Jakob und Esau
Zuerst lese ich in der
Bibel. Im Alten Testament 1. Mose 27, 1-23 lese ich: „Und es begab sich, als Isaak alt geworden
war und seine Augen zu schwach zum Sehen wurden, rief er Esau, seinen älteren
Sohn, und sprach zu ihm: Mein Sohn! Er aber antwortete ihm: Hier bin ich. Und er
sprach: Siehe, ich bin alt geworden und weiß nicht, wann ich sterben werde. So
nimm nun dein Gerät, Köcher und Bogen, und geh aufs Feld und jage mir ein
Wildbret und mach mir ein Essen, wie ich’s gern habe, und bring mir’s herein,
dass ich esse, auf dass dich meine Seele segne, ehe ich sterbe. Rebekka aber
hörte diese Worte, die Isaak zu seinem Sohn Esau sagte. Und Esau ging hin aufs
Feld, dass er ein Wildbret jagte und heimbrächte. Da sprach Rebekka zu Jakob,
ihrem Sohn: Siehe, ich habe deinen Vater mit Esau, deinem Bruder, reden hören:
Bringe mir ein Wildbret und mach mir ein Essen, dass ich esse und dich segne vor
dem Herrn, ehe ich sterbe. So höre nun, mein Sohn, auf mich und tu, was ich dich
heiße. Geh hin zu der Herde und hole mir zwei gute Böcklein, dass ich deinem
Vater ein Essen davon mache, wie er’s gerne hat. Das sollst du deinem Vater
hineintragen, dass er esse, auf dass er dich segne vor seinem Tod. Jakob aber
sprach zu seiner Mutter Rebekka: Siehe, mein Bruder Esau ist rauh, doch ich bin
glatt; so könnte vielleicht mein Vater mich betasten, und ich würde vor ihm
dastehen, als ob ich ihn betrügen wollte, und brächte über mich einen Fluch und
nicht einen Segen. Da sprach seine Mutter zu ihm: Der Fluch sei auf mir, mein
Sohn; gehorche nur meinen Worten, geh und hole mir. Da ging er hin und holte und
brachte es seiner Mutter. Da machte seine Mutter ein Essen, wie es sein Vater
gerne hatte, und nahm Esaus, ihres älteren Sohnes, Feierkleider, die sie bei
sich im Hause hatte, und zog sie Jakob an, ihrem jüngeren Sohn. Aber die Felle
von den Böcklein tat sie ihm um seine Hände und wo er glatt war am Halse. Und so
gab sie das Essen mit dem Brot, wie sie es gemacht hatte, in die Hand ihres
Sohnes Jakob. Und er ging hinein zu seinem Vater und sprach: Mein Vater! Er
antwortete: Hier bin ich. Wer bist du, mein Sohn? Jakob sprach zu seinem Vater:
Ich bin Esau, dein erstgeborener Sohn; ich habe getan, wie du mir gesagt hast.
Komm nun, setze dich und iß von meinem Wildbret, auf dass mich deine Seele
segne. Isaak aber sprach zu seinem Sohn: Wie hast du so bald gefunden, mein
Sohn? Er antwortete: Der Herr, dein Gott, bescherte mir’s. Da sprach Isaak zu
Jakob: Tritt herzu, mein Sohn, dass ich dich betaste, ob du mein Sohn Esau bist
oder nicht. So trat Jakob zu seinem Vater Isaak. Und als er ihn betastet hatte,
sprach er: Die Stimme ist Jakobs Stimme, aber die Hände sind Esaus Hände. Und er
erkannte ihn nicht; denn seine Hände waren rauh wie Esaus, seines Bruders,
Hände. Und er segnete ihn.“
Meine Lieben, heute möchte
ich weiter über die Sündenvergebung erzählen. Ich habe gehört, dass gestern
Abend jemand gesagt hat, ich hätte gar nicht direkt über die Sündenvergebung
gepredigt, sondern die ganze Zeit über andere Dinge geredet. Ja, das stimmt! So
wie ein Bauer nicht direkt säen kann, sondern zuerst den Acker pflügen muß, so
muß der Prediger mit dem Wort zuerst die Herzen pflügen, damit sie das Wort
annehmen können. Denn die Gedanken Gottes und die der Menschen sind ganz
verschieden.
Eines Tages hat eine
Schwester aus unserer Gemeinde, die ziemlich weit weg wohnt, mich eingeladen,
und ich habe ihr versprochen zu kommen. Da ich nicht genau wußte, wo sie wohnt,
wollten wir uns am Bahnhof treffen. An diesem Tag war ich sehr beschäftigt, und
ich erreichte den Bahnhof gerade so um 17 Uhr. Ich hatte gedacht, sie würde am
Bahnhof schon auf mich warten, aber sie war nicht da. Nach fünf Minuten, zehn,
zwanzig Minuten war sie immer noch nicht da, und ich wurde langsam unruhig. Ich
dachte: „Ich werde noch etwas warten, aber wenn sie in zehn Minuten nicht hier
ist, fahre ich nach Hause.“ Als ich gerade in mein Auto einsteigen wollte, sah
ich, dass diese Schwester außer Atem von der anderen Seite angelaufen kam. Ich
fragte sie: „Warum kommst du so spät?“ Sie antwortete mir: „Ich warte schon seit
zwanzig vor fünf auf dich! Ich stand an der Bundesstraße, weil ich dachte, dass
du diesen Weg nimmst.“ Weil diese Schwester immer mit dem Bus fährt, hat sie
geglaubt, dass ich auch die Straße nehme, wo der Bus fährt. Aber weil es auf
dieser Bundesstraße immer Staus gibt, bin ich Autobahn gefahren. Unser
Treffpunkt war der Bahnhof, aber zu dieser Verabredung hat diese Schwester ihre
eigenen Gedanken dazugetan und dann lange auf mich gewartet. Wie schwer muß es
für sie gewesen sein, fast eine Stunde lang in diesem starken Verkehr sich jedes
Auto genau anzusehen. Meine Lieben, kann man diese Schwester tadeln? Genau so
ist es auch in unserem Glaubensleben: Wenn wir das Wort nicht einfach annehmen,
sondern ein bißchen von unseren eigenen Gedanken dazutun, stehen wir auf der
entgegengesetzten Seite von Gottes Gedanken und warten darauf, Gott zu treffen.
Was kann die Aufgabe eines
Pastors sein? Morgens früh aufstehen, beten, frühstücken, Bibel lesen, Mittag
essen; Hausbesuche machen, Abendessen; Bibelstunde, schlafen gehen... Da ich
keine anderen Aufgaben habe, lese ich immer in der Bibel, wenn ich Zeit habe.
Aber einmal wurde mir das Bibellesen zu lang und machte mir gar keine Freude.
Dann habe ich in der Bibel gesucht, was man tun muß, um Gott zu treffen. Dabei
stellte ich fest, dass Gott uns zwar treffen möchte, aber keinen Treffpunkt
genannt hat. Judas Iskariot wußte ganz genau, wo Jesus war. Er wußte, dass Jesus
im Garten Gethsemane war, ging aber mit böser Absicht zu diesem Treffpunkt. Ich
habe in der Bibel weiter gesucht, wo wir Gott begegnen können. Wie kann ich den
Herrn sehen? Wenn wir zum Gebetshaus gehen? Oder wenn wir auf einen Berg
steigen? Ein bekannter holländischer Missionar hat mir einmal gesagt, dass die
Koreaner denken, sie könnten Gott nur auf einem Berg begegnen: „Wir Holländer
haben ein großes Problem.“
„Warum?“
„In Holland gibt es keine
Berge, deshalb können wir nicht auf einem Berg beten“, sagte er
scherzhaft.
