Felsen auf dem Hügel bei seinem Haus. Er
verbrachte den ganzen Tag damit, ihn zu betrachten, und kam erst nach Einbruch
der Dunkelheit nach Hause. Am nächsten Tag ging er wieder hin und betrachtete
ihn. Mehrere Tage tat er nichts anderes als den Felsen anzuschauen. Aber eines
Tages fing er an, den Felsen mit Hammer und Mei©¬el zu bearbeiten. Unaufhörlich
fuhr er damit fort. Ein Freund fragte ihn:
„Hallo,
Leonardo!¡°
„Oh, kommst du mich
besuchen?¡°
„Was in aller Welt
machst du da?¡°
„Das siehst du doch!
Schau genau hin!¡°
„Ich sehe nichts als
einen Felsen.¡°
„Sieht das für dich
nur wie ein Felsen aus?¡°
„Ja! Was soll es
denn sonst sein?¡°
„Siehst du denn
nicht? In diesem Felsen ist ein Engel. Er ist im Felsen eingeschlossen. Ich
zerbreche den Felsen, um den Engel zu befreien.¡° Er hämmerte und mei©¬elte weiter
an dem Stein. Nach einiger Zeit zeigte sich tatsächlich mehr und mehr die Form
eines Engels, wie er gesagt hatte. Als alles, was um den Engel herum war,
abgehauen war, erschien der Engel. Er sah also den Engel schon in etwas, was für
die anderen Leute noch wie normaler Fels aussah.
Meine Lieben, Sie
sehen zwar für die anderen arm, unwissend und niedrig aus, aber Sie sind aus der
Sicht Jesu Menschen, die schon in das Bild Gottes verwandelt worden sind. Sie
alle sind schon das Bild Gottes, aber Sie waren von den Sünden verdeckt. Jesus
hat am Kreuz alle die bösen, schmutzigen Sünden beseitigt, die Sie verdeckten,
so wie Leonardo da Vinci den Felsen mit Hammer und Mei©¬el abgebrochen hat, um
den wunderschönen Engel hervorzubringen. So wird nun auch das heilige Bild
Gottes in uns zum Vorschein gebracht. So wie Leonardo da Vinci den Felsen
zerbrach, will Jesus Ihre Sünden beseitigen und auch die Angst in Ihrem
täglichen Leben. Er will Traurigkeit und Leiden wegnehmen, so dass er Ihnen den
wahren Frieden und die Zufriedenheit gibt, die nur er hat. Glauben Sie an Jesus
Christus! Vertrauen Sie auf ihn!
Es wird Zeit, meine
Predigt zu beenden, damit wir noch persönlich miteinander sprechen können. Das
Einzige, was ich noch betonen möchte, ist, dass mich Jesus von meiner
schmutzigen Sünde erlöst hat. Es war der 7. Oktober 1962. Heute ist der 8.
Oktober. Das hei©¬t, gestern genau vor 25 Jahren wurde ich gerettet. So wie ich
aus der Sünde gerettet bin, wünsche ich jedem von Ihnen, dass auch Sie die
Vergebung der Sünden durch Jesu kostbares Blut annehmen. Das ist alles, was ich
mir wünsche. An dem Tag, als Jesus in mein Herz kam, habe ich zum ersten Mal die
echte Freude geschmeckt.
Heute nach dem
Abendessen habe ich geduscht. Beim Haare waschen kam dieses Lied aus meinem
Herzen:
Ohne ihn könnte ich nichts
tun,
ohne ihn würde ich sicher
versagen;
ohne ihn würde ich
dahintreiben wie ein Schiff ohne Segel,
Jesus, oh
Jesus!
Kennst du ihn heute
schon?
Du kannst ihn nicht
zurückweisen;
oh Jesus, oh
Jesus!
Wie verloren wäre ich ohne
ihn.
Dieses Lied ist mein
Zeugnis. Manchmal denke ich zurück an meine Zeit ohne Jesus, vor 1962. Ich bin
in tiefer Sünde herumgeirrt und war unglücklich und entmutigt. Seit Jesus in
mein Herz kam, wurde ich erstaunlicherweise Tag für Tag geändert. Der einzige
Grund, warum ich heute Abend vor Ihnen stehen kann, ist Jesus Christus. Nur,
weil er am Kreuz gestorben ist und dadurch alle meine Sünden getilgt hat. Ich
hatte wirklich gar keine Hoffnung. Ich wollte mich umbringen. Ich war so
frustriert, dass ich zur Armee gehen wollte. Aber sogar die schickten mich nach
Hause, weil ich einen abgebrochenen Schneidezahn hatte. Ich war zu nichts nütze
in dieser Welt. Aber Jesus hat mich angenommen. Heute Abend will er Sie alle
annehmen. Er möchte Sie alle in seine liebenden Arme
schlie©¬en.
Meine Lieben!
Empfangen Sie die Vergebung der Sünden. Kommen Sie her zu ihm und lassen Sie
sich von Ihren Sünden reinigen. Ich bin sicher, dass Sie verändert werden.
Lassen Sie mich an dieser Stelle schlie©¬en. Morgen möchte ich ausführlich
erklären, wie man von der Sünde befreit werden
kann.