Aber als ich im Alten
Testament 2. Mose 25 gelesen habe, fand ich, dass Gott uns doch einen Treffpunkt
genannt hat. Das ist der Gnadenthron. Von 1. Mose bis zur Offenbarung konnte ich
keinen Ort finden, den Gott uns als Treffpunkt genannt hat, außer in 2. Mose
Kap. 25 den Gnadenthron. Auf dem Gnadenthron kann unsere Sünde getilgt werden.
Dort ist genau der Ort, wo wir Gott begegnen können.
Es ist wichtig,
herauszufinden, was Gott uns durch die Geschichte sagen will, die ich am Anfang
gelesen habe. Zum einen gibt es hier Isaak. Wer ist Isaak? Abrahams Sohn,
stimmt’s? Isaak hat Jakob und Esau gezeugt. Der ältere Sohn, Esau, wurde Jäger.
Er war von Kopf bis Fuß behaart. Im Gegensatz dazu hatte Jakob eine ganz glatte
Haut. Als Isaak alt und seine Augen schwach geworden waren, rief er seinen
älteren Sohn, Esau, zu sich: „Ich weiß nicht, wann ich sterben werde. Nimm
deinen Köcher und Gerät, geh aufs Feld und jage und bringe mir ein Wildbret.
Dann werde ich davon essen und dich reichlich segnen!“ Nachdem Esau das gehört
hatte, eilte er hinaus aufs Feld. Wie ein Sprichwort sagt: „Die Weltgeschichte
wird in der Nacht entschieden“, hat Rebekka, Isaaks Frau und die Mutter von
Jakob und Esau, das alles mit angehört. Sie sagte zu ihrem Lieblingssohn Jakob:
„Dein Vater hat deinem Bruder aufgetragen, dass er jagen soll, damit er ihn
segnen kann. Möchtest du auf den Segen verzichten wegen deines Bruders? Hole
schnell einen Bock, dann bereite ich ein Wildbret zu für deinen Vater. Tu so,
als ob du dein Bruder wärest, dann bekommst du den Segen!“ Als Jakob das hörte,
wehrte er ab: „Mutter, das geht doch nicht! Esau hat viele Haare, aber ich bin
ganz glatt. Wenn Vater mich betastet, wird er das sicher merken und brächte
einen Fluch über mich und keinen Segen!“ Die Mutter beruhigte ihn: „Hab keine
Angst! Wenn dich ein Fluch treffen soll, werde ich ihn auf mich nehmen. Deshalb
tu einfach ohne Wenn und Aber, was ich dir sage!“
Jakob brachte eilig einen
Bock, und die Mutter bereitete ein Wildbret zu, so wie es der Vater gerne
mochte. Mit dem Fell des Bockes bedeckte sie Jakobs Gesicht, Hals und Arme.
Jakob ging zum Vater und sagte: „Ich bin Esau. Ich habe gejagt und dir das Essen
gebracht. Nun iß, und dann segne mich bitte!“ Isaak konnte zwar nur noch
schlecht sehen, aber er konnte hören, dass die Stimme seltsam klang. „Wie
konntest du das so schnell schaffen?“
„Gott hat es mich schnell
finden lassen. Mit einem einzigen Pfeil habe ich es erlegt.“
„Ach so, gut. Ich will dich
jetzt betasten, ob du wirklich mein älterer Sohn bist.“
Er betastete ihn und fühlte
die Haare. Dann aß er, und anschließend segnete er Jakob, weil er ihn für Esau
hielt. Das ist die Geschichte, die wir heute gelesen haben.
Ein Missionarskollege von
mir arbeitet in Brasilien. Dort gibt es den Amazonas, dessen Mündung etwa 40 km
breit ist. Eines Tages kam ein kleines Segelschiff vom Meer her in diese
Mündung. Nach einer langen Reise war kein Trinkwasser mehr an Bord, und die
Seeleute waren am Verdursten. In dieser schwierigen Situation begegnete ihnen
ein anderes Schiff, und sie dachten: „Weil dieses Schiff vom Hafen kommt, hat es
sicherlich viel Trinkwasser an Bord.“ Sie näherten sich dem Schiff und baten um
Wasser: „Wir sind am Verdursten, bitte verkauft uns fünfzig Gallonen
Trinkwasser, wir bezahlen, was ihr verlangt!“ Die Leute von dem anderen Schiff
grinsten und sagten: „Schöpft euch doch Wasser und trinkt!“ und fuhren weiter.
Die Besatzung des kleinen Schiffes war sehr enttäuscht, weil sie nicht das
erhoffte Wasser bekommen hatten. Ein junger Matrose konnte den Durst nicht mehr
aushalten und holte mit einem Eimer Wasser herauf. Ein alter Seemann neben ihm
wollte ihn hindern: „Du darfst kein Salzwasser trinken, davon wird dein Durst
noch größer!“ Aber der junge Matrose ließ sich nicht abhalten und trank gierig
das Wasser aus dem Eimer. Plötzlich stieß er vor Freude den Eimer um und
jubelte: „Süßwasser!“ Eigentlich war dieses Schiff schon auf dem Amazonas, aber
weil die Mündung so breit war, hatten die Seeleute gedacht, sie wären noch auf
dem Meer. Obwohl sie schon seit einiger Zeit auf dem Fluß waren, wären sie
beinahe verdurstet.
Meine Lieben, so ist das
Evangelium! Wir sind eigentlich nicht weit von Gottes Segen. Hier unter Ihnen
gibt es sicherlich viele wie die Matrosen, die beinahe verdursten, obwohl sie
auf dem Fluß sind. Obwohl wir vor Jesus stehen, der uns unsere Sünde vergibt und
uns segnet, können wir das mit unseren Gedanken nicht erfassen. Obwohl Gott uns
schon wunderbaren Segen gegeben hat: Der Grund, warum wir ihn nicht bekommen,
ist: Wir fügen zu Gottes Wort ein bisschen unsere eigenen Gedanken hinzu; wie
diese Schwester, die auf dem Bahnhof auf mich warten sollte, sich aber an die
Bundesstraße stellte. Weil wir unsere Gedanken ein bisschen hinzufügen,
entfernen wir uns sehr weit von dem Willen Gottes. Genau wie diese Seeleute, die
auf dem Fluß am Verdursten waren und gelitten haben, treffen wir Gott nicht,
obwohl Er uns ganz nah ist, weil unsere Gedanken und Gottes Gedanken
unterschiedlich sind. Weil Gott das weiß, möchte Er uns durch die Bibel Seinen
Willen zeigen. Denken wir nun einmal darüber nach, was Gott uns durch 1. Mose 27
sagen will!
Damit Sie das besser
verstehen können, brauche ich vier Schauspieler. Als Vater komm du bitte, Bruder
Cho, als Mutter Sie, als Jakob und Esau diese zwei jungen Brüder. Bitte kommen
Sie auf die Bühne! So, hier sind nun vier Schauspieler. Was möchte Gott uns
durch diese Schauspieler lehren? Isaak hatte zwei Söhne. Einer ist Esau, der
andere ist Jakob. Esau war ein Jäger, Jakob aber blieb immer zu Hause bei seiner
Mutter.
Nun - hat diese Geschichte
mit Ihnen zu tun, oder nicht? Ganz sicher betrifft diese Geschichte Sie! Ich
hatte manchmal Zweifel beim Bibellesen, denn obwohl ich wußte, dass diese
Geschichte mich betrifft, konnte ich nicht erkennen, welche Bedeutung sie für
mich hatte. Aber wenn man die Bibel genau liest, kann man finden, dass das
Geheimnis Gottes in der Bibel versteckt ist. Es ist ein großer Segen, wenn wir
dieses Geheimnis, das uns persönlich betrifft, erkennen
können.
In dieser Geschichte hat
Vater Isaak zu Esau gesagt: „Esau, jage und mache ein Wildbret. Ich werde es
essen und dich reichlich segnen.“ Esau beeilte sich zu jagen, weil er vom Vater
diesen Segen bekommen wollte. Aber die Mutter hatte das Gespräch mit angehört.
Sie hat gemerkt, dass der Vater nur den ersten Sohn segnen wollte, nicht auch
den zweiten. Sie dachte: ,Das geht nicht, ich will, dass mein geliebter zweiter
Sohn gesegnet wird.‘ Sie rief Jakob: „Jakob, dein Vater möchte deinen Bruder
segnen. Möchtest du auf den Segen verzichten? Hol schnell einen Bock aus dem
Stall. Ich werde ihn zubereiten, dann kannst du es deinem Vater bringen. Er wird
essen und dich segnen.“ Jakobs Augen glänzten: ,Ach, meine Mutter liebt mich
wirklich sehr.‘ „Aber Mutter, mein Bruder hat viele Haare, und ich bin ganz
glatt! Weil Vater schlecht sieht, wird er mich sicherlich betasten. Dann wird er
sofort erkennen, dass ich Jakob bin, und ich werde nicht gesegnet, sondern
verflucht.“
„Hab keine Angst, ich werde
den Fluch auf mich nehmen, der dich treffen soll. Hole einfach einen Bock.“
Schließlich hat Jakob einen Bock geholt.
Was hat Esau wohl
währenddessen getan? Er hat vielleicht im Schweiße seines Angesichts nach einem
Hirsch oder einem Reh gejagt. Wie schwer hat er es gehabt, er mußte über Berg
und Tal laufen. Aber hat Jakob auch schwer gearbeitet? Jakob hat ohne jegliche
Anstrengung einfach einen Bock vom Stall geholt, nicht wahr? Mutter Rebekka hat
die Ärmel hochgekrempelt und geschnitten, gebraten, mit diesen und jenen Zutaten
gewürzt. Schließlich hatte sie ein schmackhaftes Wildbret zubereitet, so wie es
der Vater gerne mochte. Dann zog sie Jakob Esaus Feierkleider an und tat ihm um
seine Hände und seinen Hals, wo er glatt war, Felle von dem Bock. Dann gab sie
das Gericht in Jakobs Hände und ließ ihn zu seinem Vater gehen.
„Vater!“
„Wer bist
du?“
„Ich bin dein erster Sohn,
Esau!“
„Ach, bist du schon zurück
von der Jagd?“
„Ja, Gott hat es mir leicht
gemacht. Nun iß und segne mich!“
„Laß mich dich
betasten.“
Nachdem Isaak das Fell
betastet hat, hat er Jakob, ohne ihn zu erkennen, gesegnet. Kaum dass Jakob
gesegnet war, kam Esau schweißgebadet von der Jagd nach Hause und bereitete
schnell das Gericht zu.
„Vater, ich habe gejagt und
bringe dir hier das Essen, jetzt segne mich bitte.“
„Was - wer bist du?“
„Ich? Ich bin Esau,
Vater!“
„Aber nein, eben war Esau
doch bei mir, und jetzt sagst du, dass du Esau bist? Wieso gibt es zwei Esaus?“
Der Vater ist erschrocken: „Das muß dein Bruder Jakob gewesen
sein!“
„Vater, hast du denn keinen
Segen für mich übrig?“
„Nein.“
„Vater, segne mich
auch!“
So hat Esau laut geweint. Der Vater hat
ihn nicht gesegnet, sondern verflucht: „Siehe, du wirst wohnen ohne Fettigkeit der
Erde und ohne Tau des Himmels von oben her.“
Laßt uns die Bedeutung, die
in dieser Geschichte steckt, zunächst ein bisschen beiseite schieben, und die
Schauspieler nach vorne holen, die die beiden Söhne spielen werden. Diese
wollten beide gesegnet werden, aber einer wurde gesegnet, der andere verflucht.
Obwohl Sie alle gleich handeln, z. B. immer den Zehnten geben, jeden
Gottesdienst besuchen - einige werden mit voller Gnade gesegnet, andere aber
verflucht. Aber wieso werden manche gesegnet und andere verflucht? Ich glaube
fest daran, dass Gott uns die Bibel gegeben hat, um dies zu erkennen. Wenn wir
die geistliche Bedeutung in der Bibel nicht kennen, können wir nicht gesegnet
werden, selbst wenn wir uns nach unserem Maßstab noch so sehr
bemühen.
Vor über 100 Jahren ist das
Evangelium nach Korea gekommen. Davor haben unsere Vorväter nicht an Gott
geglaubt. Sie lebten im Aberglauben, d. h. sie glaubten an einen Meeresgott und
an die verstorbenen Vorfahren, im Tempel beteten sie zu Götzenbildern, vor
Steinhaufen verbeugten sie sich. Weil sie den richtigen Gott nicht kannten,
konnten sie nicht anders. Dann kam das Evangelium durch Missionare. Das kostete
die Missionare viel Tränen und Blut, aber endlich konnten unsere Vorfahren Gott
und Jesus kennenlernen. Sie haben erkannt: Der dieses Universum gemacht hat, ist
Gott. Er ist groß. Jesus liebt uns. Sie haben das erkannt, aber sie wußten
nicht, wie sie Gott dienen sollten. Deshalb bemühten sie sich nach dem Motto:
„Wenn man ganz inbrünstig bittet, wird sogar der böse Geist sich erweichen
lassen.“ Aber obwohl Sie weinend nächtelang beten, fasten, spenden, fleißig in
der Gemeinde dienen, wird Gott sagen: „Deine Bemühungen sind wirklich großartig,
aber meine Methode ist anders.“ Wie können wir also zu Gott gehen? Weil die
Menschen nicht wissen, wie sie zu Gott gehen können, folgen sie einfach ihren
eigenen Gedanken. Deshalb hat Gott diese Geschichte in der Bibel geschrieben,
die Geschichte von den beiden Brüdern, die gesegnet werden wollten. Aber nur
einer wurde gesegnet, der andere verflucht. Er möchte, dass wir dadurch
erkennen: Nur auf diese Weise können wir zu Gott kommen.
Meine Lieben, Gott hat diese
Geschichte in der Bibel nicht aus Spaß geschrieben, damit es uns nicht
langweilig ist. Hier ist der Vater Sinnbild für Gott, die Mutter für Jesus
Christus. Der ältere Bruder Esau ist Sinnbild für diejenigen, die aus eigener
Kraft gesegnet werden möchten. Der jüngere Bruder Jakob ist Sinnbild für
diejenigen, die durch die Hilfe Jesu Christi gesegnet werden, obwohl sie gar
nichts dafür tun. Können Sie mir folgen? Ist das nicht ganz einfach? Das ist der
Kern der Bibel. Wenn man den Kern der Bibel nicht kennt, ist das genauso, als ob
man bei Erdnüssen nur auf den Schalen herumkaut. Schmeckt uns das, wenn wir nur
die Schale der Bibel probieren? Es macht uns gar keine Freude! Deshalb nennen
wir den Kern der Bibel das „geistliche Geheimnis“.
Esau hat doch alles getan,
was der Vater verlangt hat, nicht wahr? Er hat sich viel Mühe gegeben, oder? Er
hat sich sehr angestrengt, oder nicht? Aber ist er schließlich gesegnet oder
verflucht worden? „Von deinem Schwerte
wirst du dich nähren.“ Ist das nicht ein furchtbarer Fluch? Wenn Esau kein
Schwert dabei hatte, konnte er nicht einschlafen vor lauter Angst, die Feinde
könnten aus allen Himmelsrichtungen kommen. Über ihn kommt kein Tau, kein Regen,
und wenn er den Acker pflügt, bekommt er keinen Ertrag. So ist er verflucht
worden. Früher, als ich dieses geistliche Geheimnis noch nicht erkannt hatte,
dachte ich: „Es ist wirklich seltsam: Wenn Isaak keinen Segen mehr für Esau
übrig hatte, hätte er wenigstens sagen können: „Du sollst viele Kinder haben, du
sollst reich werden, immer gesund sein.“ Aber was hat Isaak getan statt Esau zu
segnen, der doch mit all seiner Kraft alles nach Vaters Wunsch getan hatte? Er
hat ihn verflucht! Das bedeutet: Obwohl wir nach dem Wort Gottes leben, uns
bemühen und folgen möchten, werden wir von Gott nichts anderes als Fluch
bekommen, weil wir Gottes Wort weder gehorchen noch halten können.
Vielleicht hat Jakob es noch
schlimmer getrieben als Nolbu,[1]
der z. B. Pfähle in reife Kürbisse geschlagen hat, einen Pepperoni-Acker von
Pferden zertrampeln ließ usw. Auf jeden Fall war er immer ein problematisches
Kind und ein Sünder. Deshalb hat der Vater den ersten Sohn geliebt, die Mutter
aber den zweiten. Gott liebt den guten Menschen und Jesus Christus den Sünder,
nicht wahr? Ja, das ist richtig. Dieser Esau war ein Mensch, der durch seine
eigenen Bemühungen vor Gott stehen wollte. Aber Gott mag nicht, dass wir durch
unsere eigenen Bemühungen vor ihm stehen wollen. Nur durch Jesus können wir zu
Gott kommen! Dieser zweite Sohn ist vom Vater reichlich gesegnet worden. Alle
möglichen Segnungen hat er bekommen. Aber was hat Jakob getan, um diesen Segen
zu bekommen? Hat er fleißig gejagt? Nein. Dieser Sohn hat gar nichts getan. Nur
die Mutter hat alles vorbereitet, damit er gesegnet werden konnte. Geistlich
gesehen bedeutet das: Er hat zu seinem Vater nur gebracht, was Jesus vorbereitet
hat, um gesegnet zu werden. Jakob hat zu seiner Mutter gesagt: „Er wird mich
verfluchen!“ Aber die Mutter antwortete: „Ich nehme den Fluch, der dich treffen
soll, auf mich.“
Unser Herr Jesus hat
versprochen, dass er allen Fluch, der uns treffen müßte, auf sich nimmt. Ich
habe einen Grund, warum ich heute gerade diese Geschichte ausgesucht habe und
Ihnen erzähle. Als Pastor habe ich vielen Gemeinden in verschiedenen Städten das
Wort verkündet. Aber dann habe ich gemerkt, dass es unheimlich viele Leute gibt,
die aus eigener Kraft durch viel beten, evangelisieren, Zehnten geben, nicht
sündigen usw. vor Gott stehen wollen, ohne diese Geschichte zu
kennen.
Vor fünf oder sechs Jahren
habe ich auf einem Berg eine Evangelisation veranstaltet. Damals haben viele
Leute teilgenommen. Nach der Vormittagspredigt habe ich gesagt: „Wer unter euch
die Sündenvergebung haben möchte, komme bitte zu meinem Zelt.“ Dann sind viele
Menschen zu mir gekommen, mal zu fünft, mal zu viert, weil nicht mehr Leute in
das kleine Zelt paßten, und haben von mir genau über die Sündenvergebung gehört.
Kurz vor der Abendmahlzeit, als ich gerade etwas Pause mache wollte, ist eine
junge Frau alleine hereingekommen. Also erzählte ich ihr, ebenso wie den
anderen, über die Sünde. Danach habe ich ihr ausführlich erklärt, wie die Sünde
getilgt wurde: Wie unsere Sünde auf Jesus übertragen wurde, wie unsere Sünden
abgewaschen wurden durch die Kreuzigung Jesu Christi, wie die Sünde in meinem
Herzen gelöscht wurde, was man tun kann, wenn man gegen das Gesetz Mose
verstoßen hat usw. Dann habe ich anhand Naamans Heilung und König Davids
Sündenvergebung erklärt, wie man von seinen Sünden befreit werden kann. Zum
Schluß habe ich ihr den Vers Hebräer 10, 17 vorgelesen: „Ihrer Sünden und ihrer Ungerechtigkeit
will ich nicht mehr gedenken.“ Als sie das hörte, fing sie plötzlich an zu
weinen. Weil Sommer war, stand der Eingang des Zeltes offen. Für Vorübergehende
sah es vielleicht so aus, als ob ich die junge Frau geschlagen hätte, deshalb
bat ich sie, nicht mehr zu weinen. Mir kam es so vor, als hätte sie schon eine
Stunde lang geweint, als sie sich endlich etwas beruhigte und mir ihre
Geschichte erzählten konnte. „Pastor, als ich vierzehn war, starb meine Mutter,
und ich bekam eine Stiefmutter. Weil ich viel Streit mit meiner Stiefmutter
hatte, lief ich eines Tages mit dem ganzen Schulgeld für das nächste Semester
von zu Hause weg.“ So hat sie ihre Erzählung angefangen. Sie ging in eine Stadt
und landete aus Versehen im Prostituierten-Viertel. Dort lebte sie viele Jahre
mit dem Gedanken: „Ich gehöre zum Abschaum der Menschheit“ und resignierte. Aber
eines Tages traf sie einen Mann, der es ehrlich mit ihr meinte und es nicht auf
die körperlichen Freuden abgesehen hatte. Sie verliebten sich ineinander. Sie
konnte ihr Glück kaum fassen: „Ist das ein Traum, kann er so eine Frau wie mich
lieben?“ Eines Tages kam dieser Mann und sagte: „Folge mir ohne ein Wort!“ Sie
ging mit ihm und lebte in seiner Familie als Ehefrau und Schwiegertochter. Für
sie war dies die glücklichste Zeit ihres Lebens, obwohl sie arm waren. Aber als
sie zwei Jahre lang kein Baby bekamen, fragten die Schwiegereltern schon: „Hast
du uns keine freudige Nachricht mitzuteilen?“ Man weiß nicht woher - aber eines
Tages wußte die ganze Familie, dass sie früher eine Prostituierte war. Von
diesem Tag an änderte sich das Verhalten der Schwiegereltern: Sie wollten nicht
mehr mit ihr am selben Tisch essen, sie sahen sie nicht mehr an, und auch der
Schwager und die Schwägerin wollten sich nicht mehr mit ihr unterhalten. Für die
junge Frau hatte sich dieses Haus, in dem sie so glücklich war, in eine Hölle
verwandelt. Sie konnte diese Situation nicht aushalten. Aus Angst vor den
Menschen besuchte sie die Gemeinde. Aber sie setzte sich immer ganz hinten hin
und verließ die Kirche, bevor der Gottesdienst zu Ende war, damit ihr niemand
begegnete. Sie konnte auch nicht mehr zum Brunnen gehen, weil die Leute über sie
redeten. So lebte sie ein einsames Leben. Eines Tages hörte sie von dieser
Evangelisation und entschloß sich, daran teilzunehmen. Sie hatte einen großen
Wunsch: Wenn es doch möglich wäre, die Erinnerung an meine Vergangenheit in mir
und den anderen Familienmitgliedern auszulöschen! Als sie nun gehört hatte, dass
Jesus all ihre Sünden weggenommen hat und Gott all ihrer Sünde nicht mehr
gedenkt, wie in Hebr. 10 geschrieben steht, konnte sie vor lauter Freude nicht
anders als weinen. Einige Zeit später wurde ich von dem Pastor eingeladen, zu
dessen Gemeinde diese junge Frau gehörte, und ich führte eine Woche lang eine
Evangelisation in dieser Gemeinde. Unter den ca. 600-700 Leuten war eine, die
mich am Ärmel zupfte - es war diese Frau. „Pastor, heute ist mein Mann zum
ersten Mal in die Gemeinde gekommen.“ Danach habe ich sie nie wiedergetroffen,
ich weiß auch ihren Namen nicht.
Meine Lieben, diese Frau hat
wirklich gar nichts Gutes getan, nur schmutzig gelebt. Aber durch Jesus wurde
all ihre Sünde vergeben, und in Jesus führt sie sicher ein glückliches,
segensreiches Leben. Als Jesus noch auf der Erde war, haben die Sünder wie die
Ehebrecherin, Maria, der Zöllner sich nicht bemüht, ihre Sünde selbst zu
beseitigen. Jesus ist zu ihnen gekommen und hat alles für sie getan.
Aber, meine Lieben, wie
verhalten wir uns heutzutage? „In der Bibel steht das zwar so, aber müssen wir
wirklich gar nichts tun?“ „Können wir wirklich nur schlafen und warten, bis uns
die gebratenen Tauben in den Mund fliegen?“ fragen die Leute zurück. So meine
ich das nicht. Meine Lieben, bitte werfen Sie Ihre Gedanken weg und hören Sie
genau zu! Warum wurde Esau verflucht? Er hat versucht, nach Gottes Wort zu
leben. Er hat sich bemüht, alles zu tun, was sein Vater ihm aufgetragen hat.
Aber das Resultat war Fluch.
Nun, meine Lieben, wenn Sie
versuchen, nach Gottes Wort zu leben, bekommen Sie auch nichts anderes als
Fluch; denn wir können nicht nach Gottes Wort leben! Wenn Sie nach Gottes Wort
leben könnten, hätte Jesus dann zu uns kommen müssen? Nein! Eben weil wir es
nicht können, schickte Gott Jesus.
Nun - diese Mutter Rebekka ist ein
Sinnbild für Jesus Christus. Es war die Mutter, die alles vorbereitet hat, damit
dieser sündhafte Sohn von dem Vater gesegnet werden konnte. Hat er auch nur ein
ganz kleines bisschen dafür getan? Wer hat alles von Anfang bis Ende geplant,
damit dieser Sohn gesegnet wurde? Die Mutter hat geplant! Wer hat den Plan
durchgeführt? Die Mutter! Der Sohn sagte zwar: „Nein, das kann ich doch nicht
tun!“, aber die Mutter tat alles und sagte: „Gehorche mir ohne Wenn und Aber,
denn ich will dich segnen lassen.“ Wenn der Sohn zum Vater geht und alles
schiefläuft, wird die Mutter die Verantwortung übernehmen, und den Fluch, der
den Sohn treffen müßte, wird die Mutter tragen, hat sie gesagt, nicht wahr? Und
wer hat Vaters Lieblingsspeise zubereitet, die der Sohn dann dem Vater brachte?
Die Mutter! Die Mutter hat alles vollkommen vorbereitet, damit der Vater nichts
auszusetzen hat.
Es gibt zwei
unterschiedliche Arten zu glauben. Die eine ist: ICH bemühe mich, versuche,
strenge mich an nach Gottes Wort zu leben. Im Gegensatz dazu ist die andere: Ich
glaube nur einfach an das, was Jesus Christus getan hat, ohne dass ich meine
Kraft, meine Mühe, meine Methode dazumische, und sage: „Ich habe mich bemüht -
aber es ist mir unmöglich, nach dem Wort Gottes zu leben. Deshalb, Jesus
Christus, tu du alles für mich!“
Viele Menschen sagen nur mit
dem Mund: „Ja, ich lebe ja aus dem Glauben, es bleibt mir gar nichts anderes
übrig. Ich kann gar nichts tun, es sei denn Jesus tut es in mir“, nicht wahr?
Aber trotzdem bemühen sie sich immer wieder. Dann folgt immer wieder die
Enttäuschung. Deshalb ist unser Glaubensleben eine endlose Reihe von Straucheln
und Fallen. Wenn Sie an einer Evangelisation teilgenommen haben, haben Sie das
Gefühl, dass Ihr Glaube besser geworden wäre. Aber dieses Gefühl verschwindet
nach wenigen Tagen. Beim Fasten haben Sie den Eindruck, dass Ihre Seele gesegnet
worden wäre, und beim Zungenreden denken Sie, dass Sie einen starken Glauben
haben. Aber all diese Dinge tun SIE. Deshalb werden Sie ein paar Tage später
wieder straucheln. Zu Beginn jeden Jahres nimmt man sich vor: „Ab heute werde
ich ein gutes Glaubensleben führen, mit dem schmutzigen Leben aufhören.“ Man
fängt mit Fasten oder neuer Herzenseinstellung an, aber nach drei Stunden, drei
Tagen, drei Wochen ist dieser Vorsatz geplatzt. So ist das! Für uns ist es
wirklich normal, dass wir straucheln und fallen. Deshalb hat Gott uns Jesus
geschickt. Bitte hören Sie mir gut zu! Ich stelle jetzt eine Frage: „Sind Sie
jetzt eine Person wie Jakob oder Esau? Aus menschlicher Sicht sieht es so aus,
als ob Esau ein besserer Mensch war, nicht wahr? Aber wenn es in mir Gutes gibt,
kann ich nicht das Gute annehmen, das von Jesus kommt. Sehen Sie bitte her: Das
Glas in meiner rechten Hand ist leer. Das Glas in meiner linken Hand ist voll
Wasser. Kann ich in das volle Glas noch etwas hinein gießen? Aber in das leere
Glas kann ich Wasser gießen. Verstehen Sie den Unterschied? Mit anderen Worten:
Erst wenn Ihr Herz leer ist, kommt Gottes Gnade hinein. Aber wenn Ihr Herz nicht
leer, sondern gefüllt ist mit solchen Gedanken wie: „Ich bin von Geburt an ein
Christ“, „Ich bin der Gründer unserer Gemeinde, ohne mich würde es diese
Gemeinde gar nicht geben, damals habe ich mein Land verkauft und die Kirche
gebaut“, „Ich habe Waisenhäuser geleitet“, „Ich habe vielen Armen geholfen“,
dann kann die Gnade Gottes nicht hineinkommen, weil Ihr Herz voll ist mit guten
Taten für Gott. Weil Esau immer alles richtig gemacht und den Vater immer mit
der Jagd erfreut hat, meinte er, auch diesmal würde durch das erjagte Wildbret
alles gut gehen. Aber im Gegensatz zu seinem Gedanken war das Resultat der
Fluch. Dagegen hatte Jakob Angst, zum Vater zu gehen, weil er nie etwas Gutes
für ihn getan hatte. „Vater mag mich nicht. Ich habe nie etwas Gutes für ihn
getan, wie kann ich dann Segen bekommen? Mutter, laß doch Esau den Segen
bekommen!“ Was hat Rebekka geantwortet? „Nein, hab keine Angst! Ich übernehme
alle Verantwortung.“ Deshalb ist Jakob ohne seine eigenen Taten zum Vater
gegangen, nur mit dem, was seine Mutter für ihn getan hat.
Es gibt zwei Sorten
Menschen. Erstens: Die Menschen, die auf ihre eigenen Bemühungen und Taten
vertrauen. Zweitens: Die Menschen, die ihr Eigenes einfach wegwerfen und nur auf
Jesus vertrauen, weil sie selbst nichts Gutes haben.
Möchten Sie heute Morgen Ihr
Herz einmal überprüfen? Möchten Sie nachforschen, wie Ihr Glaube ist? So wie wir
unseren Gesundheitszustand von einem Arzt genau untersuchen lassen, laßt uns
jetzt unseren Glauben untersuchen. Oder macht es Ihnen etwas aus? Nun, ich werde
Ihnen Fragen stellen, dann antworten Sie ehrlich! An einem Sonntag sind Sie zum
Gottesdienst in die Kirche gegangen. An diesem Tag haben Sie den Zehnten
gegeben, gebetet und viel in der Gemeinde getan. Wie fühlen Sie sich in diesem
Moment vor Gott? Sie sind sehr
zufrieden mit sich, nicht wahr? Dagegen haben Sie einmal mit Ihrem Ehepartner
oder mit einem Nachbarn arg gestritten und den Zehnten nicht gegeben und Gottes
Wort nicht gehorcht. Wie fühlen Sie sich, wenn Sie in diesem Zustand in die
Gemeinde gehen? Sie können nicht gut beten, nicht wahr? Ist Ihr Glaubensleben
nicht so? Nun, was war der Grund, wenn Sie mit Freude vor Gott standen? Und wenn
Sie ohne Freude vor Gott standen, was war der Grund? Mit guten Taten freuen Sie
sich, ohne gute Taten freuen Sie sich nicht. Ist das nicht der Beweis dafür,
dass Sie nicht auf Jesus vertrauen, sondern bestrebt sind, eigene gute Taten zu
tun und darauf zu vertrauen? Viele sagen zwar mit ihrem Mund: „Pastor, wovon
reden Sie eigentlich? Was für gute Taten hätte ich vorzuweisen? Wie könnte ich
durch diese vor Gott bestehen? Natürlich geht das nur durch die Gnade Jesu!“
Aber in Wirklichkeit vertrauen sie doch jeden Tag auf ihre eigenen Taten, wenn
sie zu Gott gehen. Wie legen viele Menschen die Bibel aus? „ David ging mutig zu
Goliath. Laßt uns auch so mutig sein! Josef gab seinen Glauben auch im Gefängnis
nicht auf. Laßt uns unseren Glauben auch nicht aufgeben! Maria von Magdala traf
in einer sehr schwierigen Situation Jesus. Laßt uns in Schwierigkeiten ebenfalls
Jesus lieben!“ Viele predigen so. Aber die Bibel lehrt uns nicht so! Meine
Lieben, die Bibel verlangt nicht, dass wir so handeln, sondern sie lehrt uns so:
Wir können das nur durch die Hilfe Jesu Christi schaffen, nachdem wir gesagt
haben: „Gott, ich kann das nicht durch eigene Kraft!“ Diejenigen, die denken,
dass sie selbst etwas tun können, bekommen keine Hilfe von Jesus.
Eines Tages sprach Jesus
über die Gebete eines Zöllners und eines Pharisäers. Der Zöllner betete: „Herr,
erbarme dich meiner, ich bin ein Sünder!“, nicht wahr? Der Zöllner hat nicht
seine einzelnen Sünden bekannt wie z. B. ich habe Ehebruch begangen, ich habe
gestohlen. Wie ich gestern Abend gepredigt habe, hat er bekannt, dass er von
Grund auf Sünder ist: „Ich bin Sünder, in mir gibt es gar nichts Gutes.“ Der
Pharisäer dagegen betete: „ Ich habe dies und jenes gut gemacht.“ Deshalb gab
Gott dem Pharisäer keine Gerechtigkeit, sondern nur dem Zöllner. Weil der
Pharisäer dachte, dass er gerecht sei, konnte er die Gerechtigkeit von Gott
nicht bekommen. Also: Der Zöllner kam als Sünder und ging als Gerechter, der
Pharisäer kam seiner Meinung nach als Gerechter und ging immer noch als Sünder.
So steht es in der Bibel, nicht wahr?
Auch wenn meine Predigt Sie
bisher ein bißchen angestrengt hat, bitte ich Sie doch, weiterhin aufmerksam
zuzuhören. Als Jakob zum Vater ging, um gesegnet zu werden, gab es Bedingungen,
die erfüllt werden mußten. Erstens: Jakob hat sich verdeckt und ging dann zum
Vater. Er hat sich ganz verdeckt. Was wäre geschehen, wenn er einen Teil von
sich nicht verdeckt hätte? Er wäre verflucht worden. Weil Jakob ganz verdeckt
war, wurde er gesegnet.
Meine Lieben, diese
Evangelisation in Pusan hat viel Geld gekostet. Ich weiß nicht, wie dieses Geld
zusammengekommen ist. Aber es ist sicher, dass die Geschwister gespendet haben,
ohne es zu zeigen. Für Werbung im Fernsehen, Traktate, Plakate haben viele
Geschwister viel gespendet. Wofür ich sehr dankbar bin: Obwohl viele Geld
gegeben haben, haben sie das nicht gezeigt, sondern verdeckt gespendet. Wir
haben da hinten einen Spendenkasten aufgestellt. Wir wissen nicht wer, aber auch
gestern Abend haben wieder viele aus Dankbarkeit gespendet. Diese Spende ist
ganz anders als die Spende, mit der sich die Leute hervortun wollen. Man wird
gesegnet, wenn man sich verdeckt. Aber viele möchten sich hervortun: Sie spenden
Geld, ein Klavier oder ein Pult für die Gemeinde, so dass es jeder sieht. Wenn
wir unsere Taten zeigen möchten, müssen wir nicht nur unsere guten, sondern auch
unsere bösen Taten zeigen. Meine Lieben, in der Fernsehwerbung und den Traktaten
ist mein Foto zu sehen. Weil Pastor Parks Augen schön sind, können wir deshalb
nur seine Augen abbilden? Oder weil
er einen schönen großen Mund hat, können wir deshalb nur seinen Mund abbilden?
Machen Sie das so? Es geht nicht, dass man nur Pastor Parks Nase zeigt, weil
seine Nase so wohlgeformt ist. So wie wir das ganze Gesicht zeigen müssen, ob es
schön ist oder nicht, wird auch unsere schlechte Seite vor Gott aufgedeckt,
obwohl es schön wäre, wenn wir nur unsere gute Seite zeigen müßten. Deshalb muß
unser Ich zugedeckt werden, wenn wir zu Gott gehen. Können Sie mir folgen?
Selbst wenn Sie für Gott spenden, mag Gott diese Spende nicht, wenn Sie sich
dadurch hervortun wollen. Wenn Ihre Gemeinde ein Klavier braucht, spenden Sie
ein Klavier. Wenn Ihre Gemeinde ein Pult braucht, spenden Sie ein Pult. Tun Sie
das aber nicht in Ihrem Namen, sondern tun Sie bitte alles in Jesu Namen. Bitte
verdecken Sie das „Ich“. Das ist genau der Punkt, an dem bei vielen der Glaube
schiefgelaufen ist.
Wenn Sie auf Ihren
Spenden-Umschlag z. B. schreiben würden: „Lieber Vater, ich danke Dir, dass Du
es mir ermöglicht hast, einen Frisörsalon zu eröffnen.“ Darunter Ihr Name. Der
Pastor würde das beim Gottesdienst vorlesen: „Herr Soundso eröffnet in der und
der Straße einen Frisörsalon. Deshalb hat er als Dank eine Spende gegeben.“ Das
wäre dann teils Spende, teils Werbung. Der heilige Platz Gottes für den
Gottesdienst wäre in einen Ort für Werbung verwandelt worden. Das ist ein Beweis
dafür, dass die Religion dabei ist, zu verderben. „Gott, ich danke Dir, dass Du
es ermöglichst, dass mein Sohn in Amerika den Doktortitel erwerben kann.“ Das
ist teils Spende, teils Angabe. Wenn Gott das sieht, ist es ihm ein Greuel.
Meine Lieben, jetzt steht da hinten auch ein Spendenkasten. Wenn Sie Gottes
Gnade empfangen haben und aus Dankbarkeit etwas spenden möchten, dann spenden
Sie so, dass die Ehre allein Jesus zukommt und Sie sich selbst nicht
hervorheben. So etwas gefällt Gott.
Heutzutage stehen in den
Gemeinden die Menschen zu sehr im Vordergrund. Deshalb ist kein Platz mehr für
Gott, wo er arbeiten kann. Auch gibt es keinen Augenblick Zeit für Gottes
Wirken. Die erste Bedingung, dass Jakob gesegnet werden konnte, war, dass er
sich verdeckt hat. Meine Lieben, es ist noch nicht zu spät: Wenn Sie vor Gott
angegeben haben - selbst wenn es nur eine Kleinigkeit war - , oder Sie haben
erst noch so einen Gedanken im Herzen, dann schämen Sie sich und verdecken Sie
sich bitte! Alles Gute und Schlechte, alles was Sie getan haben, muß verdeckt
werden! Weil Jakob mit dem Fell des Bockes bedeckt wurde, konnte er nicht als
Jakob erkannt werden: Genauso müssen wir auch vollkommen verdeckt werden. Womit?
Mit den Werken Jesu Christi müssen wir bedeckt werden! Alles, was wir getan
haben, darf nicht zu sehen sein, sondern was Jesus getan hat, muß zu sehen
sein.
Wenn einer von Gott gesegnet
wird und dann in den Himmel kommt, was wird er sagen? „Ich habe gar kein
Verdienst.“ Das wird er nicht nur mit dem Mund sagen, sondern aus ganzem Herzen:
„Ich habe gar nichts getan.“ Einer sagt: „Ach, was habe ich schon getan - ich
habe doch gar nichts getan!“, aber gleichzeitig tut er sich indirekt hervor.
Diese falsche Demut ist Gott ein Greuel. Es ist vor Gott böse und schmutzig. In
Jesu Zeiten waren die Menschen genauso. Wenn sie Almosen gegeben haben, haben
sie es ausposaunt. Wenn sie Armen geholfen haben, haben sie auf der Straße die
Posaune blasen lassen: „Tätäterä!“ Der Herr sagt: Sie haben ihren Lohn schon
gehabt. Sie haben auf der Straße gebetet: „Gott...“ mit scheinbar
gottesfürchtigem Verhalten. Aber Jesus sagt, dass Gott solche Gebete nicht
annimmt. Wie schon gesagt: Unser Ich muß vollkommen verdeckt werden. Es darf gar
nichts geben, was wir vor den Menschen und vor Gott zeigen können. Warum werden
die Menschen verflucht? Weil sie überzeugt sind, dass es richtig ist, was sie
tun, so wie Esau: „Ach, Jakob - der kann noch nicht mal jagen, aber ich - ich
kann das gut!“ Was nützt dieses Selbstvertrauen? Sein Jagen war nicht besser,
als den Bock zu Hause einfach aus dem Stall zu holen, nicht wahr? Jakob hat sein
Ich ganz verdeckt.
Zweitens: Nicht in seinem,
sondern im Namen seines älteren Bruders ist Jakob zum Vater gegangen. Meine
Lieben, in wessen Namen müssen wir zu Gott gehen? Wir müssen vor Gott stehen im
Namen Jesu Christi, des Erstgeborenen Gottes und unseres älteren Bruders im
Glauben. „Gott, ich habe viel gespendet, nimm mich an!“ „Ich habe gut gebetet,
nimm mich an!“ Das ist falsch! „Gott, obwohl ich gespendet habe, kann ich mich
dessen überhaupt nicht rühmen. In mir gibt es nur Schmutziges und Böses. In
meinen Augen bin ich schon sehr schlecht und böse, wie sehe ich dann erst in
deinen Augen aus!? Ich bin sehr böse. Ich bin sehr schlecht. Ich bin wirklich
heuchlerisch. Gott, bitte sieh nur auf Jesus und nicht auf mich und nimm mich
an! Obwohl ich mich bemühe, Gutes zu tun - ich schaffe es nicht! Deshalb sieh
nicht auf mich sondern auf Jesus und rechne Jesu Werke als meine Taten und nimm
mich an!“ Das ist der wahre Glaube. Obwohl viele Menschen sagen, dass sie Gott
glauben, legen sie viel Wert auf sich und haben viel Hoffnung auf sich: „Wenn
ich jetzt noch mehr feste Vorsätze hätte - das würde Gott gefallen!“ ? Nein! Wir
haben verdient, verdammt zu werden. Deshalb ist es unmöglich, Gott zu gefallen,
egal was wir tun. Das müssen wir erkennen. Dann könnten wir nur noch auf Jesus
Christus vertrauen.
Nun nehmen wir einmal an,
ein Mann bräuchte 100.000 DM. Wenn er das Geld nicht aufbrächte, müßte er
sterben. Deshalb wäre er zu mir gekommen, um das Geld zu leihen. Aber weil ich
es ihm nicht leihen möchte, sage ich: „Oh, ich habe kein Geld...“ Wenn er noch
jemanden außer mir um das Geld bitten könnte - würde er mich dann weiter
anflehen? „Gut, dann lassen Sie es, ich gehe woanders hin.“ Aber wenn ich der
einzige wäre, den er um Geld bitten könnte, würde er mich bis zum letzten
Atemzug anflehen. Genauso ist es mit uns, wenn wir die Gnade Jesu erlangen
wollen. Diejenigen, die meinen: „Wenn ich weiterhin so Gutes tue, kann ich es
schaffen“, vertrauen nicht mit ganzem Herzen auf Jesus. Nur wer in seinem Herzen
fest erkannt hat, dass er gar nichts von sich erwarten kann, kann mit ganzem
Herzen auf Jesus vertrauen. Er hofft mit ganzem Herzen auf
Jesus.
Solche Menschen können
sofort gerettet werden. Bei Evangelisationen erzähle ich manchmal im kleineren
Kreis von zehn bis zwanzig Personen über die Sündenvergebung. Nach der
ausführlichen Erklärung sind einige voller Freude, weil sie die Sündenvergebung
bekommen haben. Nach der Predigt gestern Abend ist eine junge Frau mit Baby zu
mir gekommen und hat gesagt: „Pastor, vorhin, als Sie aufgerufen haben, nach
vorne zu kommen, konnte ich nicht wegen des Babys. Könnten Sie mir jetzt weiter
erklären?“ So habe ich mit ihr angefangen zu reden, und einige Leute sind noch
dazugekommen. Ich habe erzählt, wie Jesus unsere Sünde getilgt hat, wie unsere
Sünde auf Jesus übertragen wurde, wie unsere Sünde weiß wie Schnee wurde, wie
die ewige Erlösung vollbracht wurde. Nachdem ich zu Ende erzählt hatte, hat
einer mit dem Kopf genickt, ein anderer konnte vor lauter Freude nicht ruhig
bleiben. So ging es mir auch: als ich nach Hause kam, konnte ich vor Freude
nicht einschlafen. Ja, es ist wirklich so, ich konnte nicht schlafen. Ich bin
Gott sehr dankbar, dass ich für Seine Arbeit benutzt werden kann, d. h. die
Menschen, die es verdient haben, verdammt zu werden, zum Leben zu führen.
Deshalb predige ich jetzt vor Ihnen, bis meine Stimme
versagt.
Meine Lieben, wenn Sie
wirklich mit diesem Herzen vor Jesus kommen: „Ich habe keine Hoffnung mehr. In
mir gibt es nichts Gutes. Ich kann gar nichts Gutes tun. Ich habe wirklich
verdient, verdammt zu werden.“, können Sie alle heute die Sündenvergebung
bekommen. Aber einige meinen: „Nein, wenigstens dieses habe ich doch gut
gemacht! Herr Soundso ist nur ein Namenschrist, aber ich bin ein ehrlicher
Christ.“ Es gab auch zu Jesu Zeiten schon solche Leute. Die haben Jesus immer
verfolgt. Sie haben Jesus nicht angenommen. Sie haben überhaupt nicht auf Jesus
vertraut.
Jakob hatte gar keine andere
Möglichkeit, vor dem Vater zu bestehen, deshalb mußte er nur auf die Mutter
vertrauen. Dagegen hatte Esau die Möglichkeit: „Ich kann jagen und kochen -
warum soll ich auf die Mutter vertrauen?“ Als Folge traf ihn der
Fluch.
Meine Lieben, diese
Geschichte zeigt uns verschiedene Herzenseinstellungen. Meinen Sie, dass Gott
diese Geschichte nur hinzugefügt hat, weil die Bibel sonst zu dünn wäre und
nicht so edel aussähe? Mitnichten! Gott wollte uns Sein inbrünstig liebendes
Herz in jedem Satz, in jedem Wort zeigen. Aber viele Menschen erkennen dies
nicht, und sie bemühen sich einfach. Es gibt sehr viele Menschen, die Gottes
Willen nicht erkennen. Ich bin hierhergekommen, um den Einwohnern von Pusan
Gottes Willen zu erklären. In Pusan gibt es sicherlich berühmte Pastoren, auch
Pastoren mit Doktortitel. Aber ich bin kein berühmter Mann und habe auch keinen
Doktortitel. Früher war ich wirklich ein böser Mensch und habe unter meinen
Sünden gelitten. Eines Tages habe ich erkannt: Ich habe es verdient, verdammt zu
werden. Gleichzeitig habe ich auch das Geheimnis des kostbaren Blutes des Herrn
erkannt: Der Herr hat all meine Sünde von A bis Z so weiß wie Schnee gewaschen.
In diesem Moment, als ich die Sündenvergebung empfangen habe, kam Jesus in mein
Herz. Seitdem wurde ich geändert, und der Herr hält mich fest. Ich kann ein
gutes Glaubensleben führen - nicht, weil ich guten Glauben habe, sondern weil
Jesus mich hält. Ich sündige nicht - nicht, weil ich den festen Vorsatz habe,
sondern weil Jesus mir die Kraft gibt, die Sünde zu besiegen. Ich muß jetzt
bekennen, dass ich ein Mensch bin, der auch heute noch nicht anders kann, als im
Sumpf zu versinken, wenn Jesus mich nicht hält.
Meine Lieben, decken Sie Ihr
„Ich“ auf! Ich meine nicht, dass Sie hier laut über Ihre schlechten Seiten
schreien sollen, sondern stimmen Sie in Ihrem Herzen zu, dass Sie schmutzig
sind. Werfen Sie solche Gedanken weg: „Ich bin nicht so...“. Zu denjenigen, die
dieses Herz haben: „Ich bin unmöglich. Ich muß verdammt werden. Jesus muß mich
retten. Ich kann nicht, obwohl ich mich bemühe, obwohl ich mich anstrenge.“,
wird Jesus jetzt kommen.
Jakob hat gar nichts getan.
Was hat die Ehebrecherin getan, damit sie gerettet wurde? Was hat der Übeltäter
am Kreuz getan, damit er in den Himmel kommen konnte? Sie haben nur erkannt,
dass sie Menschen waren, die verdammt werden mußten. Zu solchen Menschen kam
Jesus immer und zeigte ihnen den Weg der Rettung. Sind Sie Mitglied im
Kirchenchor? Sind Sie Kindergottesdienstlehrer? Sind Sie ein getaufter Christ?
Sind Sie Diakon? Denken Sie „Ich bin nicht so..“? Dann müssen Sie erkennen, dass
Sie am weitesten vom Herrn entfernt sind. Diejenigen, die dieses Herz haben:
„Ich bin ein Sünder, der verdammt werden muß. Herr, erbarme dich meiner!“,
können jetzt dem Herrn begegnen. Durch Jakob und Esau zeigt Gott uns das tiefe
Geheimnis.
Meine Lieben, man kann nicht
den echten Geschmack einer Wassermelone erleben, wenn man vielmals an ihrer
Schale leckt. Genauso kann man nicht den echten Geschmack von Maronen erleben,
wenn man nur ihre Schale kaut. So nützt es uns auch überhaupt nichts, wenn wir
die Bibel nur äußerlich kennen. Ich glaube fest: Nur wenn Sie das versteckte
geistliche Geheimnis erkennen, können Sie den Willen Gottes erkennen und ein
segensvolles Leben führen.
Bitte senken Sie Ihren Kopf
und schließen Sie Ihre Augen! Meine Lieben, ich möchte Ihnen jetzt gerne die
Gelegenheit geben, Jesus zu begegnen.
Wer von Ihnen so denkt:
„Gott, ich habe bis jetzt ein Glaubensleben geführt, für das ich mich schämen
muß. Obwohl ich dachte, ich hätte für den Herrn gelebt, muß ich mich jetzt
schämen. Ich habe überhaupt nichts Gutes getan. Ich bin ein Mensch, der verdammt
werden muß. Herr, ich möchte heute auch die Gnade Jesu Christi bekommen wie
Jakob, der durch die Liebe Rebekkas von seinem Vater gesegnet wurde. Ich möchte
all meine eigenen Möglichkeiten wegwerfen und Jesu Gnade bekommen. Jesus, bitte
wasche meine Sünde! Vergib mir meine Sünde! Laß mich heute neugeboren werden!
Ich hoffe, dass all meine Sünde weiß wie Schnee wird“, hebe jetzt bitte seine
Hand. Danke sehr!